VIER JAHRE SPÄTER - Ben's POV
Cody, Jake, Kyle und ich laufen gerade die Straße zu meinem alten Haus runter. Wir sind leicht angetrunken, weil wir unseren Abschluss an der Uni feiern, aber trotzdem würde ich niemals diese eine Stimmer verwechseln können.
Ich höre sie aus einer kleinen Gasse. "Jungs, hört ihr das?", Ich war mir nicht sicher, ob sie wirklich da ist. In den letzten Jahren hatte ich sie mir immer wieder gesehen, obwohl sie gar nicht da war.
"Ja, n Mädel und n Typ da. Wen interessiert's. Komm.", sagt Kyle und will mich weiter ziehen, aber ich bleibe stehen. "Hier, nimm meinen Schlüssel und geht vor. Ich komme gleich.", sage ich und gebe ihm meine Schlüssel.
"Dein ernst? Ben misch dich da nicht ein und fang jetzt bloß keine Prügelei an, du hast was getrunken.", sagt Cody. Ich schüttle den Kopf und sie drehen sich um und laufen los. In der Gasse ist es ziemlich dunkel, aber ich sehe, dass sie auf dem Boden kniet und weint. Ein Typ steht vor ihr.
"Trent, bitte...wirf mich nicht raus. Ich hab keine andere Wohnung." Er spuckt neben sie. "Dann fang an deinen Job zu tun.", sagt er und will seine Hose aufmachen, aber sie spricht wieder. "Nein. Ich mach das nicht mehr für dich. Ich kann das nicht mehr... " "Ach komm, ich geb dir n bisschen Stoff und dann sieht deine Welt ganz anders aus." Er kniet sich vor ihr und hält ihr Gesicht. "Du hast mich das letzte mal fast vergiftet.", zischt sie.
"Ayana?", frage ich schließlich. Erst jetzt bemerken sie mich und schauen zu mir. "Ruf an, wenn du es dir anders überlegst.", sagt der Typ und geht. "Ayana, bist du das?", frage ich ungläubig. "Wer zur Hölle bist du und warum kennst du meinen Namen?", fragt sie und kommt näher. Als sie nur noch ein paar Schritte entfernt ist, bleibt sie abrupt stehen.
"Niemals.", flüstert sie und scheint mich erkannt zu haben. Ich lächle sie an, aber sie schüttelt einfach ihren Kopf und fängt an zu weinen. Als sie auf dem Boden kniet und einen Heulkrampf kriegt, versuche ich sie zu beruhigen, aber es nützt nichts.
"Was machst du hier?", fragt sie schließlich. "Ich bin heute von der Uni zurückgekehrt. Ich ziehe wieder in mein Haus. Was ist mit dir passiert?", frage ich besorgt.
"Nichts. Es ist alles okay.", sagt sie und steht auf. "Ayana, tu das nicht. Wir waren mal zusammen, tu nicht so, als ob ich dich nicht kennen würde."
Sie dreht sich abrupt um und stellt sich nah vor mich. "Du kennst mich nicht mehr, Benjamin. Ich bin nicht mehr das kleine, naive Mädchen, das an die Liebe glaubt. Ich bin nur noch eine betrunkene Nutte, die ohne Drogen nicht leben kann." Dann dreht sie sich um und läuft weg.
Was ist gerade passiert?! Völlig geschockt laufe ich nachhause, wo die Jungs bereits auf der Couch und dem Boden eingeschlafen sind. Die ganze Nacht kriege ich kein einziges Auge zu.
Hätte ich sie retten können, wenn ich damals nicht gegangen wäre?
Ist das meine Schuld?
Werde ich sie überhaupt nochmal wiedersehen?
Tausend Fragen halten mich die ganze Nacht lang wach und schließlich versuche ich sie unter ihrer alten Nummer anzurufen. Ich habe nie ihre Nummer löschen können.
"Hallo, wer ist da?", fragt sie und im Hintergrund höre ich Stimmen und Autos. Was macht sie um 4 Uhr morgens noch draußen?
"Trent, bitte...wirf mich nicht raus. Ich hab keine andere Wohnung."
Ich erinnere mich an ihre Worte und mir wird klar, dass sie die Nacht wahrscheinlich draußen verbringen muss.
"Ayana, kann ich dich bitte abholen?", frage ich besorgt. Egal was passiert ist, ich kann sie nicht draußen lassen, ich will es nicht.
"Man Benjamin, hast du mich vorhin nicht richtig verstanden? Das mit uns ist vorbei, wir haben uns beide verändert, hör auf es zu versuchen. Lass mich einfach, ich schaffe das alleine."
