Kapitel 40: Suizidgefährdete Rettungsaktion

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Namjoon's Sicht:

Wir hatten uns rasend schnell auf den Weg zur Brücke gemacht. Er darf auf keinen Fall sterben. Was soll ich nur ohne ihn machen? Ich hatte mir aber schon ein Leben ohne ihn vorgestellt und es ging nicht. Alles hatte mit meinem Selbstmord geendet. Ich konnte ohne ihn nicht leben und wollte nur noch zu ihn in den Himmel. Das muss sich ändern. Eine Zukunft ohne meinen Jinnie konnte ich mir nicht vorstellen und wollte auch gar nicht leben. Vorzustellen nie wieder sein Lachen zu hören, ihn lächeln zu sehen, seine selbstverliebte Seite zu bewundern und nie wieder mit ihn zu singen, brachte mich glatt um. Er war mir mehr als nur wichtig. Was würden dann erst die Armys denken? Es wird nur in den Medien kommen, dass ein Idol Selbstmord begannen hat, aber es wird nie gesagt, wie es wirklich passiert war. Ich musste es verhindern. Ich werde Jin um jeden Preis retten und dann leben wir ein glückliches und unbeschwertes Leben. Ich werde ihn das beste Leben ermöglichen, was es gibt. Um jeden Preis!!!

Wir wurden immer schneller und rasten bereits durch den Wald zur Brücke, wo er ja bekanntlich sein soll. Ich will eigentlich gar nicht wissen, was sie mit ihn gemacht hatten. Dennoch musste ich da jetzt durch. Da war es mir auch egal wie weh es mir tun würde. Mein Schmerz war sowieso nicht zu vergleichen mit dem von Jin oder Tae und Kookie. Ich hab sie im Stich gelassen. Das werde ich nicht nochmal.

Wir kamen langsam an und wir konnten bereits auf die Brücke sehen. Dort standen drei Gestalten. Die zwei Gestalten die standen, war Junghyun und Sunmi. Sie wurden auf der Brücke umzingelt, da auf der anderen Seite auch noch Polizeiwagen standen. Jetzt konnte ich auch die dritte Gestalt erkennen. Verdammt! Das war Jin!

Wir waren sofort aus dem Auto gesprungen und waren zur Brücke geeilt. "Lass ihn in Ruhe!" schrie ich sie an, doch sie zeigten sich relativ unbeeindruckt. "Zwingt mich doch dazu! Aber ist das nicht ein süßer Anblick?" Der war doch krank. Er stieß ein Psycholachen aus und trat Jin nochmal mit voller Wucht in den Bauch. Nein, bitte nicht! Er rührte sich kaum noch. War er etwa doch schon Tod? Nein, dass darf nicht sein! Ich hasse ihn! Ich zögerte nicht mehr, sondern ließ mich von meiner Wut leiten. In diesen Moment aber hatte er Jin nur am Kragen gepackt und ihn über das Geländer gehalten. Wir befanden uns in sechs Meter Höhe. Der Aufprall könnte auch wehtun. Ich zog einfach meine Pistole und hab ihn direkt ins Bein geschossen. Yoongi hatte mich unterstützt, in dem er Sunmi anschoss und Junghyun nochmal an der Schulter traf. Er brach daraufhin zusammen und ließ Jin los. Nein! Er fiel geradewegs ins Wasser. Niemals! Meine Augen füllten sich mit neuen Tränen und dann rannte ich einfach näher auf ihn zu. Die Rufe der anderen ignorierte ich. Ich muss Jin retten. Er war mir wichtiger als mein eigenes Leben.

Ich sprang übers Geländer und Jin hinterher, der geradewegs aufs Wasser zuviel. Ich versuchte irgendwie zu beschleunigen, was auch klappte. "JIN!!!" schrie ich seinen Namen und sah, wie er langsam die Augen öffnete. "Nam-jo-on..." Seine Stimme klang sehr schwach, rau und zum einen ziemlich heiser. Ich wollte nicht wissen, was er alles durchgemacht haben musste.

