Heute ist ein ganz besonderer Tag. Heute werde ich Ayaz' Mutter kennenlernen. Ich bin schon ziemlich aufgeregt und mache mich gerade fertig. Seit unserer Nacht auf der Dachterrasse ist mittlerweile ungefähr eine Woche vergangen, die ich nochmal intensiv damit verbracht habe, meinen Verlust zu verkraften. Ich habe so viel darüber gesprochen, dass sich Geschichten oft wiederholt haben, aber da ich den tollsten Mann an meiner Seite habe, hat er sich alles geduldig angehört und mit mir darüber gesprochen. Sicherlich war es auch für ihn nicht leicht, aber ich bin ihm sehr dankbar. Und um unsere Beziehung auf eine neue Ebene zu bringen, darf ich heute seine Familie kennenlernen. Denn letzte Woche, als wir betrunken auf der Dachterasse saßen, habe ich erfahren, dass Ayaz vier Geschwister hat und auch diese darf ich heute alle kennenlernen. Ich freue mich, habe aber auch Angst. In einer halben Stunde holt Ayaz mich ab und ich stehe gerade vor meinem Kleiderschrank und überlege, was ich anziehen könnte. Draußen sind es 28 Grad, das ist ziemlich heiß. Allerdings möchte ich nicht unbedingt etwas kurzes anziehen, weil das nicht gerade den besten Eindruck macht. Ob er seiner Mutter schon mal etwas von mir erzählt hat? Schließlich sind wir zusammen, und das nicht erst seit gestern. Hätte er etwas erzählt, hätte sie mich aber bestimmt schon früher kennenlernen wollen. Ich entscheide mich letztendlich für ein grünes Sommerkleid, das oben eng ist und ab der Taille locker fällt. Das ist schön und nicht zu freizügig.
Mein Make-up halte ich heute auch eher schlicht, auch wenn ich gemerkt habe, dass mein auffälliges Make-up Ayaz letzte Woche sehr gut gefallen hat.
Einige Minuten später klingelt es an der Tür und ich springe aufgeregt in den Flur. „Tschüss, Shira. Mama lernt jetzt Papas Familie kennen. Wünsch mir ganz viel Glück.", verabschiede ich mich von meinem Hund und öffne die Haustür. Eigentlich habe ich erwartet, dass Ayaz unten an seinem Auto wartet, aber er steht mit einem riesigen Sonnenblumenstrauß vor meiner Wohnungstür. „Sonnenblumen für meine Sonnenblume." Er gibt mir die Blumen und küsst meine Wange. Ich merke schon, wie ich rot geworden bin. „Dankeschön." Ein Lächeln kann ich mir nicht verkneifen. Ich gehe in die Küche, hole eine Vase raus, fülle etwas Wasser hinein und stelle die Sonneblumen hinein. Die sehen nicht nur toll aus, sondern riechen auch himmlisch. „Ich bin also Shiras Papa?", fragt er belustigt, als er mit Shira auf dem Arm in die Küche kommt. „Du hast es gehört?" Oh Gott, ist das peinlich. Er küsst meine Schläfe. „Schäm dich nicht. Ist doch süß." Ohne zu antworten gehe ich aus der Küche und verlasse mir Ayaz die Wohnung.
„Du siehst gut aus.", schmeichelt er mir. „Hoffentlich denkt das deine Mama auch." Ayaz streicht mir eine Haarsträne aus dem Gesicht und antwortet: „Ganz bestimmt. Bist du aufgeregt?" Ohne zu zögern nicke ich. „Und wie. Weiß sie denn, dass wir ein Paar sind?" „Ja." „Wieso wollte sie mich dann nie treffen?" Er zuckt mit den Schultern. „Ich habe ihr so viel von dir erzählt, dass es ihr wahrscheinlich schon so vorkam, als würde sie dich kennen." Ich verdrehe schmunzelnd die Augen. „Du Schleimer."
„Fährst du?", fragt Ayaz, während wir auf sein Auto zugehen. „Ja. Um das zu ändern, wird es noch ein wenig dauern. Tut mir leid." „Mach dir keine Gedanken." Ich will gerade auf die Fahrerseite gehen, da drückt Ayaz mich an seinen Wagen und schaut mir in die Augen. Seine grünen Augen leuchten und seine Pupillen sind geweitet. Er küsst mich. Aber nicht so wie man es in dieser Situation erwartet. Seine Küsse sind sanft. „Das habe ich vermisst.", raunt er an meinen Mund. Ayaz küsst meinen Hals und ich muss meine Hände an seinen Nacken legen, weil es sich so unglaublich gut anfühlt. „Lass uns gehen.", flüstere ich, kann mich aber nicht von ihm lösen. „Wieso? Du willst das doch auch." „Schon, aber deine Mutter wartet." Meine Stimme klingt um ehrlich zu sein wenig überzeugend. Es klingt mehr nach einem Stöhnen, als nach einer Forderung. „Wie du willst.", sagt er verschmitzt lächelnd und steigt ein. Fuck. Ich bleibe noch eine Sekunde stehen und muss realisieren, was gerade passiert ist. Das war kein passender Moment, aber es hat sich wie der passendste angefühlt. Etwas benommen gehe ich zur anderen Seite und setze mich.
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BACK TO LOVE
RomanceEin Schicksalsschlag, der ihr ganzes Leben von Heute auf Morgen verändern sollte. Ihr Leben scheint keinen Sinn mehr zu machen, bis sie auf ihn trifft. Jung, gutaussehend und wohlhabend - All das ist er, doch wird er ihr helfen, den Weg zurück ins...