"Nein, ich versuche nichts. Ich habe eine Freundin, aber ich...du bist mir trotzdem wichtig, ok? Komm einfach zu mir, bitte...Nur einen Tag wenigstens."
Ohne etwas zu sagen, legt sie auf. Ich seufze und laufe in die Küche, um etwas zu trinken. Nachdem ich mir etwas zu essen gemacht habe, klopft es an der Tür.
Als ich sie öffne, steht Ayana tatsächlich da und starrt mich an.
"Du bist gekommen..", sage ich leise, weil ich es nicht erwartet hatte. "Ich hätte den Weg hierher wohl nie vergessen können.", murmelt sie und kommt rein.
"Du kannst im Gästezimmer schlafen.", sage ich. "Ich schlafe heute nicht mehr, danke. Ich muss in ein paar Stunden wieder bei Trent sein, um ihn zu bitten, dass er mich wieder einziehen lässt.", sagt sie und kreuzt die Arme vor der Brust.
"Du kannst auch hier wohnen.", sage ich auf einmal, ohne nachzudenken. Sie gibt mir einen verwirrten Blick und antwortet: "Willst du die Geschichte wiederholen, oder wie? Du hast eine Freundin, hast du doch selbst gesagt.", sagt sie und schaut sich um. "Auch, wenn das hier nicht so aussieht." fügt sie hinzu. "Sie ist noch nicht in Berlin.", sage ich.
"Bitte, das ist das Mindeste, was ich für dich tun kann, weil es meine Schuld ist, dass du da stehst im Leben." "Deine Schuld?", sie lacht sarkastisch. "Wieso ist das bitte deine Schuld?" "Wenn ich nicht gegangen wäre, wär das vielleicht nicht passiert."
"Oh Ben, glaubst du noch an die wahre Liebe? Glaubst du wirklich wir wären für immer zusammen gewesen? Es wäre so oder so passiert, dafür bin ich bestimmt. Aber falls dich das tröstet - nachdem du weg warst, war ich in Therapie gegen meine Magersucht und das Ritzen. "
Ich bin geschockt, weil sie so kalt ist. Wie kann sie so denken? Seit wann ist sie so...kaltherzig?
"Wieso glaubst du nicht an die Liebe?", frage ich, als wir uns beide an die Kücheninsel setzen.
"Weil ich genug Beweise habe, dass die Liebe, jedenfalls für mich, nicht vorhanden ist. Das solltest du doch am besten wissen." "Was ich weiß ist, dass ich nie aufgehört habe, dich zu lieben."
Sie ist sprachlos, ihr Körper hat sich versteift und sie starrt mich an.
"Nie aufgehört? Was meinst du damit?", fragt sie leise.
"Ich meine damit, dass ich dich sogar in dieser Sekunde noch liebe. Und das obwohl ich eine Freundin habe. ich liebe sie, aber jetzt wo du vor mir stehst, weiß ich, dass ich nie jemanden so sehr lieben kann, wie dich. Ich wusste immer, dass ich dich noch liebe, aber ich dachte immer die Liebe zu Mary wär stärker...und jetzt wird mir klar, das keine gegen dich ankommen könnte." Ich lächle sie schwach an.
"Das ist nicht wahr und das weißt du auch selbst. Ich bin eine Bitch geworden, mich kannst du gar nicht mehr lieben. Warum sagst du so was?! Guck doch mal, wie ich gerade mit dir umgehe, was ich zu dir gesagt habe. Warum willst du es nicht aufgeben?", sie steht auf und sieht verzweifelt aus. Ich sehe, dass sie kurz vor den Tränen steht, als sie weiterredet.
"Warum machst du es mir immer so schwer?! Warum hättest du mich nicht dort in der Gasse in Ruhe lassen können, damit ich weiter denken kann, ich sei über dich hinweg, auch wenn ich weiß, dass das nicht wahr ist.
'Wir' sind vier Jahre her Ben...Vergangenheit sollte einfach Vergangenheit bleiben. Ich muss gehen.", sagt sie als ihr eine Träne übers Gesicht läuft. Bevor ich irgendwas tun kann, ist sie aus der Tür und weg, während ich sprachlos da sitze und nicht glauben kann, dass ich sie immer noch liebe.
"Wer war das?", fragt Kyle plötzlich.
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Muhahahahha hat euch das geschockt? :DD
wie immer: Umso mehr votes und kommentare, desto schneller wird es weitergehen! (:
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life is the living hell !
Teen Fiction"Oh gott wie gern wäre ich doch Tod" Ayana ist 17 Jahre alt und ihr leben ihatte bisher nur tiefen. Ihr Vater schlägt sie, beide Elternteile kümmern sich nicht um sie, doch sie kann nicht ausziehen,da sie noch minderjährig ist. Sie leidet an Depress...
