Kapitel25

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Leos Sicht:
Ich stand am Rand und schaute den beiden aufmerksam zu. Die beiden strahlten über das ganze Gesicht. Plötzlich legte jemand seine Hand auf meine Schulter. Erschrocken drehte ich mich zur Seite.
Noah: Hey.
Leo: Was willst du?
Noah: Mich entschuldigen. Ich weiß, dass ich mich echt scheiße benommen habe, auf Tim seiner Party oder einfach generell, wenn wir uns gesehen haben.
Leo: Okay?
Noah: Warum bist du alleine hier?
Ich zeigte mit dem Kopf in Marcus' und Saras Richtung.
Noah: Ach so. Und wo ist Martinus?
Leo: Bei seiner Freundin.
Noah: Also haben die dich einfach alleine gelassen?
Leo: Kann man so sagen.
Noah: Hast du was dagegen, wenn ich bei dir bleibe?
Leo: Von mir aus kannst du hier bleiben.
Noah und ich redeten eine ganze Weile miteinander. Er wusste von Tim, dass ich schwul bin, woher auch immer dieser das wusste. Noah erzählte mir, dass er auch schwul ist. Allerdings haben seine Eltern nicht so gut auf sein Outing reagiert. Seit er es seinen Eltern gesagt hat, reden sie nicht mehr mit ihm. Apropos Eltern, Anne, hatte mir vorher noch gesagt, dass die Beerdigung meiner Eltern in einer Woche sei. Sofort wurde ich traurig, als ich daran dachte. Aber Noah unterbrach meine Gedanken.
Noah: Ich hole mir was zu trinken. Willst du auch was?
Leo: Ja, Hauptsache es ist ohne Alkohol.
Er nickte und holte uns etwas zu trinken. Noah hatte ein Bier in der Hand und gab den anderen Becher mir.
Noah: Ich hab dir Cola rein gemacht.
Leo: Sicher?
Noah: Ja, sicher.
Ich nahm ihm den Becher ab.
Leo: Danke.
Wir redeten noch ein bisschen weiter. Immer mal wieder schaute ich zu Sara und Marcus.
Noah: Eifersüchtig?
Leo: Hä?
Er zeigte in die Richtung von Sara und Marcus.
Leo: Wieso sollte ich?
Noah: So wie du Marcus anschaust?
Leo: Ich bin nicht eifersüchtig!
Noah: Sicher?
Fragte er schmunzelnd.
Leo: Na gut, vielleicht ein bisschen.
Noah: Ein bisschen?
Lachte er jetzt.
Leo: Okay, okay. Vielleicht auch ein bisschen sehr.
Noah: Weiß er es?
Ich schüttelte den Kopf.
Noah: Warum nicht?
Leo: Weil er eine Freundin hat?
Noah sagte darauf nichts mehr. Ich hatte meine Cola leer und auch Noah war fertig mit seinem Getränk.
Noah: Willst du noch mal was? Ich hole mir nämlich noch mal etwas.
Leo: Bringst du mir ein Bier?
Noah: Bist du dir sicher? Ich mein, es ist deine Entscheidung, aber du trinkst doch eigentlich nichts.
Leo: Ich bin mir sicher.
Noah: Okay, wenn du meinst.
Er ging los und brachte mir ein Bier. Sich selbst hatte er etwas alkoholfreies geholt, ich wusste aber nicht was. Für das, dass ich noch nie Bier getrunken hatte, schmeckte es gar nicht so schlecht.
Noah: Hey, wenn du Abstand von Marcus möchtest, dann kannst du gerne die nächsten ein bis zwei Nächte bei mir schlafen.
Leo: Danke.
Wir redeten noch etwas, bis wir beide leer hatten. Dann beschloss Noah heim zu gehen. Bevor er ging, schaute er mich noch mal fragend an.
Noah: Willst du mit?
Ich schaute noch mal kurz zu Marcus und Sara und nickte dann. Als wir bei Noah ankamen, schloss er die Tür auf. Es war zwar schon sehr spät, aber so wie es aussah, waren wir alleine.
Leo: Wo sind deine Eltern?
Noah: Wahrscheinlich bei den Nachbarn, aber die kommen bestimmt auch bald heim.
Wir gingen in sein Zimmer, und ich setzte mich auf sein Bett.
Noah: Müde?
Ich nickte.
Noah: Du kannst dich gerne schon mal hinlegen. Ich gehe noch duschen. Wenn du willst, in dem Schrank unten drin, müsste eine Jogginghose sein, die dir passen könnte.
Leo: Danke.
Noah ging ins Bad und ich zog mir schnell die Jogginghose an. Die passte eigentlich ganz gut. Sie musste Noah schon lange zu klein sein, da er über einen Kopf größer war als ich. Ich legte mich dann auf sein Bett und merke, wie ich immer müder wurde und mir langsam die Augen zu fielen. Bis ich eingeschlafen war.

Let me be your boyfriendWo Geschichten leben. Entdecke jetzt