Die ganze Situation überforderte mich gerade. Nach so eine Aussage des Vaters hatte ich keine so spießige Reaktion erwartet und dann noch der Fakt das Tess auf einmal in Tränen ausgebrochen war. Wer war Noah und was meinten sie mit wegnehmen? Sicherheitshalber entfernte ich mich ein paar Schritte von ihr. Vielleicht war die Entscheidung her zukommen falsch gewesen. Vielleicht hätte sie ein besseres Leben ohne mich. Doch als ob das Ganze nicht schon genug wäre klingelte es an der Tür. Ein menschlicher junger Mann betrat das Haus. Ich schätzte ihn an die 23, also so in unserem Alter. Er wurde von allen herzlich begrüßt. Als er Tess sah drängte er sich an mir vorbei und schloss sie sofort in seine Arme. Zu meinem Überraschen erwiderte sie die Umarmung. Misstrauisch begutachtete ich ihn. Er war etwa so groß wie ich, hatte rotes, lockiges Haar und war ziemlich schlacksig. Skeptisch beobachtete ich das Szenario. Als Tess sich meiner Anwesenheit wieder bewusst wurde, löste sie sich peinlich berührt von den Jungen. "Ähm... Also.... Flynn das ist Rony. Rony das ist Flynn." Zweifelnd schaute ich ihn noch einmal von oben bis unten an. Sein Gesicht war voller Sommersprossen und die Nase eine Spur zu groß. Die grünen Augen schauten mich mit dem gleichen abwertenden Blick an wie die Meinen. Doch ich hatte mich schneller wieder gefangen. Mit einem falschen Lächeln kam ich auf ihn zu und hielt ihm die Hand hin: "Hei, nett dich kennenzulernen." Er war in sowas nicht geübt, dass konnte ich sofort sehen. Ich war von klein auf zwischen Politikern aufgewachsen, ich kannte dieses Spiel besser als meine Hosentasche. Er drehte sich so Tess zu das er genau zwischen uns stand und schnaufte hochnäsig. "Hei Rony! Was soll das? Er hat dir doch nix getan!" versuchte Tess Frieden zu schließen. Ein siegessicheres Lächeln schlich sich auf mein Gesicht. Widerwillig drehte er sich mir wieder zu und gab mir die Hand. Als er anfing fester zu drücken, stieg ich natürlich sofort darauf ein. Doch schon nach wenigen Sekunden war klar wer als Sieger hervor gehen würde. In diesem Moment kam ihr Vater ins Zimmer und schaute mich mahnend an. Reflexartig ließ ich Rony's Hand los. Überrascht schaute er erst zu mir dann zu dem Hausherren, dann kehrte der Blick wissend zu mir zurück. Er positionierte sich neben Tess, nahm ihre Hand und küsste ihre Hand. "Wie oft hab ich dir gesagt, dass du das lassen sollst!" sagte sie lächelnd, zog ihre Hand aber nicht weg. Man konnte ihrem Vater mehr als deutlich ansehen, dass ihm Rony sehr viel lieber war als ich. Mein Verdacht hier fehl am Platz zu sein bestätigte sich immer mehr. Aus einer Mischung von Wut und Enttäuschung schaute ich zu Tess, doch sie schien nur Augen für ihren Freund zu haben. Die Blicke die er ihr zuwarf fand ich nur ekelig. Angewidert verzog ich das Gesicht und verließ das Haus, ohne das es jemand überhaupt bemerkte. Ziemlich angepisst stampfte ich los Richtung Schiff. Beabsichtigt ließ ich den Gleiter neben dem Haus stehen. Ich hatte den Mantel im Haus liegen lassen, weshalb ich nach wenigen Minuten komplett durchnässt war, doch das war mir mehr als nur egal. Das war einer der beschisstensten Tage seit langem.
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Freiheit? (Star Wars Ff)
FanficKeine Verpflichtungen mehr. Kein Grund mehr die Gefühle zu verstecken. Doch ständige Angst um sein Leben. Ist das Freiheit? Flynn und Tess haben die Jedi und Sith endlich hinter sich gelassen und können ihre Liebe leben, doch werden verfolgt. Lohn...
