Perfekt. Perfekter gehts nicht. Ich hab mich noch nie so frei gefühlt.
Meine Haare wehen durch den Wind, während wir im Cabrio von Ben's Dad sitzen, auf dem Weg nach Frankreich. Die Musik ist so laut, dass die halbe Welt sie hören kann. Endlich 18, endlich raus, wenn auch nur für ein paar Tage. Was zählt ist, das ich mit der Person, die ich am meisten liebe, in einem Auto sitze, mit Musik und Kippen auf dem Weg in ein Land, das ich schon immer besuchen wollte. Ben möchte mir mein Geschenk erst im Hotel geben, wobei ich finde, dass die Reise bereits mehr als genug ist. Als wir an einer roten Ampel stehen, lehne ich mich rüber und küsse ihn. "Ich liebe dich." "Ich dich auch.", flüstert er in dem Moment, als jemand hinter uns hupt. Ben drückt aufs Gas und ich hebe einfach den Mittelfinger, was denn Mann hinter uns dazu bringt, wütend rumzuschreien und ich mich vor lachen nicht einkriege. Das wird wahrscheinlich die längste Autofahrt meines Lebens- wenn wir schnell fahren, schaffen wir es in 11 Stunden.
Nach drei Stunden halten wir an einer Tankstelle. Es ist trotz 20 Grad etwas windig, weshalb ich einen Cardigan überziehe. Ben tankt das Auto auf, während ich Essen und Trinken besorge - ok, wahrscheinlich hauptsächlich Süßigkeiten. Nachdem ich einen Haufen Süßigkeiten, ein Sixpack Bier und Energydrinks, ein paar Brötchen und Zigaretten gekauft habe, und Ben getankt hat, fahren wir weiter.
"Wann hast du angefangen so schlecht über deinen Vater zu denken?", frage ich Ben. Er hat mir gerade erzählt, dass er seinen Vater nicht als seinen Vater ansieht, das sein Vater ein Arschloch ist. Er lacht sarkastisch. "Ich weiß nicht, vielleicht damals als er von meinen 44 Fußballspielen zu nur einem gegangen ist und nur zur Hälfte des Spieles blieb. Oder vielleicht, weil er nie zuhause war? Ich weiß es nicht, aber irgendwann fing ich an ihn für all die Taten zu verachten. Er ist nicht mehr als eine Geldquelle.
"Findest du nicht, dass er schon irgendwie noch verdient hat von dir wenigstens geliebt zu werden als eine Vaterrolle? Ich meine er arbeitet doch für dich, damit du das Geld hast. Ich glaube nicht, dass er es noch viel braucht.", antworte ich. Ben schüttelt den Kopf. "Nein, er arbeitet nicht für mich. Wir haben genug Geld, er könnte eine 7-jährige Pause von der Arbeit nehmen, und wir hätten noch immer mehr als genug. aber er will das nicht mal, deshalb verachte ich ihn.", sagt er mit bitterer Stimme. "Es ist nicht so, dass er nicht Zeit mit mir verbringen kann, er will es nicht." "Tut mir leid.", flüstere ich. Ich hätte das Thema nicht anschneiden sollen, denn es ist eindeutig traurig und ärgerlich für Ben. "Nein, ist schon okay. Wer bin ich um über einen schlechten Vater zu klagen? Du hast es viel schlimmer.", letzteres murmelt er. "Nur weil deine Probleme vielleicht nicht ganz so schlimm wie andere sind, macht es sie nicht weniger wichtig.", sage ich. "und deshalb liebe ich dich.", sagt er mit einem schiefen Grinsen. Ich lächel und küsse ihn schnell, da er sich auf die Straße konzentrieren muss. Wir haben noch ungefähr 6 stunden vor uns, weshalb ich beschließe ein paar Energy Drinks zu trinken um wach zu bleiben, was wie ich später bemerke, eine schlechte Idee ist.
Ein paar Stunden später bin ich durch die Energy Drinks so aufgedreht, dass ich die ganze Zeit lachen muss und nicht still sitzen kann. Es ist fast so wie damals, als ich high war, nur diesmal bekomme ich trotzdem alles noch mit. "Ayana, ich finde du solltest keinen mehr trinken." "Bennyyyyy, doch!", sage ich und setze ein beleidigtes Gesicht auf. "Dann eben Bier.", ich will nach hinten greifen, aber Ben hält meinen Arm an. "Nein, geh am besten schlafen. Du bist total aufgedreht, alter.", sagt Ben grinsend. "DU BIST SO EIN SPIELVERDERBEEEER!", sage ich und kreuze die Arme vor der Brust. Ich drehe die Musik noch lauter, inzwischen ist es 18 Uhr. In 30 Minuten kommen wir an, wir sind bereits in Frankreich.
In Paris
Ben öffnet die Tür zum Hotelzimmer und schlatet das licht an. Ich stehe da wie angewurzelt, und kriege den Mund nicht mehr zu. "gefällt's dir?", fragt Ben grinsend. "w-willst du mich verarschen?! Das ist...wow!" Ich falle ihm um die Arme und küsse ihn. Das erste was man sieht, wenn man rein kommt ist ein riesiger fernseher, mit 2 großen Leder couches. Dann gibt es eine große Küche, gegenüber ein langer Flur mit einem Badezimmer, mit anschließendem Balkon. Das schlafzimmer hat ein riesiges Bett und ebenfalls einen Fernseher, so wie einen Balkon mit aussicht auf den Eifelturm. Ich stehe am Balkon und genieße die Aussicht, als Ben mich von hinten umarmt und "Ich liebe dich so sehr", flüstert, weshalb ich Gänsehaut kriege. Ich drehe mich um und schlinge meine Arme um seinen Nacken. "Ich dich auch.", und nicht lang danach liegen wir schon im Bett.
DU LIEST GERADE
life is the living hell !
Teen Fiction"Oh gott wie gern wäre ich doch Tod" Ayana ist 17 Jahre alt und ihr leben ihatte bisher nur tiefen. Ihr Vater schlägt sie, beide Elternteile kümmern sich nicht um sie, doch sie kann nicht ausziehen,da sie noch minderjährig ist. Sie leidet an Depress...