Ich streckte meine Hand zu ihn aus und bekam tatsächlich seine Hand zu fassen. Ich zog ihn gleich zu mir in meine Arme. "Jin...ich bin so froh! Du lebst!" Er sagte zwar nichts, aber dann erklang doch seine Stimme wieder, die hoffentlich in Laufe der Zeit heilen wird, denn dann konnte er sein Idol-Dasein aufgeben. "Ich...liebe dich!" Mein Herz schlug tausend Mal schneller, als ich diese Worte nach so langer Zeit wieder von ihn hörte. Tränen liefen mir unaufhörlich aus meinen Augen. "Ich liebe dich auch! Verlass mich niemals! Wir schaffen das gemeinsam! Wir retten dich!" Ich spürte nur noch, wie er nickte, bevor er erneut bewusstlos wurde. Kein Wunder! Er hatte einiges durchgemacht. Das Wasser kam näher und ich wollte Jin diesen Schmerz unbedingt ersparen, weshalb ich uns so drehte, dass nur ich diesen Schmerz abbekommen würde und das war es mir mehr als nur Wert. Solange ich meinen Jinnie wieder hab, sollte alles wieder besser werden.

Wir schlug auf den Wasser auf, wo durch ich mir einen Schrei unterdrücken musste. Ja, es tat höllisch weh, aber das war nichts, was ich nicht aushielt. Jin war da wichtiger. Wir tauchten leider sehr weit unter. So schnell würden wir hier nicht mehr rauskommen. Ich musste ihn aber hier rausholen, sonst würde er wirklich sterben. Das Wasser war eiskalt! Kein Wunder das viele diesen Punkt für Selbstmord nutzten. Ich muss nach oben, zusammen mit Jin, den ich eisern in meinen Armen hielt. Keine Angst, Jin! Du wirst bald in Sicherheit sein. Ich werde schon noch dafür sorgen.

Ich versuchte langsam nach oben zu schwimmen, doch das war durch die Kälte gar nicht so einfach. Meine Muskeln begannen sich zu schließen und ich war wie gelähmt. Nein! So nah und doch so fern! Wir durften Jin nicht verlieren. Ich muss ihn hier rausholen, bevor wir ihn wirklich noch verlieren würden, aber ich hatte schon keine Kraft mehr. Meine Sicht wurde immer trüber und meine Augen schlossen sich ungewollt. Gab es denn da niemanden, der uns jetzt noch retten kann? Wir könnten Hilfe gebrauchen, aber es wäre Selbstmord einfach runterzuspringen.

Mir ging die Luft aus und ich sah zu Jin, der leblos in meinen Armen hing. Das darf doch alles nicht wahr sein! Wir durften nicht sterben! Ich sah wieder nach oben und entdeckte mit einem Mal, wie zwei Typen hinein sprangen. Sie schwammen zu uns und nahmen uns mit an die Oberfläche. Das mussten sowas wie Rettungsschwimmer sein. Wir waren gerettet! Ich hab bis zum Ende durchgehalten und jetzt waren wir gerettet. Wir leben!

Als ich wieder auftauchte, atmete ich verzweifelt nach Luft. Jin hatte ich noch nicht losgelassen. "Danke..." brauchte ich schwach heraus, doch die nickten nur kurz und schwammen mit uns ans Land. Dort waren schon die Polizisten und unsere Freunde.

Wir gingen ans Land und entdeckten dann den Krankenwagen. Sie nahmen mir Jin ab, den sie sofort behandelten. Ich ging schwer atmend auf meine Knie. "Du Idiot!!!" Ich sah auf und im nächsten Moment spürte ich schon einen brennenden Schmerz auf meiner Wange. Yoongi hatte mir einfach eine Ohrfeige verpasst. Ich wollte mich gerade beschweren, aber da sah ich, dass Hobi und Jimin in Tränen ausgebrochen waren und sich mir in die Arme warfen. "Wie kannst du uns das nur antun?" weinte Jimin und drückte sich an mich. Ich war total überfordert. "Wir dachten...ihr zwei würdet sterben!" Automatisch überkam mich eine Welle von Schuldgefühlen und erwiderte langsam ihre Umarmung. "Es tut mir leid! Ich musste Jin retten!" "Tu sowas nie wieder, okay?" sagte Yoongi, der ebenfalls den Tränen nahe war, aber ich konnte darauf nur kurz nicken. Sie haben ja recht! Das war ziemlich lebensmüde, aber für Jin tat ich alles. Jetzt mussten wir nur warten bis sie alle zu sich kamen, um uns von den jeweiligen Ereignissen zu erzählen, aber... Wollte ich dies wissen?

Save Me 3Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt