"Was war was?", fragt Ben dumm. "Du weißt was ich meine. Das sah nicht so aus, als ob du etwas 'klärst'." "Doch. ich hab dir doch gesagt, Amy hat nichts Böses im Kopf. Sie hat mir gesagt, dass sie es versteht, und dass sie versuchen wird, uns nicht im Weg zu stehen. Und das sie auch nie mehr von mir wollen würde, gerade weil ich dich habe. Also, kein Grund eifersüchtig zu sein.", er zwinkert und führt mich zum Auto. Ja klar, als ob die das ernst meint. Ich sage aber nichts mehr zu dem Thema.
"Morgen gehen wir auf ein Date. Es ist unser sechs Monatiges.", sagt Ben, als wir das Haus betreten. Ich bleibe sofort stehen. " Sechs Monate?!", frage ich geschockt. Er nickt langsam und sieht verwirrt aus. "Ehm, ja. Vergessen?", er lächelt schief und ich schüttle meinen Kopf. "Nein..ich hab nur nicht dran gedacht." Ich küsse ihn und laufe ins Zimmer. Sechs Monate? Okay, jetzt wird diese Beziehung langsam ernst. Ich mein sie war von Anfang an ernst, weil er inzwischen so viel von mir weiß...ich schüttle die Gedanken weg, bevor ich Panik kriegen würde und höre laut Musik. Ben hat keine Nachbarn, da er ein Haus hat, deshalb stört die Musik höchstens Ben, aber dann würde er es mir sagen. Die Musik ist so laut, dass sie meine Stimme übertönt, während ich mitsinge und im Kleiderschrank nach Klamotten suche. Ich entscheide mich für eine High-waisted Jeans, ein lockeres weißes T-shirt, dass ich reinstecke, einen hellbraunen Cardigan und einen Schal. Dann nehme ich meine Handtasche und gehe nach unten. "Ich geh zu Alicia!", ruf ich Ben zu, der im Wohnzimmer Fern schaut..naja er schreibt am Handy, während der Fernseher an ist. Nachdem ich meine Schuhe angezogen habe, laufe ich zu Alicia. Wir hatten beschlossen zu Starbucks zu gehen und einfach ein bisschen zu quatschen und vielleicht etwas zu shoppen. Ich hole sie also von ihrem Haus ab und wir fahren los.
"Wie läuft's bei dir und Ben?", fragt sie. "Super. Seit Amy nicht mehr bei ihm wohnt, scheint alles perfekt. Ich hab heute seine Freunde kennengelernt, die sind ziemlich nett und schienen mich auch zu mögen. Und wie läuft's bei dir?" "Ehm...ja... Jason und ich haben ziemlich viel Stress...ich glaube er macht bald Schluss. Wir streiten uns jeden tag!" "Oh, wieso?", frage ich und achte darauf, verständnisvoll zu klingen. Ich weiß, wie schrecklich es ist jeden Tag mit der Person zu streiten, die man liebt. "Ich weiß nicht, wegen jeder Kleinigkeit! Er ist sogar eifersüchtig, weil ich seit du mit Ben bist, so viel mit Leon mache! Aber ich darf nicht eifersüchtig sein, wenn er mit irgendwelchen Schlampen redet und die mit ihm flirten?!" Als wir bei Starbucks angekommen sind, bestellen wir unsere Getränke und setzen uns hinten auf ein Sofa, wo wir drei Stunden lang nur reden. Wir haben echt viel versäumt und es tut gut, wieder jemanden zum reden zu haben. "Ayana?", höre ich plötzlich hinter mir. Ich drehe mich um und sehe Ben. "Ben? Was machst du hier?", frage ich verwirrt. "Ehm, ich wusste nicht, dass ihr hier seid. Ich wollte mich nur mit einem Kumpel treffen, aber er hat mir gerade abgesagt" "Bleib doch bei uns. Ich muss dich eh noch besser kennenlernen, seit du der Freund meiner besten Freundin bist.", mischt Alicia sich ein und zwinkert ihm zu. Ben gibt mir einen ist-das-okay-für-dich-Blick und ich nicke. Er setzt sich also mit dem Kaffee zu uns und wir bleiben noch weitere Stunden, machen Fotos und Ben und Alicia verstehen sich prächtig. In diesem Moment fühlt sich alles so perfekt an, und ich war einfach glücklich. Mein Handy klingelt, und ich erstarre, als ich die Anrufer-ID lese. Ben schaut mich besorgt an, "Alles okay? Willst du nicht rangehen?" "D-doch.", antworte ich, bevor ich rangehe. "Was ist, Mom?", frage ich genervt. "Schaaaaatz. Ich hab disch soooo vermisst.", man hört, dass sie angetrunken ist. "Komm zu mir zurüüüück, dein Daddy ist weggegangen! Isch bin soo alleinee und-", bevor sie fertig redet, lege ich auf. "Was wollte sie?", fragen Ben und Alicia gleichzeitig. "Nichts. Nichts wichtiges. Wollen wir gehen?" Sie nicken, doch ihre Blicke sagen, sie würden später nochmal nachfragen. Dann gehen wir alle nachhause.
Alicia schickt mir zuhause alle Fotos die wir gemacht haben, und ich bin überrascht, zwei Fotos zu sehen von Ben und mir, von denen ich nicht wusste, das sie sie gemacht hat. Auf dem ersten bin ich auf Bens Rücken, während er mich durch das Starbucks getragen hat. Er lächelt süß in die Kamera, während ich mir auf die Lippe beiße, und auf ihn schaue. Auf dem zweiten küssen wir uns gerade, nur dass er während des Kusses lächelt. Wann hat sie die gemacht?! Als könnte er meine Gedanken lesen, sagt Ben: "Du wusstest nichts von dem Bild, oder?", fragt er und zeigt auf das erste Bild grinsend. Ich schüttel den Kopf. "Hm, ich hoffe doch dieser Blick ist nur für mich? Du siehst nämlich ziemlich verliebt aus.", sagt er und ich sehe wie seine Augen strahlen, was mich zum lächeln bringt. "Nur du.", flüstere ich, bevor wir uns küssen. Und nochmal küssen. Und nochmal. Okay, eine Stunde lang. Der Tag vergeht ziemlich schnell und bevor ich irgendetwas produktives machen kann, bin ich bereits im Land der Träume.
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life is the living hell !
Novela Juvenil"Oh gott wie gern wäre ich doch Tod" Ayana ist 17 Jahre alt und ihr leben ihatte bisher nur tiefen. Ihr Vater schlägt sie, beide Elternteile kümmern sich nicht um sie, doch sie kann nicht ausziehen,da sie noch minderjährig ist. Sie leidet an Depress...
