Kapitel 24 Alex

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Neues Kapitle!!! TW an dieser Stelle 🌸

Als wir die Einfahrt zur Lagerhalle erreichen, sehe ich den weissen Wagen des Fabia schon von weitem, den sie mitgenommen hat. Ein kaltes Gefühl kriecht in mir hoch, und ich kann die Scham kaum ertragen, die sich wie ein schwerer Mantel um mich legt. Warum habe ich das nicht früher bemerkt? Warum habe ich es zugelassen, dass es so weit kam? Meine Mafia sollte dieses Land beherrschen, und ich sollte an der Spitze stehen. Aber jetzt? Jetzt habe ich den einen Fehler gemacht, der alles gefährden könnte. Vor allem aber hätte ich Flavia beschützen müssen. Ich habe sie in diese Situation gebracht. Und Victor hat es jetzt noch schlimmer gemacht. Durch diesen dummen Akt weiss wahrscheinlich ganz Russland, dass ich leicht zu täuschen bin. Ich muss ihn töten. Nicht nur, weil er mich herausfordert. Sondern auch, um ein Zeichen zu setzen. Zu zeigen, dass ich nicht weich geworden bin.

Ich habe meinen Weg aus über 30 Männern gekämpft, habe Zerstörung hinterlassen, und doch... die Frage bleibt: Was ist mit Flavia? Ich habe ihr versprochen, nicht mehr zu töten, und dennoch stehe ich hier, vor Victor, dem Mann, der meine eigene Blutlinie teilt. Mein Bruder. Dieser Gedanke ist fast zu viel für mich. Doch ich beschliesse, der Wut nicht nachzugeben. Ich darf nicht so werden wie er.

„James", sage ich mit einer Stimme, die kälter klingt als ich mich fühle. „Du weisst, was mit ihm zu tun ist. Vor ihr erschiesse ich keinen." Es tut weh, diesen Satz zu sagen, aber ich kann meine Wut nicht einfach loswerden. Stattdessen hebe ich Flavia vorsichtig auf, schliesse sie in meine Arme und drehe mich um. Sie muss raus. Sie muss sicher sein, auch wenn es mein eigenes Leben kostet, sie zu retten. Denn mein Leben hängt untrennbar von ihr ab. Ich spüre, wie das Blut von ihrem Körper tropft, und jedes Mal, wenn es den Boden berührt, wird die Kontrolle schwerer. Ich will Victor töten. Da ist keine Frage. Aber ich weiss, dass es nicht mein Recht ist, ihr über seinen Kopf zu entscheiden. Es ist ihre Entscheidung, was mit ihm passieren soll.

Nach einer Weile...

Es fühlt sich an, als würde etwas in mir zerbrechen. Die Wut ist wie ein loderndes Feuer, das in meiner Brust brennt, und ich muss mit aller Kraft dagegen ankämpfen, sie nicht explodieren zu lassen. Er hat es gewagt, mir das einzig Wichtige zu nehmen. Nur für 72 Stunden, 3 Minuten und 43 Sekunden - aber diese Zeit will ich nie wieder ohne sie verbringen. Es war mehr als nur ein Moment. Es war der Bruch eines Versprechens, das ich mir selbst gegeben habe. Als mein Bruder sollte er wissen, was sie mir bedeutet, doch er hat es einfach ignoriert.

Und das Schlimmste? Es war nicht nur Flavia, die er in Gefahr gebracht hat. Es war uns. Nach der Untersuchung von Jessica und unserem Hausarzt wurde mir mitgeteilt, dass Flavia schwanger ist. Diese Information traf mich wie ein Schlag. Es war, als würde der Boden unter meinen Füssen wegbrechen. Er hatte es gewagt, meine Familie zu gefährden, und der Gedanke, dass ich ihm nicht längst das Leben genommen habe, quält mich. Ich hätte es tun sollen. Schon viel früher. Aber jetzt ist es zu spät, und alles, was bleibt, ist diese brodelnde Wut, die in meinem Kopf wie ein Sturm tobt.

Die Hitze schiesst in meinen Kopf, und mein Kiefer knackt, als ich ihn zusammenbeisse. Wir waren viel zu jung für Kinder. Vor allem sie. Ich kann nicht anders, als an all die Fragen zu denken, die in mir aufsteigen, während die Wut kocht. Würde sie überhaupt Mutter werden wollen? Ist sie bereit für ein Kind, jetzt, wo sie erst 21 ist? Wie würden wir das schaffen? Wie könnte ich ein guter Vater sein, wenn ich so ein Monster wie mein eigener Vater bin? Und was würde das für uns bedeuten? Für uns als Paar? Für uns als Familie? Wir - das ist noch so weit entfernt, so ungreifbar, und doch ist es plötzlich das Einzige, woran ich denken kann.

Sie als Mutter meiner Kinder? Ein Traum, den ich nie gewagt habe zu träumen. Doch jetzt, wo es Realität ist, weiss ich nicht, wie ich damit umgehen soll. Was ist, wenn ihr Vater von der Schwangerschaft erfährt? Würde er uns erlauben zu heiraten, so wie wir es wollen? Eine richtige Hochzeit, keine dieser arrangierten Zeremonien, die uns nur als Machtspiel benutzen. Welcher Ring würde am besten an ihrem Finger aussehen? All diese Fragen stürzen sich wie Wellen über mich, und ich frage mich, ob sie dieselben Ängste hat. Denkt sie auch darüber nach? Weiss sie überhaupt, dass sie schwanger ist?

Ich bin mir nicht sicher, was sie fühlt. Was sie denkt. Und doch, inmitten all dieser Fragen, weiss ich eines: Ich werde alles für sie tun. Ich werde alles tun, damit dieses Kind eine Chance bekommt. Egal, was es kostet. Egal, was passieren wird. Flavia wird die Mutter meiner Kinder sein. Und niemand, nicht einmal Victor, kann uns aufhalten.

Wie fandet ihr das Kapitel?

Findet ihr die Triggerwarnung angebracht?

Grüsschen 

Malia🌸

Mafia dancesGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt