Den ganzen Tag lag ich in meinem Bett und starrte die Decke an. Ich hatte nicht mal die Kraft um in Leos Zimmer zu gehen. Inzwischen hatten wir schon 18:42 Uhr. Es klopfte an meiner Tür.
Marcus: Ja?
Leo kam rein. Er sah müde aus.
Leo: Hey.
Marcus: Hey.
Leo: Warum bist du heute nicht rüber gekommen?
Marcus: Keine Ahnung.
Er sah mich verwirrt an und setzte sich auf mein Bett.
Leo: Wie war's in der Schule?
Marcus: Ich war nicht.
Leo: Was meinst du damit?
Ich erzählte ihm, was passiert war. Er nahm mich in den Arm.
Leo: Ich liebe dich.
Marcus: Ich liebe dich auch.
Wir schliefen beide Arm in Arm ein, obwohl wir beide noch kein Abendessen hatten.
Am nächsten Tag wachte ich auf und schaute auf die Uhr. Es war schon 10:30 Uhr. Aber heute war erst Mittwoch. Ich musste doch zur Schule? Warum hatte Mama mich nicht geweckt? Vorsichtig schob ich Leo von mir runter und stand auf. Ich suchte Mama und fand sie in der Küche.
Marcus: Mama? Warum hast du mich nicht geweckt?
Mama: Weil du nicht zur Schule gehst. Du bleibst diese Woche daheim.
Marcus: Okay.
Ich ging wieder in mein Zimmer. Als ich die Türklinke runter drückte, spürte ich einen stechenden Schmerz in meiner linken Hand. Vor Schmerz verzog ich das Gesicht. Ich machte die Tür mit der anderen Hand auf und legte mich wieder zu Leo. Er wachte auf.
Leo: Wo warst du?
Marcus: Nur kurz unten bei Mama.
Leo: Was ist mit Schule?
Marcus: Mama hat gesagt, ich gehe diese Woche nicht und so wie du aussiehst, gehst du auch nicht.
Leo: Okay.
Marcus: Leo?
Leo: Ja?
Marcus: Was würdest du sagen, wenn Tinus und ich wieder anfangen zu singen?
Leo: Was ist mit den Panikattacken?
Marcus: Ich hab niemanden mehr außer dich, den ich verlieren könnte und du kannst vielleicht mit.
Leo: Du willst also weglaufen?
Marcus: Kann sein.
Leo: Wenn es dich glücklich macht, warum nicht.
Marcus: Ich hab dich lieb.
Leo: Ich dich auch.
Er legte seinen Kopf auf meine Brust und machte die Augen zu.
Marcus: Ich hab Angst.
Leo hob seinen Kopf und sah mich an.
Leo: Wovor?
Marcus: Vor Tim und Ben.
Leo: Die werden dir nichts mehr tun.
Marcus: Das sagst du so einfach.
Leo: Nein, ich passe auf dich auf.
Er legte sich auf den Rücken und zog mich zu sich. Ich legte meinen Kopf auf seine Brust. Er strich mir mit seiner Hand durch die Haare. Ich machte die Augen zu.
Zeitsprung ein paar Stunden:
Annes Sicht:
Marcus kam seit heute Morgen nicht mehr runter. Kjell und ich aßen etwas in der Küche. Emma und Tinus waren bei Freunden und Leo schlief. Marcus hatte nicht geantwortet, als ich nach ihm rief.
Kjell: Ich geh mal nach Marcus schauen.
Anne: Okay. Wenn er wach ist, soll er runterkommen. Er muss was essen.
Kjell: Okay.
Kjells Sicht:
Ich lief die Treppe hoch und ging in Marcus sein Zimmer. Es war leer. Verwirrt ging ich in Leos Zimmer, aber dort war er auch nicht. Schnell lief ich ins Bad, ich suchte im ganzen Haus, aber er war nicht da.
Anne: Hast du geschaut, ob seine Schuhe und Jacke noch da sind?
Im Flur schaute ich nach, aber die Sachen waren weg.
Kjell: Ich geh mal schauen, ob er am Fluss ist.
Anne: Okay.
Ich lief nach draußen und ging an den Fluss. Als ich am Fluss entlang ging, sah ich ihn nicht. Aber an einer Stelle ging es runter zum Fluss und dort war noch mal ein Stück Wiese. Ich ging runter und sah, dass Marcus in Gras saß.
Kjell: Marcus?
Er drehte sich zu mir um.
Kjell: Wir haben uns Sorgen gemacht. Was machst du hier?
Marcus: Sorry. Ich hab nur mal frische Luft gebraucht.
Kjell: Wie geht es dir?
Marcus: Geht schon.
Kjell: Und wie geht es deiner Hand?
Marcus: Tut noch weh, aber ist nicht mehr so schlimm.
Ich setzte mich zu ihm und umarmte ihn.
Marcus: Danke.
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Let me be your boyfriend
FanfictionMarcus hat das Leben auf der Bühne und in der Öffentlichkeit langsam satt. Aber er kann doch seinen Bruder nicht einfach im Stich lassen? Was in seinem Leben alles passiert und wer ihm in dieser Zeit zur Seite steht erfahrt ihr hier.