Kapitel 23 Flavia

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Kurzes Kapitel Leute!!! Sie werden ab jetzt wieder etwas länger.🌸

„Victor, die Lagerhallen sind still. Zu still. Unsere Männer antworten nicht mehr", sagt der grosse, blasse Mann, der trotzdem eine unheimliche Kälte ausstrahlt.
„Dann geht nachschauen!", brüllt Victor und macht eine abwehrende Handbewegung, die den blassen und den dürren Mann anweist, das Ganze zu überprüfen. Die Worte sind kaum verklungen, da bewegen sich die beiden, fast synchron, ohne ein weiteres Wort zu verlieren, den düsteren Kellergang entlang. Ihre Schritte hallen durch die leeren Flure, und das Geräusch klingt unheimlich in der Stille, die sich wie ein Schatten über alles gelegt hat.

Ich höre erneut Schüsse, gefolgt von Schreien. Doch in mir regt sich keine Angst. Es ist mehr eine tiefe, lähmende Schwäche, die mich erfüllt. Meine Wunden schmerzen. Die Schnittwunden an meinen Armen und die noch immer blutende Schusswunde am Bauch, die mit einer notdürftigen weissen Bandage bedeckt ist, reissen immer wieder auf, wenn ich mich zu viel bewege. Aber es ist nicht der Schmerz, der mich niederdrückt. Nein, das ist er nicht. Schmerz habe ich schon als Kind gekannt. Mein Leben war nie einfach. Die düsteren Erinnerungen an jene Zeit sind tief in mir verankert - an die vielen Nächte, in denen ich mich alleine fühlte. Doch es war Henry, der mir half, einen Ausweg zu finden. Er zog mich aus den dunklen Tiefen und half mir, die Schatten zu vertreiben. Ich dachte, er wäre derjenige, der mich retten könnte.

Aber jetzt? Jetzt hat sich alles gewendet. Henry, mein Retter, ist derjenige, der mir den Boden unter den Füssen wegzieht. Es musste so kommen. Die Person, die dich heilt, ist auch die, die dich zerstören kann. Und Henry, er hatte all das, was ich nie hatte. Eine Kindheit ohne die ständige Angst. Einen Vater, der ihn liebte, ohne dabei ständig an unsere Mutter zu denken, ohne diese ständigen, erdrückenden Erwartungen. Henry hatte nie diesen jahrelangen, grausamen Drill. Er wurde nie so zermürbt wie ich. Und jetzt will er meinen Platz einnehmen. Einfach so. Ohne den Schmerz, ohne die Opfer, ohne das, was es bedeutet, wirklich zu kämpfen. Er wird bald erkennen, dass ich nicht so leicht zu besiegen bin.

Ich höre eine Tür aufgehen. Ein metallisches Quietschen, das durch die Stille schneidet. Und dann stürmen mehrere Männer mit schwarzen Sturmmasken herein. Sie sind so präzise und eingespielt, als hätten sie jahrelang zusammen gekämpft. Ihre Bewegungen sind synchron, fast wie die einer gut geölten Maschine. Sie überwältigen Victors Männer in wenigen Augenblicken, drängen sie zu Boden, ohne dass diese wirklich eine Chance hätten, sich zu wehren. Der erste, der den Raum betritt, zieht meine Aufmerksamkeit auf sich. Er hat wunderschöne Augen - stechend, fast unheimlich - die vor Wut brennen, aber gleichzeitig voller Fokus sind. Es ist, als ob er genau weiss, was er zu tun hat, als ob er die Kontrolle über alles und jeden hat. Er gibt seinen Männern ein knappen Befehl und deutet an, dass sie sich um die anderen kümmern sollen. Der Blick, den er mir zuwirft, ist vielsagend, aber auch unpersönlich. Es ist nicht der Blick eines Feindes, der mich töten will. Es ist der Blick eines Mannes, der mich als Teil eines Spiels sieht - ein Spiel, das ich nicht gewinnen kann.

Ich spüre, wie meine Augen schwer werden. Alles um mich herum verschwimmt, und das Dröhnen meines eigenen Herzschlags wird immer leiser, bis es schliesslich verstummt. Ich versuche, mit allem, was noch in mir steckt, wach zu bleiben. Aber die Dunkelheit, die mich umgibt, zieht mich gnadenlos in ihren Bann. Die letzten Bilder in meinem Kopf sind verschwommen, ein Kaleidoskop aus Erinnerungen, Gefühlen und Eindrücken. Doch dann wird alles schwarz.


Naaaa, was denkt ihr?

Findet ihr es sehr kurz?

Grüsschen 

Malia🌸


Mafia dancesGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt