Kapitel 25 Alex

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Neues Kapitel ist da!!!🌸

Als sie die Augen öffnete, war da etwas in ihrem Blick, das mich sofort erstarren liess. Es war keine Freude, kein Lächeln - nur eine stille Angst, die sich in ihren Zügen festgesetzt hatte. Sie wich zurück, als ob sie ein unsichtbares Hindernis spürte, und zog die Bettdecke bis über ihre Knie. Für einen Moment sah es aus, als wäre sie wieder an einem ganz anderen Ort, in einem Albtraum gefangen. Es war nicht die Angst vor mir, das wusste ich, sondern die Angst vor dem, was sie durchgemacht hatte. Sie dachte, sie sei immer noch im Keller, immer noch in dieser grausamen Dunkelheit. Und in diesem Moment fühlte es sich an, als würde sie mich wieder zum ersten Mal sehen. Als würde alles, was wir bisher geteilt hatten, plötzlich nicht mehr existieren.

Es war, als müssten wir uns einander neu entdecken - ich, der sie retten wollte, und sie, die sich immer noch von den Schatten ihrer Vergangenheit quälte. Ihre Angst brannte sich in mich ein, lähmte mich. Ich hatte gehofft, ihr Sicherheit zu geben, hatte gehofft, dass unsere Nähe sie beruhigen würde. Doch in ihren Augen las ich nichts als diese unausgesprochene Panik. Es fühlte sich an, als wäre ich derjenige, der jetzt lernen musste, Geduld zu haben. Und ich wusste, dass es der einzige Weg war, weiterzukommen.

Später, als die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster drangen, schien sich etwas in ihr zu verändern. Ihre Miene lockerte sich, die Härte wich aus ihrem Gesicht und ihre Züge wurden weicher. Sie schaute sich um, dann sah sie mich an, und ihre Augen - diese leuchtend blauen Augen - begannen zu flimmern, als ob sie wieder ins Leben zurückkehrte. Es war fast so, als würde sie endlich erkennen, dass sie nicht mehr in diesem Albtraum gefangen war, sondern in einem Raum der Sicherheit, einem Raum, den ich ihr bieten wollte.

„Lada", flüsterte ich, als sich der Knoten in meinem Hals löste. „Ich liebe dich." Die Worte kamen aus mir heraus, als wären sie schon immer da gewesen, als wären sie nie zuvor von meinen Lippen zu weichen gewagt. Ich liebe dich - mit jedem Teil von mir, mehr als gestern, aber weniger als morgen. Ich wusste es schon lange, doch mein Verstand hatte nie zugelassen, dass ich es akzeptiere. Ich brauchte sie. Und irgendwann hatte ich auch begriffen, dass ich sie liebte. Aber es war nicht nur Liebe. Es war eine Sehnsucht, die tief in mir brannte, etwas, das weit über einfache Worte hinausging. Ich fühlte, dass ich alles geben würde, um sie zu schützen, um ihr zu zeigen, dass sie nicht mehr alleine war.

„Ich... ich brauche dich", flüsterte ich noch leiser. Die Worte fühlten sich verletzlich an, aber ich wusste, dass ich sie sagen musste. Sie war der einzige Mensch, der mich von den inneren Dämonen befreien konnte, der mir das Gefühl gab, dass ich auch etwas Gutes in mir hatte. Doch dieses Gefühl von Abhängigkeit, dieses Eingeständnis, dass ich sie brauchte, machte mich unsicher.

„Ich liebe dich auch", sagte sie dann, mit einer Stimme, die fast zögerlich war. Doch in ihren Augen war es anders. Da war keine Unsicherheit mehr, keine Angst. In ihren Augen war ein zartes Lächeln, als sie die Worte aussprach: „Aber du bist auch ein Idiot."

Ich lachte leise, als die Schwere in meiner Brust sich endlich löste. Diese Worte - sie waren für mich mehr als nur ein Ausdruck von Liebe. Sie waren ein Versprechen, ein Zeugnis der Zuneigung. Denn wie sie es sagte, wie ihre Lippen sich bewegten, das war es, was mich immer wieder verzaubern würde. Ich wusste, dass ich mich immer an diesen Moment erinnern würde, an jedes Wort, an jede Geste.

Die Tage vergingen, doch sie war weit davon entfernt, sich wirklich zu erholen. Sie hatte kaum die Kraft, sich aus dem Bett zu quälen, geschweige denn sich um sich selbst zu kümmern. Es war, als ob der Schmerz, den sie erlebt hatte, noch immer in ihr war, als ob er sie von innen auffrass. Ich konnte nichts anderes tun, als bei ihr zu bleiben, ihr beizustehen, in der Hoffnung, dass es ihr irgendwann besser gehen würde.

Ich entschied, ihr zu helfen, auch wenn sie es nicht wollte. Ich wusste, dass sie ihre Unabhängigkeit liebte, doch ich konnte nicht tatenlos zusehen, wie sie sich weiter in sich selbst verlor.

„Du musst das nicht tun", sagte sie schwach, als ich ihr half, sich aufzusetzen. Ihre Stimme klang müde, aber in ihren Augen konnte ich diese widersprüchliche Mischung aus Widerstand und Dankbarkeit sehen. „Ich kann das alleine."

„Ich weiss, dass du das kannst", antwortete ich, während ich sie vorsichtig stützte. „Aber du musst das nicht mehr alleine durchstehen. Du bist nicht allein. Ich bin hier, und ich werde immer hier sein."

Meine Worte waren sanft, fast wie ein Versprechen, das ich niemals brechen wollte. Und ich wusste, dass es das Wichtigste war, was ich ihr geben konnte. Denn was immer auch kam, ich würde für sie da sein. Für immer.

Es gab so viele Dinge, die ich ihr noch sagen musste, so viele Gespräche, die wir noch führen mussten. Doch ich wusste, dass jetzt nicht der richtige Moment war. Ich konnte ihre Ängste nicht einfach mit Worten vertreiben. Sie musste selbst bereit sein, sich ihren Dämonen zu stellen, und ich würde an ihrer Seite stehen, egal was passierte.

„Wusstest du, dass Henry dafür verantwortlich war?" fragte sie plötzlich, und ihre Stimme klang bitter. Ihre Augen waren kalt, von Enttäuschung und einem Schmerz durchzogen, den ich kaum fassen konnte.

„Ja", flüsterte ich. Ich wusste es, aber es fühlte sich nicht richtig an, all das jetzt zu erklären. Es war zu viel, und sie war noch nicht bereit, all das zu hören. Ich brauchte Zeit, um ihr zu helfen, die Wahrheit zu verarbeiten, aber ich konnte nicht anders, als mit ihr darüber zu sprechen, wenn die Zeit reif war.

„Es tut mir leid", sagte ich schliesslich. Es war das Einzige, was ich in diesem Moment wirklich sagen konnte. Sie hatte so viel durchgemacht. Ich konnte nicht ergründen, was sie alles ertragen hatte. Aber ich wusste, dass ich sie niemals alleine lassen würde. Ich würde alles tun, um sie zu beschützen, damit sie irgendwann wieder die Kontrolle über ihr Leben zurückbekommen konnte.

Und dann, als der Tag sich dem Ende neigte und die Dunkelheit langsam zurückkehrte, wusste ich, dass wir noch einen langen Weg vor uns hatten. Aber zusammen - zusammen konnten wir alles überwinden.


Wie fandet ihr es?

War es verständlich geschrieben?

Grüsschen

Malia🌸

Mafia dancesGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt