Kapitel 41

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"Wow, du hast einen echt guten Musikgeschmack.", sage ich, während ich durch Rose' Musiksammlung stöbere. Rose ist übrigens die Tochter von Thomas. Sie hat noch einen Bruder, Tobi. Die beiden sind Zwillinge und 19 Jahre alt. 

Nach dem Abendessen bin ich mit Rose in ihr Zimmer gegangen, wir verstehen uns echt gut. Sie legt eine CD von Nirvana ein und wir setzen uns aufs Bett und reden. 

"So, jetzt erzähl mir was über dich.", sagt sie fröhlich. Tobi kommt auch rein und setzt sich zu uns. Die beiden sehen wirklich gut aus. Rose mit ihren langen, blonden Wellen und blauen Augen und Tobi mit seinen hellbraunen Haaren und blauen Augen. 

"Ich rede nicht gern über mich.", antworte ich. "Das sagt jeder, aber wenn du unsere neue Schwester sein sollst, müssen wir alles über dich wissen.", sagt Tobi grinsend.

Was soll ich denn sagen? Sie haben Recht, also beschließe ich ehrlich zu sein. 

"Meine Vergangenheit ist ehrlich gesagt nicht so schön. Aber ihr gebt mir Hoffnung, dass es vielleicht besser werden kann."  Sie sehen etwas geschockt und verwirrt über meine Direktheit aus und fangen sofort an weiter zu fragen. 

"Okay, ich möchte ehrlich sein. Aber ich bin dafür noch nicht ganz bereit. Seid mir nicht böse...Ich bin einfach froh meinen zweiten Funken Hoffnung gefunden zu haben." Sie nicken und setzen sich aufrecht hin. "Und was war der erste Funken?", fragt Tobi neugierig. 

Ich weiß es klingt lächerlich und während eine Träne über meine Wange läuft, muss ich lachen.

"Es gab einen Helden in der Geschichte. Er war mein erster Funken Hoffnung. Er hat mich von Zuhause rausgeholt und mir geholfen. Er hat mich wirklich geliebt. Er war alles was ich hatte, und Liebe wäre eine Untertreibung für die Gefühle die ich für ihn habe. Ich verdanke ihm alles, ohne ihn hätte ich mich längst umgebracht. Sein Name ist Benjamin.", antworte ich lächelnd und trockne die Tränen. 

"Ich hoffe irgendwann fühle ich auch so etwas für jemanden...", sagt Rose. Ich blicke zu ihr auf und sie fährt fort: "Ich meine, man sieht sogar jetzt in deinen Augen wie ehrlich du deine Worte meinst...er muss wirklich besonders sein. Was ist aus euch geworden?"

Ich atme tief ein und versuche die Tränen wirklich wegzuhalten, aber mir wird einfach klar, was ich damals wegwarf. 

"Er ist in England studieren gegangen, also hielt ich es für das beste, wenn wir Schluss machen. Und ich bereue es wirklich sehr, denn jetzt hat er eine neue Freundin und ist wieder in Berlin."

"Ich wette sie ist hässlich wie sonst was.", sagt Tobi und bringt mich zum lachen."

Tobi umarmt mich fest und flüstert: "Ich bin sicher ihr beiden kommt wieder zueinander." "Danke. Ihr seid wirklich unglaublich. Ich hatte Angst ihr würdet mich hassen, als ich hierher kam." 

"Oh mein Gott nein, als Dad uns gesagt hat, dass wir eine große Schwester bekommen, hab ich mich so gefreut! Ich wollte immer eine große Schwester!", antwortet Rose begeistert. 

"Und was ist mit euch? ihr seid dran mit erzählen!" "Oh, bei uns ist nie was besonderes gewesen. Alles stinklangweilig..." Ich grinse die beiden an.

"Dann wird es wohl Zeit, dass ich das änder, oder? Wir müssen doch ein paar Erinnerungen schaffen."

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"Es war großartig!", erzähle ich Ben, als er mich abholt. Auch wenn ich sein Angebot bei ihm zu wohnen, abgelehnt hat, freue ich mich, dass er als emotionale Unterstützung für mich da war an diesem Abend. Er lächelt mich an und antwortet: "Ich hab dir doch gesagt, sie werden dich lieben....wie könnte man auch anders.", flüstert er noch fast nicht hörbar. Ich beiße auf meine Lippe und schau ihn an, während er konzentriert fährt. 

life is the living hell !Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt