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Bucky Barnes

Zitternd umklammere ich Steve, welcher sich nicht mehr gerührt hat, seit Hugo gegangen ist. Er hat nicht einmal seinen Blick von der Stelle abgewendet, an der es passiert ist. 
Mein Gesäss brennt und ich kann noch immer fühlen, wie Blut und Sperma heraustropfen. Dennoch sitze ich aufrecht um mich an Steves Rücken zu drücken. 
Wimmernd verstecke ich mein Gesicht in seinen Nacken um meine Tränen zu verbergen. Ich will nicht, dass Sam oder Rumlow sehen, wie schlecht es mir gerade geht. Immerhin heult Rumlow auch nicht jämmerlich herum, wenn sie dasselbe mit ihm machen. Aber ich bin so schwach. 
Ich zucke zusammen, als etwas meine Hände an Steves Brust von etwas berührt werden. Doch schnell erkenne ich, dass es Steve ist, der wieder beginnt sich zu regen. Sofort sehe ich zu ihm auf, während er sich noch in meinen Armen zu mir umdreht. Über sein ganzes Gesicht fließen Tränen, welche er nicht zurückhalten kann. 
"E-Es tut mir so lei-leid Bucky...Ich...Ich...Ich konnte dich nicht beschützen", wimmert er tonlos und drückt sich an mich heran. Ich fange ihn in einer Umarmung und weine selber wieder los. Schluchzend dränge ich mich so nahe an ihn heran, wie ich kann. 
So liegen wir uns einfach lange weinend in den Armen, während wir dem jeweils anderen trotzdem versuchen Trost zu spenden. Mein Kopf dröhnt und ich habe das Gefühl keine einzige Träne mehr vergießen zu können. Dennoch tropfen sie unaufhaltsam von meinem Kinn. 
Meine Schläfe zieht immer mehr und meine Brust schmerzt von den vielen Schluchzern die ich geweint habe. Hilflos kralle ich mich an Steves Shirt um irgendwie Halt zu gewinnen. Ansonsten wäre ich wohl auf dem Boden zusammengebrochen. 
Langsam drücke ich meinen Kopf an Steves Schulter. Steve legt seine Hand an meinen Hinterkopf und gibt mir so weiteren Halt. Ich sauge langsam seinen Duft ein und schließe meine Augen. Ich stelle mir vor, wie wir Zuhause auf dem Sofa sitzen und eine langweile Serie schauen. Ich an seine Schulter gelehnt und er krault mir durch meine Haare. 
"Ich will zurück", flüstere ich wehleidig und beginne erneut zu schluchzen. Steve drückt mich kurz etwas fester.
"Wir werden zurück ins Hauptquartier kommen. Das verspreche ich dir", wispert er mir leise zu. Ich schüttle meinen Kopf.
"Nicht dorthin zurück. Ich will zurück zu der Zeit, in der wir glücklich in unserem eigenen Zuhause waren. Ich will zurück in die Zeit in der wir nur uns zwei und Milana hatten. Als alles perfekt war", erkläre ich ihm, während ich erneut beginne zu weinen. 
Steve tröstet mich bestmöglich, doch mir fällt auf, dass er Mühe hat, nicht selber zu schluchzen. Er vermisst auch die schönen, ruhigen und einfachen Zeiten. Als ein paar Fans und gelegentlich meine Alpträume unser größtes Problem waren. 
Aber es gab für alles Hoffnung. Und als Denver bei uns war, war es beinahe noch schöner. Sie hatte Milana geliebt und beschützt. Sie war die große Schwester, die ich Milana immer gewünscht habe. 
Mein Gesicht verdüstert sich wieder, als ich daran Denke, dass es wieder Hydra war, die mir das alles genommen haben. Genau wie sie mich jetzt auch wieder haben. 
Aber sie haben Milana nicht. Und Denver ist hinter Hydra her. Das ist diesmal mein Hoffnungsschimmer. Dass Denver uns findet und Hydra aufhält. 

Ich lege meinen Kopf wieder auf Steves Schulter, jedoch so, dass ich mich in der Zelle etwas umsehen kann. Sam hat seine Augen geschlossen und seinen Kopf gegen die Wand hinten gelehnt. Seine Knie hat er angewinkelt und die Arme darüber gelegt. 
Rumlow liegt am Boden und starrt geradeaus an die Decke. Er scheint nicht einmal zu merken, dass er nur Boxershorts anhat, so wie wir alle. In einer Ecke liegen kratzige Militärdecken. 
Ich stehe schwankend auf, halte jedoch schnell inne bei dem stechenden Schmerz in meinem Gesäß. Nur mit stockenden Schritten erreiche ich die Decken und hebe sie langsam auf. Dann humple ich zu Rumlow und lege sie so sanft wie möglich über ihn. 
Er sieht mich überrascht an und ich lächle unsicher. Dann kehre ich, mit nur langsamen Schritten, zu Steve zurück und er zieht mich auf seinen Schoss. Er wirkt nicht unbedingt glücklich, dass ich mich so um Rumlow kümmere, aber was bleibt mir anderes übrig? Er hat sich genauso um mich gekümmert, als ich Hydra als Winter Soldier schutzlos ausgeliefert war. 
Ich mache mich möglichst klein, ohne Steve weh zu tun, und lehne mich seitlich an seine Brust. Steve, welcher inzwischen an die Wand lehnt, legt beide seine Arme um mich. Ich kuschle mich möglichst bequem an ihn heran und schließe meine Augen. Auch wenn ich jetzt nicht richtig schlafen kann, möchte ich mich wenigstens etwas ausruhen. 
Das Adrenalin hat schon lange meinen Körper verlassen und zurück bleibt eine Müdigkeit, welche immer mehr über mir zusammenbricht. Steve streicht langsam über meine Haare und meinen Rücken, was mich nochmals beruhigt. 
"Schlaf ein wenig, ich passe auf dich auf", flüstert er mir leise zu. Ich nicke schläfrig und klammere mich etwas an sein Shirt. Er schmunzelt traurig und verstärkt seinen Griff um mich nochmals ein wenig. 
Schon sehr bald verliere ich mein Bewusstsein und tauche in eine Welt voller Alpträume ab. 

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Und damit das heutige Kapitel ^^

Ich hätte es heute Morgen beinahe vergessen X'D

Aber es ist ja noch gekommen!

LG Jas_Barnes

Black Smoke - RevengeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt