Leute das Kapitel ist irgendwie so deep.
Ich hoffe es gefällt euch.🌸
Am nächsten Morgen wachte Flavia auf, als der erste schwache Lichtstrahl des Tages durch das Fenster drang und das dunkle Zimmer in ein trübes Grau tauchte. Sie lag in einem fremden Bett, das sie weder gewählt noch gewollt hatte. Ihre Gedanken waren noch wirr von der Nacht, von den Ereignissen, die sie fast nicht mehr zu verstehen schien. Das einzige, was sie klar wusste, war, dass sie hier nicht hingehörte. Und das wusste sie schon, als sie am Vorabend in das Gebäude getreten war.
Sie drehte sich auf die Seite und starrte auf die Uhr. Es war noch früh, viel zu früh für den Tag, der vor ihr lag. Der Schock von gestern hallte noch nach, und sie konnte nicht genau benennen, warum sie sich plötzlich so leer fühlte. Warum diese ständige Spannung in ihrem Inneren nicht nachliess, sondern immer weiter wuchs.
Flavia hatte viele Aufträge in ihrem Leben angenommen. Sie war Spionin, Attentäterin, hatte unter dunklen Bedingungen gearbeitet und viele Geheimnisse ihrer Auftraggeber ergründet. Sie hatte mit dem Tod gespielt, als ob er nur ein weiterer Spieler in einem Spiel war, das sie selbst erfunden hatte. Doch dieser Auftrag, dieser verdammte Auftrag, war anders.
Sie sollte Alex Rodriguez töten.
Es war der einfachste Auftrag, den sie je erhalten hatte, zumindest dachte sie das. Er war ein Ziel, ein Mann, den die anderen aus dem Weg haben wollten. Ein Mann, der genauso grausam war wie die Welt, in der er lebte. Aber sie hatte nicht mit der Realität gerechnet, als sie ihm zum ersten Mal begegnete.
In der Nacht hatte sie sich in einem Moment der Schwäche gefragt, ob sie es überhaupt noch wollte. Und das war es, was ihr am meisten Angst machte. Sie war nie eine, die von Gefühlen und moralischen Fragen beeinflusst wurde. Sie wusste, was sie tat, und sie wusste, wie man solche Aufträge erledigte. Aber dieser Mann, dieser Alex – er brachte sie aus dem Gleichgewicht. Sie hatte sich in diesem Moment von ihm nicht angegriffen gefühlt, sondern fast... verstehen können. Sie wollte nicht, dass das wahr war, aber die Zweifel nagten an ihr.
„Warum bist du noch hier?", murmelte sie, als sie sich aus dem Bett schälte und in die Küche ging, um etwas zu trinken. Ihre Hände zitterten leicht. Sie griff nach einem Glas, füllte es mit Wasser und starrte in den klaren Inhalt. Ihr Spiegelbild in der Glasscheibe verriet ihr, dass sie eine Entscheidung treffen musste. Eine Entscheidung, die sie möglicherweise nie wieder rückgängig machen konnte.
Die Tür öffnete sich, und Alex trat ein. Er hatte das gleiche gleichgültige Gesicht wie immer, als er sie ansah. Doch in seinen Augen lag diesmal etwas anderes – ein gewisses Mass an Abwarten. Er erwartete nichts, aber irgendwie war er doch da, als wollte er etwas von ihr.
„Du bist früh wach", sagte er, die Stimme ruhig und ohne jedes Anzeichen von Überraschung.
Flavia drehte sich um und starrte ihn an. Sie hatte immer gewusst, dass er sie beobachten würde. In jeder Situation. Das war das Spiel, das er mit ihr spielte – und sie war zu müde, es noch länger zu spielen.
„Ich dachte, du würdest vielleicht gehen", sagte sie, ihre Stimme scharf und zugleich schwach. „Ich dachte, du bist nicht der Typ, der sich länger mit irgendjemandem aufhält."
„Du solltest wissen, dass das nicht der Fall ist", antwortete er, wobei er sich aufrecht stellte und sie ausdruckslos anstarrte. „Ich habe keine Absicht, dich zu verjagen, wenn du nicht gehen willst."
„Also was willst du?", fragte Flavia, ihre Worte etwas schärfer, als sie beabsichtigt hatte. Sie musste sich beherrschen, das wusste sie. Doch die Zerrissenheit, die in ihr tobte, machte es schwer.
„Es geht nicht um das, was ich will", antwortete er ruhig. „Es geht darum, dass du nicht einfach so verschwinden kannst. Du hast dich in eine Welt verirrt, die du nicht verstehst."
Flavia trat einen Schritt zurück. Ihre Gedanken rasten. Was meinte er mit „du hast dich verirrt"? Warum hatte sie das Gefühl, dass er sie entlarven konnte? Sie hasste es, diese Unsicherheit zu spüren. Sie hasste es, dass dieser Mann sie in irgendeiner Weise aus dem Konzept bringen konnte. „Du weisst gar nichts von mir", zischte sie, als sie den Blick von ihm abwandte.
„Ich weiss genug, um zu wissen, dass du dich selbst belügst", sagte er, seine Worte trafen sie wie ein Schlag, obwohl er ruhig und gleichgültig klang.
Flavia schloss für einen Moment die Augen. Sie wollte nicht über die Wahrheit nachdenken. Nicht jetzt. Nicht in diesem Moment. Aber sie konnte sich nicht helfen. Sie hatte einen Auftrag, den sie ausführen sollte – und dieser Auftrag beinhaltete nicht das Zögern. Nicht das Hinterfragen. Und auf einmal fragte sie sich, ob sie sich immer noch treu war.
„Du bist immer noch nicht gegangen", sagte sie schliesslich, ihre Stimme leiser. Sie wusste, dass ihre Worte nicht wie eine Aufforderung klangen, sondern eher wie eine Entschuldigung. Ein Versuch, sich selbst zu beruhigen. Ihre ganze Welt hatte sich innerhalb weniger Tage verändert, und sie konnte es nicht begreifen.
„Ich bin immer noch hier", antwortete er, „weil du es noch nicht beenden kannst."
Flavia trat einen Schritt näher und betrachtete ihn mit schmalen Augen. „Ich habe es nie vorgehabt, zu bleiben. Du bist nicht der, für den du dich ausgibst, Rodriguez. Aber du wirst noch merken, wie es ist, wenn du derjenige bist, der in ein Spiel verwickelt wird, das er nicht kontrollieren kann."
Ihre Worte klangen mehr wie eine Drohung, als sie beabsichtigt hatte. Doch der Gedanke, ihn zu töten, liess sie nicht los. Sie konnte es nicht vergessen. Der Auftrag war immer noch da. Doch etwas in ihr blockierte den letzten Schritt. Sie war sich nicht sicher, was es war. Vielleicht war es die Art, wie er sie ansah, als würde er ihre Gedanken lesen können. Vielleicht war es der Moment, als er ihr nicht die Rache brachte, die sie erwartet hatte, sondern nur einen weiteren Schlag der Realität.
„Es tut mir leid, dass du das denkst", sagte er schliesslich. „Aber es gibt immer mehr als nur das, was du siehst. Du bist mehr als nur deine Vergangenheit, Flavia. Du hast die Wahl."
„Die Wahl?" Ihre Stimme war kaum mehr als ein Hauch. Sie konnte ihn nicht mehr ansehen, ohne dass ihr Herz schneller schlug. „Die Wahl, dich zu töten? Oder die Wahl, mich von dir manipulieren zu lassen? Was für eine Wahl ist das?"
„Es ist die Wahl, sich selbst zu finden", sagte er leise, fast wie ein Geheimnis.
Flavia sah ihn an, die Wut in ihren Augen hatte sich zu etwas anderem verwandelt. Irgendetwas, das sie nicht definieren konnte. Und in diesem Moment wusste sie, dass sie sich für etwas entscheiden musste. Nicht für ihn, nicht für den Auftrag – sondern für sich selbst.
„Du hast keine Ahnung", flüsterte sie, ihre Stimme zittrig, „was du mir antust."
Doch es war kein Vorwurf mehr. Es war die Erkenntnis, dass sie längst tief in diesem Spiel verstrickt war – und vielleicht gab es kein Zurück mehr.
Was hält ihr von dem Buch?
Ich weiss komischer Abbruch des Kapitel's.
Voten und kommentieren nicht vergessen🌸
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Mafia dances
RomanceEine Geschichte über Rivalisierende Mafias eine Zwangshochzeit und Fakedating. Also eine ganz normale Lovestory oder? Flavia Rousso hat keinen anderen Ausweg: Um ihre Familie zu retten, wird sie an Alex Rodriguez, einen gefürchteten Mafia-Boss, verk...
