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So ihr Lieben, heute geht's weiter mit Teil 21 :) Ich hoffe ihr genießt das Lesen ebenso wie ich das Schreiben dieser Story.
Ich wünsche euch viel Spaß.

LG Leah

The story goes on:

Perkins gab Gas und verlor einen Moment das ihm folgende weiße Fahrzeug aus den Augen. Er wägte sich kurz in Sicherheit bis eine rote Ampel ihn stoppte. Wenn er keinen Strafzettel riskieren wollte, musste er sich an die Verkehrsordnung halten ob er nun wollte oder nicht. Nicht auffallen war hier die oberste Devise. "Komm schon. Na los" Er musste hier weg und als die Ampel auf grün schaltete, schloss das Auto von vorhin auf ihn auf. Er gab erneut Gas und ja, sein Wagen war deutlich schneller als der hinter ihm. Dennoch weniger wendiger und schwerfälliger im Stadtverkehr. "Hau ab, verdammt!" fluchte er den vorderen Wagen an, der deutlich zu langsam für seinen Geschmack fuhr. Was für ein Pech musste man eigentlich haben in so einem kleinen Kaff ausgerechnet dem Mann über den Weg zu laufen den man erpresste? Perkins schaffte es aus Duskwood heraus in Richtung der nächsten Ortschaft als das weiße Auto hinter ihm aufblendete. Sie befanden sich nun auf der Straße auf welcher Alan seinen Unfall hatte. Beide drückten das Gaspedal in den Boden und beide Fahrzeuge beschleunigten immens auf der verregneten Straße. "Halt an, verflucht nochmal!" fluchte Jake und blendete Perkins erneut mittels der Frontscheinwerfer. "Ich krieg dich! Und du wirst mir sagen wo Leah ist. Ansonsten erlebst du den nächsten Tag nicht!" Das Wasser auf der Straße machte das Fahren nicht einfacher. Im Gegenteil. Er konnte deutlich spüren, wie Alans Auto immer mehr zu schwimmen begann durch aufkommendes Aquaplaning. Was würde der Polizist wohl sagen wenn er wüsste, dass Jake gerade mit seinem Auto unterwegs war? Eines war klar: wenn Jake sich stellte und hinter Gittern landete, dann würde er vorher noch alle Hebel in Bewegung und bis zum Schluss alles auf eine Karte setzen. Das ganze endete erst wenn Leah in Sicherheit war.

Alan beschlich ein mehr wie ungutes Gefühl. Jake ging an kein Telefon und das allein sagte schon alles. Mit Sicherheit war davon auszugehen, dass er das Haus verlassen hatte um selbst nach diesem Typen aus seiner Vergangenheit zu suchen. Duskwood war vielleicht nicht allzu groß, aber dennoch glich dieses Szenario der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen. Sendemasten hin oder her. Das hieß nicht, dass er sich länger dort aufgehalten hatte. Möglicherweise war er dort auch nur vorbeigefahren. Vielleicht wäre es hilfreich gewesen zu wissen ob Jake auch die Zeit bestimmen konnte wie lange sich das besagte Handy im Bereich des Sendemastes befunden hatte. Aber war das technisch möglich? Alan wusste von Schulungen und Seminaren, dass es möglich war herauszufinden um welche Uhrzeit sich ein bestimmtes Telefon in ein Netz eingewählt hatte. Er bereute es, dass ihm dieser Gedanke bezüglich der Dauer erst jetzt kam. Wenn alles vorbei war und der Alltag irgendwann wieder Einzug hielt, würde er sich mit dieser Thematik näher beschäftigen. In der Zwischenzeit musste er mit dem arbeiten was ihm zur Verfügung stand. Und das war für einen Außenstehenden so gut wie nichts. Für ihn als geübten routinierten Polizisten aber waren all diese Informationen mehr als nichts. Damit ließ sich arbeiten. Doch womit sollte er anfangen? Es gab zwei Orte in dessen Nähe sich das Handy des möglichen Entführers eingewählt hatte. Beide Orte waren ihm persönlich bekannt und man konnte sagen, dass er sie eigentlich gut kannte. Nicht nur von Hannahs Entführung. Im Haus von Michael Hanson hatte er damals oft gesessen und mit seinem Freund ein Bier getrunken. Und in Rogers Garage war er auch schon ein paar mal gewesen, privat wie auch dienstlich. Aber wie hingen diese beiden Orte jetzt zusammen?

