Kapitel 20 Flavia

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Heute gibt es leider nur ein kurzes Kapitel.🌸

Ich versuche, mich aus dem Bett zu quälen, als mir plötzlich schwindelig wird. Mein Kopf fühlt sich an, als würde er in tausend Stücke zerbrechen. Ein stechender Schmerz zieht sich durch meine Schläfen, als würde sich jede Pore meines Körpers gleichzeitig zusammenziehen. Meine Hände klammern sich an die Bettkante, um nicht zu fallen. Wie viel habe ich eigentlich getrunken? Warum fühle ich mich so elend? Als ich die Augen öffne, wird mir noch immer schlecht. Der Raum scheint sich um mich zu drehen.

Langsam schaffe ich es, mich aufzusetzen. Doch jeder Versuch, meine Beine über die Bettkante zu schwingen, lässt mein Kreislaufsystem rebellieren. Das Gefühl der Übelkeit steigt, und ich halte mir den Kopf. Mein Nacken ist steif, und der Schmerz in meinem Kopf ist fast unerträglich. Der Gedanke, aufzustehen, scheint unmöglich, aber ich muss. Ich muss raus.

Ich zwinge mich, ins Badezimmer zu gehen. Jeder Schritt fühlt sich wie ein kleines Abenteuer an. Als ich die Tür hinter mir schliesse, lehn ich mich an die Wand und schliesse die Augen, um den Raum wieder zur Ruhe zu bringen. Ich kann die Bewegung immer noch spüren, selbst wenn ich mich nicht bewege. Der Kopf dröhnt, aber der Gedanke an den anstehenden Anruf lässt mich weiterkämpfen.

Es dauert eine Weile, bis ich mein Telefon finde. Mit zittrigen Händen wähle ich die Nummer meines Bruders. Als er abnimmt, atme ich einmal tief durch. Ich kann nicht sagen, wie elend es mir gerade geht. Aber ich muss ihm einfach alles erzählen.

„Hey, Flavia, alles gut? Geht es dir gut?", fragt Henry sofort besorgt.

„Ja, mir geht es gut...", antworte ich, aber meine Stimme zittert. Ich habe Kopfschmerzen, aber auch das Gefühl, mich selbst zu verlieren. „Habe nur etwas Kopfschmerzen, es ist... nur..."

„Es ist nur was?", fragt er nach, etwas genervt.

„Es ist nur... ich will das nicht mehr machen", gebe ich kleinlaut zu, und der Schmerz in meinem Kopf wächst mit jedem Wort.

„WAS, WARUM???" Henry klingt enttäuscht und besorgt zugleich. „Hast du nichts herausgefunden?"

„Doch... aber... ich weiss nicht", sage ich, obwohl ich die Antwort schon kenne. Ich will auflegen, aber ich kann nicht. Wer spricht hier überhaupt gerade? Bin ich noch Flavia, die Mafiaprinzessin, oder schon Flavia Rodriguez, die sich selbst immer wieder in diese verworrenen Beziehungen hineinzieht?

„Flavia, was soll das?" hört sich in seiner Stimme ein Hauch von Verwirrung an.

„Ich habe genug davon, dass ihr denkt, er ist ein dummes Arschloch, der nichts kann und mir blind vertraut", gebe ich zu. Ein Teil von mir fühlt sich erleichtert, endlich ehrlich zu sein. Aber der andere Teil ist verängstigt, weil ich gerade die einzige Person, die mir noch vertraut, enttäuscht habe. „Und jetzt ist er nicht mehr der, den ich dachte."

„Und du hast uns hintergangen? Was denkst du, was du dir damit aufbürdest?" Seine Stimme klingt so verletzt, dass es mir beinahe das Herz bricht.

„Ich wollte es nicht, aber... ich hatte keine Wahl", murmle ich, und plötzlich spüre ich, wie sich der Druck in meiner Brust erhöht. Ich will einfach nur auflegen und diesen Moment vergessen, aber ich weiss, dass ich es nicht kann. Ich habe das Gefühl, ein unlösbares Chaos verursacht zu haben.

„Flavia!", ruft er, als würde er mich zum Aufgeben auffordern. „Warum tust du das?"

„Weil ich nicht mehr weiter weiss!" schreie ich, als Tränen in meinen Augen aufsteigen. Ich lege einfach auf. Der Schmerz in meinem Kopf, der Schmerz in meiner Brust - es ist alles zu viel.

Alex POV:

Ich wache auf, als ich Stimmen aus dem Badezimmer höre. Meine Augen öffnen sich, aber der Moment, in dem ich Flavia erneut höre, löst einen seltsamen Knoten in mir aus. Ich stehe auf, ziehe mir ein Hemd an und gehe zum Türrahmen, um zu lauschen.

„Er ist ein dummes Arschloch, der nichts kann und mir blind vertraut", höre ich sie sagen, und der Satz trifft mich wie ein Schlag ins Gesicht. Der Schmerz, der in meinem Magen wächst, ist nicht der gleiche, den ich erwartet habe. Ich dachte, ich würde wütend werden, vielleicht sogar auf sie losgehen. Aber stattdessen spüre ich nur Enttäuschung, die sich immer weiter in meinen Körper hineinfressen will.

„Was zum Teufel?" frage ich in einem Flüsterton, mehr zu mir selbst als zu ihr. Ich kann es kaum fassen. Ist das die Wahrheit? Ich hatte sie für jemand Besonderes gehalten, jemanden, dem ich vertrauen könnte. Ich dachte wirklich, sie wäre anders.

Flavia kommt aus dem Badezimmer und sieht mich an. Ihre Augen sind müde, ihre Züge von einer Dunkelheit geprägt, die sie noch nie gezeigt hat. Es macht mich wütend, aber auch traurig, irgendwie hilflos.

„Es ist nicht so, wie es aussieht", versucht sie zu erklären, aber ich will nichts hören. Ich bin so enttäuscht, dass ich ihre Worte nicht ertragen kann.

„Geh mir aus den Augen, ich will dich nie wiedersehen!" schreie ich, obwohl ich weiss, dass es nicht nur die Wut ist, die mich antreibt. Es ist der Schmerz. Die Enttäuschung. Wie konnte sie mir nur das antun? Ich dachte, sie wäre die Ausnahme.

„Lass es mich wenigstens erklären", bittet sie, doch ich will ihr nicht mehr zuhören. Es gibt nichts, was sie mir jetzt noch sagen kann.

„Geh!!" brülle ich und drehe mich von ihr weg. Ihre Schritte hallen durch den Raum, und ich höre, wie sie die Tür hinter sich zuschlägt. Es ist mir egal, wo sie hingeht, und es ist mir egal, was sie tut.

Etwas später...

Die Bar, in der ich mich finde, ist laut, und der Alkohol hat seine Wirkung auf mich. Ich kann kaum noch klar denken, aber irgendwie fühlt sich die Musik gut an. Ich brauche einen Ausweg, irgendetwas, das mich von Flavia ablenkt. Alles, was ich will, ist vergessen. Ich will diesen Schmerz aus meinem Kopf vertreiben, also gehe ich zu einer Brünette, die mich anlächelt. Sie ist hübsch, aber irgendwie auch leer in meinen Augen.

Ich ziehe sie mit mir in eines der Zimmer. Sie tut, was ich von ihr erwarte, als würde sie wissen, dass sie nichts anderes ist, als ein Ablenkung. Ihre Kleider fallen zu Boden, und als sie ruhig auf dem Bett liegt, lehne ich mich über sie. Doch irgendetwas stimmt nicht. Ich spüre nichts. Kein Verlangen. Kein Interesse.

Ich drehe sie um und versuche, in den Moment zu finden, aber da ist nichts. Der Alkohol hilft nicht. Nichts hilft. Ich habe es versucht, wirklich. Aber Flavia ist immer noch in meinem Kopf. Es ist, als könnte ich sie nicht loswerden. Ihre Augen, ihr Lächeln, die Art, wie sie mich angesehen hat, als sie von mir gegangen ist - sie verfolgen mich.

Ich lasse von der Brünette ab. Es ist mir alles zu viel. Sie kann mir nicht helfen. Niemand kann mir helfen.

Etwas später...

Als ich zu Hause ankomme, ist es still. Kein Lärm, keine Stimmen. Kein Flavia. Und irgendwie fühlt sich diese Stille mehr wie eine Strafe an. Eigentlich sollte ich froh sein, aber ich bin es nicht. Die Ruhe fühlt sich nicht wie Frieden an. Es fühlt sich eher wie eine Leere an, die mich umhüllt.

Ich taumle die Treppe hinauf, als Jessica mir entgegenkommt. Sie sieht verschwitzt aus, als hätte sie gerade Sex gehabt, und das Bild lässt mich noch mehr in mir zusammenfallen.

„Alex, was ist passiert? Und wo ist Flavia?", fragt sie besorgt, und ich kann den Hauch von Mitleid in ihrer Stimme hören. Es ist ein Schmerz, den ich nicht ertragen kann.

„Weg. Sie hat uns hintergangen", antworte ich trocken. In mir fühlt es sich an, als würde mein Herz in Stücke reissen. Aber ich sage nichts, weil ich nicht will, dass sie sieht, wie sehr mich das Ganze zerstört.

„Was? Das glaub ich nicht! Sie hat dich geliebt!", sagt Jessica, und ihre Worte treffen mich wie ein Schlag. „Es tut mir leid, aber das ist nicht wahr. Sie hat mich nur benutzt", antworte ich bitter. Doch tief in meinem Inneren frage ich mich, ob das wirklich stimmt. Hat sie mich wirklich geliebt, oder hat sie nur das getan, was ihr Vater von ihr verlangte?


Leute von 1-10 wie sehr is euer Herz gerade gebrochen??

Grüsschen

Malia🌸

Mafia dancesGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt