Neues Kapitel Leute!!!🌸
Als ich die Augen öffne, dauert es einen Moment, bis mir klar wird, wo ich bin. Die weichen Laken unter mir, die vertrauten Geräusche des Meeres, das sanfte Rauschen in der Ferne - und doch fühlt sich alles irgendwie anders an. Ich blinzle mehrmals und versuche, die Verwirrung aus meinem Kopf zu vertreiben. Schliesslich schiebe ich die Decke zur Seite, setze mich auf und sehe mich um. Ich erkenne das Zimmer sofort wieder, doch der Gedanke, wie ich hierhergekommen bin, ist verschwommen, wie ein verschwundener Traum.
Mein Blick fällt auf den leeren Platz neben mir im Bett, und für einen Augenblick frage ich mich, wo Alex ist. Ich bin mir sicher, dass er gestern noch hier war - zumindest glaube ich, mich zu erinnern, dass er es war. Doch der Raum ist ruhig, nur das leise Ticken einer Uhr und das Rauschen des Windes von draussen erfüllen die Stille. Als ich mich vorsichtig aus dem Bett schwinge, bemerke ich die leichte Schwere in meinen Gliedern, als ob der Schlaf tiefer war als gewohnt. Ich schlüpfe in meine Schuhe und gehe aus dem Zimmer, den langen Flur hinunter.
Der Duft von frischem Kaffee und etwas anderem, das ich nicht genau identifizieren kann, zieht mich an. Und da ist es wieder - das Geräusch von Töpfen und Pfannen, das aus der Küche herüberweht. Neugierig folge ich dem Geräusch, trete die letzten Stufen der Treppe hinunter und finde mich schliesslich in der Küche wieder.
Da steht Alex - ja, der Alex - in der Küche, mit einem Küchentuch lässig über der Schulter und der grauen Jogginghose, die er immer trägt, als wäre das hier der allergewöhnlichste Ort auf der Welt. Doch was mich am meisten überrascht, ist, wie er mit einer fast schon kindlichen Konzentration über eine heisse Pfanne gebeugt steht und versuchte, Pancakes zu machen. Nasse Haare kleben ihm am Kopf, und ich kann sehen, wie er sich auf die Details konzentriert, als ob sein Leben davon abhängt, wie gut diese Pancakes gelingen.
„Was zum..." entkommt mir ein leises Kichern. Ich kann mir nicht helfen - da steht der berüchtigte Alex Rodriguez, der gefürchtete Killer, als würde er gerade ein Meisterwerk in der Küche zaubern. Und was ist das? Ein Pancake mit Schlagsahne, das aussieht, als hätte es ein Gesicht? Ich muss den Kopf schütteln, doch gleichzeitig ist es auch irgendwie... niedlich. Ich hätte nie gedacht, dass ich ihn jemals in einer solchen Situation erwischen würde - ganz zu schweigen davon, dass er sich bemüht, ein Frühstück zu machen.
„Er wird sich umdrehen und mir ein Messer in die Brust stecken, während er mich trotzdem irgendwie verführt", denke ich, halb spöttisch, halb fasziniert.
Alex scheint meine Anwesenheit erst jetzt zu bemerken. Er dreht sich zu mir um, und für einen Moment erwische ich mich dabei, wie ich ihn einfach anstarre. Er sieht aus wie der Protagonist eines Liebesromans, der nie das „Killer"-Image abgelegt hat - nur ohne das düstere, gefährliche Flair. Stattdessen steht er hier, ein bisschen ungeschickt, aber mit einer seltsamen Anmut, die ich ihm nie zugetraut hätte.
„Du bist schon wach?" fragt er mit einem leichten Lächeln, das sich in seinen Augen widerspiegelt. Ich nicke, immer noch überrascht, und beobachte, wie er weiterhin mit einer fast obsessiven Präzision die Pancakes auf dem Teller anrichtet. „Morgen", sagt er dann, als er sich endlich etwas aufrichtet und mich ansieht. „Willst du probieren?"
Ich stehe da, die Hände in den Taschen meines Hemdes vergraben und überlege kurz. Dann kann ich nicht anders, als ihn mit einem schiefen Lächeln anzusehen. „Du hast dich echt für das Frühstück ins Zeug gelegt, was?" sage ich, während ich mir die Szene genauer ansehe.
„Nun, ich dachte mir, es wäre mal an der Zeit, dass ich was anderes mache, als nur Leuten auf die Nerven zu gehen", antwortet er mit einem Anflug von Humor in der Stimme. Die Art, wie er spricht, lässt mich schmunzeln. Der Ton ist irgendwie weicher, als ich es von ihm gewohnt bin.
Ich nehme mir einen Pancake - vorsichtig, als würde ich ein Experiment durchführen. Er sieht mich erwartungsvoll an, als wollte er wissen, ob er gewonnen hat, oder ob sein Versuch in der Küche ein Fehlschlag war. Ich nehme einen Bissen und halte inne.
„Die sind... ähm, interessant", sage ich schliesslich, versuche mir das Lächeln zu verkneifen, als ich den seltsamen Geschmack von Salz und Zucker mische. „Hast du Zucker und Salz verwechselt?" frage ich ihn, wobei ich versuche, mich zusammenzunehmen.
Alex sieht mich mit einer Mischung aus Erstaunen und Entschlossenheit an. „Ja, okay, das war mein erster Versuch. Aber ich bin sicher, sie könnten schlimmer sein", sagt er, als versuchte er, sich herauszureden.
„Oh, sie könnten schlimmer sein", antworte ich, während ich nicht mehr an mich halten kann und laut loslache. „Aber nicht viel."
„Hör auf zu lachen, oder du wirst es bereuen", sagt er mit einem verschmitzten Lächeln, und ohne Vorwarnung springt er auf und jagt mir hinterher. Ich fliehe, laufe in Richtung Garten und dann Richtung Meer, höre, wie er mir dicht auf den Fersen ist.
Trotzdem merke ich, dass ich in diesem Moment etwas ganz anderes fühle. Es ist nicht nur das Spiel, das uns beide umgibt, es ist die Erkenntnis, dass wir - egal wie unterschiedlich wir sind - plötzlich irgendwie zusammenpassen. Vielleicht ist es die Freiheit der Situation, der Humor, den er mitbringt, oder einfach die Tatsache, dass wir uns gegenseitig auf eine Weise herausfordern, wie es niemand anderes tut.
Als wir schliesslich am Wasser angekommen sind, spritze ich ihm das erste Mal etwas Wasser ins Gesicht, nur um zu sehen, wie er darauf reagiert. Alex, immer der stoische Mann, tut es mir sofort nach. Und in diesem Moment entsteht etwas zwischen uns, das sich wie eine sanfte Verbindung anfühlt. Kein Druck, kein erwarteter Moment - einfach ein gemeinsames, spielerisches Lachen, das in der Luft hängt. Es ist mehr als nur Spass; es ist eine unbeschwerte Nähe, die ich noch nie zuvor mit ihm erlebt habe.
Dann, plötzlich, ohne Vorwarnung, ziehe ich ihn etwas näher zu mir und versuche, ihm ein bisschen Wasser ins Gesicht zu spritzen, aber er hält mich fest, und ich verliere für einen Moment den Halt. Unsere Blicke treffen sich, und in diesem Augenblick verliere ich mich fast in seinen Augen. Es ist ein Moment, der zwischen uns schwebt - nicht intim, sondern einfach tief. Ohne ein Wort zieht er mich tiefer ins Wasser, während ich mich in seinen Augen verliere.
„Warum bist du so frech?" fragt er dann, als er mich wieder sanft aufrichtet, und ich merke, dass er nicht wirklich eine Antwort erwartet, sondern nur wissen will, was mich in diesem Moment antreibt.
„Weil ich es kann", antworte ich, mein Grinsen schief und herausfordernd, und für einen Moment spüre ich, wie etwas in mir - vielleicht eine Seite von mir, die ich selbst nie so wirklich gekannt habe - auflebt.
Wie fandet ihr das Kapitel?
Grüsschen
Malia🌸
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Mafia dances
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