Marcus: An wen denkst du?
Ich zuckte zusammen. Marcus schaute mich fragend an.
Leo: Niemand.
Marcus: Ich wusste gar nicht, dass Tim auch niemand heißt.
Lachte er leicht.
Leo: Du bist blöd.
Marcus: Ich dachte, du bist durch mit ihm?
Leo: Ich weiß, dass er sich oft scheiße benimmt, aber ich mag ihn trotzdem.
Marcus: Vielleicht solltest du noch mal mit ihm reden. Dann kannst du ihm sagen, was dich stört.
Leo: Ich will aber nicht, dass er merkt, dass ich auf ihn steh.
Marcus: Wenn du es ihm nicht sagst, wird sich aber auch nichts ändern.
Leo: Ich weiß.
Er nahm sein Handy und ging auf Insta. Verwirrt schaute er mich an. Verdammt das Bild.
Marcus: Wer hat das Bild von uns...
Leo: Martinus. Ich hab ihm gesagt, er soll es löschen. Das hat er auch, aber es wurde zu oft reposted , um es ganz zu löschen.
Marcus: Das ist jetzt nicht sein Ernst, oder?
Ich zuckte mit den Schultern.
Marcus: Was hat er denn für ein Problem?
Leo: Er meint, es ist meine Schuld, dass du die Therapie machen willst.
Marcus: Warum sollte das deine Schuld sein?
Er stand auf und verließ das Zimmer.
Marcus' Sicht:
Ich ging in Martinus sein Zimmer.
Marcus: Warum machst du das?
Martinus: Hä?
Marcus: Das Bild.
Martinus: Jetzt mach nicht so ein Drama daraus.
Marcus: Ich dachte, wir halten zusammen?
Martinus: Dachte ich auch. Aber du hast dich doch gegen mich entschieden.
Marcus: Ich hab mich nicht gegen dich entschieden. Ich hab nie gesagt, dass ich ganz aufhören will. Aber ich brauche die Pause gerade einfach. Ich will doch nur, dass diese Angst weggeht. Außerdem ist es echt scheiße, Leute zu verlieren, nur weil man berühmt ist.
Martinus: Was meinst du damit?
Marcus: Ich mein damit, dass es scheiße ist, Leute, die man gern hat, zu verlieren, nur weil man in der Öffentlichkeit steht.
Martinus: Redest du von Sara?
Marcus: Von wem denn sonst?
Martinus: Es ist nicht meine Schuld, dass Sara dich nicht mag.
Marcus: Warum verstehst du nicht, wie es mir geht?
Martinus: Bei dir geht es immer nur um deine Freunde. Die letzten Tage haben wir fast nichts zusammen gemacht, weil du nur was mit Leo und deinen anderen Freunden gemacht hast. In der Zeit, wo wir Konzerte geben, beachtest du mich. Daheim machst du das so gut wie nie. Ich wollte doch bloß nicht die gemeinsame Zeit mit dir verlieren.
Marcus: Warum hast du nicht schon früher was gesagt?
Martinus: Ich wollte ja. Ich wollte dir gestern alles erklären, aber dann hab ich gesehen, wie du mit Leo rumgeknutscht hast und dann wollte ich es dir nicht sagen.
Marcus: Warum?
Martinus: Weil du gar nicht gemerkt hast, wie ich reingekommen bin. Das hat mir gezeigt, dass Leo wieder wichtiger war. Als Sara dich stehen lassen hat...Du hast Leo geschrieben und nicht mir. Ich verstehe ja wenn du Leo als beste Freund hast, aber ich hab das Gefühl, du schließt mich aus. Deswegen war ich so. Ich wollte deine Aufmerksamkeit.
Marcus: Tinus, ich...hätte merken müssen wie du dich fühlst. Es tut mir leid.
Martinus: Leo wartet bestimmt auf dich.
Marcus: Willst du mit rüber?
Er nickte und wir gingen wieder zu Leo. Dieser sah uns verwirrt an.
Leo: Wa...
Marcus: Wir machen jetzt was zu dritt.
Tinus sah auf einmal voll schüchtern aus. Okay, ich und Leo kannten uns seit Jahren, aber Tinus und Leo hatten noch so gut wie nie etwas miteinander zu tun.
Marcus: Wie wäre es, wenn wir einfach etwas UNO spielen?
Leo: Von mir aus.
Martinus: Okay.
Ich holte das Spiel. Wir spielten eine ganze Weile und Leo und Tinus verstanden sich immer besser miteinander. Als wir keine Lust mehr hatten, räumten wir auf. Danach rief Mama nach Tinus, woraufhin dieser nach unten ging. Ich legte mich auf mein Bett und Leo sich neben mich.
Leo: Wieso war er hier?
Marcus: Weil er Zeit mit mir verbringen möchte.
Leo: Was bekomme ich jetzt dafür, dass ich ihn nicht angeschrien habe?
Ich gab ihm einen Kuss. Es sollte nur ein kurzer Kuss werden, aber Leo vertiefte ihn. Er dreht sich wieder so, dass er oben lag. Er biss mir leicht auf die Lippe, woraufhin ich wie beim letzten Mal meinen Mund leicht öffnete. Warum ich ihm als „Danke" einen Kuss gab? Ich wollte ihn von Tim ablenken und ich konnte mich so von Sara ablenken. Leo schob mein T-Shirt hoch um die Konturen von meinem Sixpack nachzufahren. Währenddessen, vergrub ich meine Hände in seinen Haaren. Leo löste sich kurz.
Leo: Wenn Martinus jetzt wieder reinkommt, bring ich ihn um.
Marcus: Dann schließ ab, wenn es dich so stört. Aber wir küssen uns bloß, also ist das eigentlich nicht nötig.
Leo: Aber Emma ist da und wenn sie uns sieht, ist sie verstört. Also schließ ich wirklich lieber ab.
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Let me be your boyfriend
FanfictionMarcus hat das Leben auf der Bühne und in der Öffentlichkeit langsam satt. Aber er kann doch seinen Bruder nicht einfach im Stich lassen? Was in seinem Leben alles passiert und wer ihm in dieser Zeit zur Seite steht erfahrt ihr hier.