"Duskwood Police Departement, Sie sprechen mit Bob Lindner" Alan überlegte kurz wie er das Gespräch beginnen sollte. "Bob, ich bin's Alan" Sein Freund und Kollege schien durchaus überrascht zu sein. "Alan? Gott, ich wollte dich morgen besuchen kommen. Wie geht es dir? Ich habe deinen Wagen gesehen, das muss ziemlich gerumst haben" Bob sprach das locker aus aber Alan wusste wie Bob es meinte. "Hat es mein Freund. Mehr als mir lieb war. Schade um den Wagen. Aber Unkraut vergeht nicht. Hör zu, ich brauche ein paar Informationen" Es war als säße Bob ihm genau gegenüber. Er konnte förmlich dessen Gesichtsausdruck vor sich sehen. "Informationen? War die Krankenschwester nicht nett zu dir?" Alan schmunzelte kurz. "Doch, die sind alle super. Es geht um was anderes. Ein Freund wollte mal die sogenannten Geheimnisse um Duskwood erforschen und hat mich gefragt ob ich mich da auskennen würde. Da musste ich gleich an dich denken" Bob zog die Augenbrauen zusammen. "Wieso ich?" Alan überlegte kurz. Er hasste es seinen Freund anlügen zu müssen und doch brauchte er diese Infos schnell und unbürokratisch. "Mit der Miene hast du dich damals auch ausgekannt, deswegen. Er war bei Michael Hansons alter Farm. Angeblich soll es dort etwas geben was sehenswert sein soll. Zumindest stand es wohl so im Internet. Das gleiche bei Rogers Garage oder drumherum. Klingelt da was bei dir?" Einen Augenblick lang herrschte Stille am anderen Ende der Telefonleitung. "Na ja, bei Rogers Garage gibt es die alte Mutprobenhütte, aber die kennst du ja selbst. Darum ranken sich so einige Mythen und die Touristen besuchen diese öfter, klopfen an die Tür und laufen dann im Dunklen ohne sich umzudrehen den Weg zurück den sie gekommen sind. Seit der Mann ohne Gesicht Sache hat das aber stark nachgelassen aus Angst. Aber bei Michaels Farm? Lass mich scharf nachdenken" Erneut herrschte Stille und Alan überlegte wie die Mutprobenhütte ins Konzept einer Entführung passte. "Also sehenswert wäre da nur die alte Brunnenanlage. Früher haben diese Regen gesammelt, es gefiltert und zum Haus geleitet. Heutzutage besitzt ja jeder einen Frischwasseranschluss." Die Hütte und ein alter Brunnen? Das ganze klang nicht nach dem was Alan erwartet hatte. "Okay, ich danke dir. Ich ruf ihn gleich mal an und teile ihm diese Infos mit. Keine Ahnung wo genau er sich im Netz umgehört hat" Bob lächelte. "Alles klar. Wenn mir noch was einfällt melde ich mich. Vielleicht sollte er aber erst in ein paar Tagen diese Plätze aufsuchen wenn es aufgehört hat zu regnen. Das schüttet wie aus Kannen" Alan blickte kurz zum Fenster. "Hab ich mitbekommen. Die Regenperiode beginnt auch immer früher" Bob sah ebenfalls kurz zum Fenster. "Stimmt. Also dann Alan, wir sehen uns morgen." Er freute sich über den kommenden Besuch. "Bis morgen, Bob und danke nochmals" Alan legte auf und ließ sich die neuen Infos durch den Kopf gehen. Was hatten die beiden 'Sehenswürdigkeiten' welche eigentlich offiziell nirgends verzeichnet waren miteinander zu tun?

Leah hatte beschlossen zu kämpfen und dieses Vorhaben setzte sie in die Tat um. Das Wasser im Brunnenschacht stieg unaufhörlich weiter, Zentimeter für Zentimeter. Konnte es nicht einfach aufhören zu regnen? Das würde die Sache enorm erleichtern, aber scheinbar wollte ihr das Wetter genau diesen Gefallen nicht tun. Stattdessen hörte sie von oben ein Rumpeln und das ließ auf ein Gewitter schließen. Das hatte gerade noch gefehlt. Was wenn der Blitz oben einschlug und das Wasser die Elektrizität bis in den Schacht leitete? Sie durfte gar nicht daran denken und musste sich konzentrieren. Das einzige was sie momentan davon abhielt hier wegzukommen war diese verfluchte Handschelle. Gab es nicht irgendwie eine Möglichkeit die ohne Schlüssel auf zu bekommen? Es wurde immer dunkler und ihr Blick fiel auf die Smartwatch welche sie noch immer trug. Leah tippte den Bildschirm an, doch er blieb dunkel. War der Akku leer? Die ganze Zeit über hatte sie nicht mehr an die Uhr an ihrem Handgelenk gedacht bis jetzt. So drückte sie den seitlich gelegenen Knopf an der Uhr und mit einem Mal erwachte diese zum Leben. Der Akku war noch zu zehn Prozent geladen. Zwar war das nicht viel, aber es würde eine Weile halten wenn sie daran dachte Energie zu sparen. Zumindest erhellte das Display nun den dunklen Schacht ein wenig was ihre Nerven etwas beruhigte. Es gab eine Funktion die sich Taschenlampe nannte. Das Licht wäre noch intensiver, aber es verbrauchte auch mehr vom noch übrig gebliebenen Akku und im Moment war sparen angesagt. Sie erinnerte sich daran, dass Jake sie im Wald hatte finden können aufgrund ihrer Smartwatch. Doch wer suchte jetzt nach ihr? Da sie noch immer im festen Glauben war, dass Jake sie loswerden wollte, trieb ihr dieser Gedanke erneut die Tränen in die Augen. Keiner wusste von Jakes Plan und sie konnte keine Hilfe rufen. Leah kam sich gerade unglaublich allein und hilflos vor. Sie hatte einem Mann vertraut von dem sie geglaubt hatte er würde sie wirklich lieben. Sie zog kraftlos an der Fessel und biss die Zähne zusammen als das Display ihrer Uhr wieder erlosch und es dunkel um sie herum wurde. Im nächsten Moment stemmte sie ein Bein gegen die Wand und legte beide Hände an den Metallring welcher in der Wand eingelassen war. Sie begann erneut kräftig daran zu ziehen und verlagerte ihr Gewicht nun mal nach links und mal nach rechts um mehr Zug auf das Metall zu bringen. Vielleicht würde es sich so eher lockern und tatsächlich tat sich was. Das Metall knirschte in der Wand. Sie schöpfte neue Hoffnung und machte weiter. Wenn sie den Metallring wenigstens auf einer Seite lösen konnte, könnte sie sich befreien und nach oben klettern bevor das Wasser zu hoch stieg.

Duskwood is waiting... (Jake/MC)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt