Kapitel 21: Zweite Warnung und die endene Beziehung?

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Jin's Sicht:

Wo war ich denn jetzt schon wieder gelandet? Ich war wieder in diesen schwerelose schwarzen Raum, wo ich damals gelandet war, als diese Warnung kam. Wieso war ich wieder hier? Ich war allein. Wieder einmal! Wie soll ich die anderen retten, wenn ich nicht weiß, was als nächstes passieren würde? Verdammt nochmal! Ich schaff das nicht allein, aber was soll ich machen? Ich war nun einmal alleine. Moment! Nein, dass stimmt nicht ganz! Ich hab die anderen, aber ich wollte sie nicht mit meinen Problemen belasten. Ich wollte im Moment nichts mehr fühlen. Das war doch eh alles nur ein Alptraum, ein nicht endenwollender Alptraum.

"Jin..." Ich sah nach oben, wo die Stimme her kam, aber da war niemand. Es war wahrscheinlich nur wieder mein Unterbewusstsein. "Du hast es nicht geschafft die Katastrophe abzuwenden." So langsam wurde ich wegen der Stimme wütend. "Wie sollte ich es auch abwenden können, wenn ich es nicht vorhersehen konnte!" "Wir haben nicht viel Zeit... Ich habe eine zweite Warnung für dich." Ich hielt mich langsam wieder zurück. "Eine zweite Warnung?" "Dieses Mal sage ich dir, welche Person in Gefahr ist und die du retten musst." Immerhin wird es mir dieses Mal gesagt. Bei Hobi wurde mir es nicht gesagt und jetzt lag er im Krankenhaus. Und ich hatte vorher gedacht, er würde den Dorm abbrennen, wie in meinem Traum.

Eine Weile herrschte Stille, bis die Stimme sich räusperte. "Jungkook!" Was??? Das kann nicht sein. War er wirklich als nächstes dran? "Mehr kann ich dir nicht sagen, aber gib gut auf ihn Acht, denn er könnte dieses Mal sterben, im Gegensatz zu Hobi." Danach schien die Stimme wieder verschwunden zu sein. Jungkook war also als nächstes in Gefahr? Ich wüsste nur zu gerne, was geschehen wird um mich darauf einzustellen, aber das geht nicht. Ich muss es selbst herausfinden und ihn dauerhaft im Auge behalten. Wenn mir schon gesagt wurde, dass er sterben kann, dann musste ich immer in seiner Nähe sein. Ich muss auf alles gefasst sein. Nachdem die Stimme verschwunden war, wurde wieder alles so extrem hell, dass ich meine Augen schloss.

***

Ich schlug langsam meine Augen auf und alles war dunkel im Raum. Ich befand mich wieder im Zimmer. Verdammt! Was genau war denn passiert? Ich konnte mich nur schemenhaft daran erinnern. Mein Kopf brummte und in diesen Moment wollte ich nichts lieber, als Jungkook alles zu sagen um ihn zu beschützen. Das konnte ich aber nicht. Dann wären die anderen vermutlich auch in Gefahr.

Ich stand langsam auf, doch da wurde mein Handgelenk genommen. Ich sah verwirrt zurück und direkt in Namjoon's besorgtes Gesicht. "Wo willst du hin?" "Ich wollte...nur kurz raus!" Er sah mich sofort skeptisch an. "Raus? Jetzt noch?" Ich nickte nur und ging zum Kleiderschrank um mich fertig anzuziehen, da fiel mir der Verband um meine Hand auf. Wieso spürte ich die Schmerzen denn nicht? Ich war komplett verwirrt. "Jinnie, alles okay?" Namjoon fing an mich mit einem Mal von hinten zu umarmen. "Joonie, was...ist denn passiert?" Ich konnte mich gerade an nichts erinnern. "Du hast den Spiegel zerschlagen. Wir wissen alle nicht, wieso du das getan hast." Ich weiß es doch selbst nicht.

Ich wandte mich aus Namjoon's Umarmung und wollte wortlos das Zimmer verlassen, aber da packte Namjoon erneut mein Handgelenk und hielt mich zurück. "Jinnie, ich...! Kann ich nicht mitkommen? Ich hab das Gefühl...du entfernst dich von mir immer weiter. Ich komme gar nicht mehr richtig zu dir durch. Bitte, Jinnie! Lass mich mitkommen! Ich...will dich nicht verlieren." Überrascht von seinen Worten und den schimmernden Tränen in seinen Augen, konnte ich nicht anders. "D-Dann komm mit!" Ich wusste nicht wieso meine Stimme zitterte, aber ich ging dann schon mal vor, bevor er es merkte.

Ich hatte mir nur eine dünne Jacke eingezogen, weil ich dachte, es würde nicht so kalt sein, aber das war gelogen. Mir fröstelte es schon auf den ersten Metern. Namjoon hatte mich gewarnt, aber ich hatte die Warnung ignoriert. Jetzt musste ich mich aber auf die Rettung von Jungkook konzentrieren und dafür sorgen, dass er nicht sterben würde. Niemals! Ich kann das nicht zulassen. Erst Hobi, der dank uns dem Tod entkommen war und jetzt war Jungkook der nächste. Bei den Gedanken daran, wurde mir sofort schlecht.

Wir schwiegen, während wir durch die Nachbarschaft liefen. Ich wusste nicht wohin, ich wollte einfach nur noch weg. Weg von allem was mich zur Zeit belastete, aber es geht nicht. Es verfolgt mich momentan überall hin und zudem vernachlässige ich Namjoon, dass war mir bewusst, von Anfang an, aber das würde ich nicht mehr, wenn alles geklärt wäre.

"Jin...wieso...entfernst du dich immer mehr?" Was soll ich sagen? Ich hätte wissen sollen, dass er mit mir darüber reden will. "Du...vermeidest mittlerweile jede einzelne Berührung. Man, Jin! So kann das nicht weitergehen!" Ich versuchte ihn zu ignorieren, aber war das wirklich das Richtige? Um alle zu schützen...! Sollte ich da lieber die Beziehung beenden? Es wird mich eines Tages sowieso alles kaputt machen. "JIN!!! JETZT WARTE ENDLICH!!!" Abrupt war ich stehen geblieben, als er angefangen hatte mir hinterher zu schreien. "Willst du das wirklich??? Willst du...die Beziehung einfach beenden, als wäre sie niemals da gewesen? Liebst...du mich nicht mehr?" Was redet der denn da? Natürlich tue ich das, aber das ist in letzter Zeit alles so kompliziert. "Natürlich, aber..." Meine Stimme war schon wieder so brüchig und Tränen waren in meine Augen getreten. "Du...verstehst das nicht!" "Dann erkläre es mir! Ich sehe doch...wie sehr du innerlich leidest! Wenn du mit uns reden würdest, dann wäre das auch alles nicht mehr so schlimm, verstehst du?

Ich stand einfach nur da, mit dem Rücken zu ihn. Ich konnte ihn nicht mehr in die Augen sehen. Wahrscheinlich werde ich meine Entscheidung bereuen, aber um alle zu retten, muss ich mich entscheiden. "Jinnie, bitte! Rede endlich mit mir! Ich will dich nicht verlieren!" Jetzt oder nie, obwohl es der falsche Zeitpunkt war. "Verzeih mir, Joonie...aber ich beende das alles." Danach ging ich einfach weiter meinen Weg. "I-Ist das dein Ernst? JINNIE, DASS KANNST DU MIR DOCH NICHT ANTUN!!!" Ich rief nichts mehr zurück, sondern ging einfach weiter. Wenn ich sie alle retten will, dann musste ich das tun. Eines Tages werde ich ihn alles sagen, aber nicht jetzt.

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