"Hier ab jetzt kann sie ja dir auf die Nerven gehen“,hörte ich Marco lachend zu Erik sagen. So anstrengend war ich nun auch wieder nicht. Außerdem war er selber Schuld. Der Arzt meinte ich sollte mich nicht überanstrengen und nicht,dass ich nur herum liegen darf und mich keinen Millimeter bewegen darf.
"Bringst du Lukas bitte ins Bett? Ich brauch nämlich dringend ein Bad",bat ich ihn und schlürfte ins Badezimmer um mir ein Bad einzulassen. Ich machte mir meinen Haare auf und begann mich auszuziehen .
"Lukas schläft schon",flüsterte Erik mir ins Ohr während er mir sanft über die Schultern strich und meine Bh-Träger abstreifte. Ich stoppte seine Hände und drehte mich in seinen Armen um ihn anzusehen.
"Ich würde dann gern baden gehen"
"Ohne dich",fügte ich hinzu.Ich konnte mir vorstellen,dass Erik vorhatte mit mir zu baden,aber ich konnte das noch nicht. Es sind gerade mal zwei Tage seit der Geburt vergangen und ich fühlte mich daher in meinem Körper noch nicht wirklich wohl. Man erkannte noch einen deutlichen Bauch,was ja auch völlig normal war und ich gebe meinen Körper auch seine Zeit sich von der Schwangerschaft zu erholen , aber ich wollte auch sobald wie möglich wieder Sport machen um meinen Körper zurück zu bekommen,damit ich Erik wieder gefalle. Auch wenn es ihm egal war,dass mein Babybauch noch etwas vorhanden war,wollte ich trotzdem nicht,dass er mich nackt sah . Kann schon sein,dass ich komisch war,aber ich fühlte mich unwohl.
"Ich bin schon weg",meinte er mit einem halbherzigen Lächeln und küsste sanft meine Stirn,bevor er das Bad verließ .Er war ein bisschen enttäuscht ,aber er schien so eine Reaktion von mir schon erwartet zu haben,weshalb er ohne eine Diskussion anzufangen das Bad verließ. Ein zufriedener Seufzer entkam mir als ich das warme Wasser auf meiner Haut spürte. Nach einem entspannenden Bad trocknete ich mich ab und zog mir mein Schalfshirt an.
"Sie ist wunderschön",schwärmte Erik,als er mich im Türrahmen entdeckte. Er lag im Bett und hatte Emily auf seiner Brust liegen.
"Das ist sie",gab ich ihm Recht und kroch zu ihm unter die Decke.
"Ich wollte vorhin nicht so sein",murmelte ich gegen seine Schulter und streichelte die Hand meiner Tochter. Es blieb still und so lagen wir eine Weile schweigend und unsere Tochter beobachtend nebeneinander .
"Du weißt doch das mein Körper noch nicht so ist und ich will nicht,dass du mich so siehst "
"Ich liebe dich so oder so. Mir ist es egal wie du aussiehst",meinte er ,legte einen Arm um mich und strich sanft über meine Hüfte.
"Ich will dir aber trotzdem gefallen"
"Und deswegen wär's lieb von dir, wenn wir das selbe machen wie nach Lukas' Schwangerschaft "
"Du willst,dass ich dich wieder zum Sport zwinge?",fragte er mich und versuchte sich sein Lachen zu verkneifen.
"Was ist daran so lustig ?",murrte ich .
"Es kamen nur gerade so ein paar Erinnerungen hoch . Wie du mich angezickt hast und mir danach auch noch Sexverbot erteilt hast ,weil ich dir keine Pause gegönnt habe"
"Ich will eigentlich keinen Sport machen",maulte ich . Wieso konnte der Bauch nicht einfach verschwinden ? Sich in Luft auflösen ? Ich hatte doch gar keine Zeit um Sport zu machen . Immerhin musste ich mich nun um zwei Kinder kümmern und der Haushalt machte sich auch nicht von alleine . Und dann soll ich noch dazu Sport machen damit ich nicht fett bleibe ? Klingt nach verdammt viel Stress.
"Selber Schuld. Hättest du in den letzten neun Monaten nicht so viel gegessen"
"Wessen Schuld ist es denn,dass ich jetzt fett bin?",beschwerte ich mich. Hätte er mich nicht geschwängert ,wäre ich jetzt nicht dick . Also war er Schuld . Außerdem musste ich so viel essen ,da meine Tochter Hunger hatte.
"Und jetzt gibst du mir die Schuld",schmollte er.
"Ja ,du hast mich ja auch geschwängert"
"Dafür kannst du mir auch danken,sonst würden wir hier jetzt nicht mit unserer Tochter in einem Bett liegen ",lächelte Erik und sah mir tief in die Augen . Vielleicht hatte er Recht. Wäre ich nicht schwanger geworden,wären wir jetzt nicht wieder zusammen . Vielleicht wäre ich sogar wieder mit Marco zusammen . Oder ich wäre eine verbitterte Singlemama und würde Liv jeden Tag die Ohren vollheulen wie scheiße mein Leben doch war. Ich konnte ihm wirklich dafür danken,dass er so dumm war damals und das Kondom vergessen hatte . Ich sollte ihm wirklich danken.
"Danke",hauchte ich ihm entgegen.
"Hab ich doch gern gemacht",grinste er mich frech an .
"Danke für alles. Dafür ,dass du mit mir vor neun Monaten geschlafen hast und mich dabei geschwängert hast. Dafür,dass du nie locker gelassen hast . Dafür,dass du mich nach all dem was ich zu dir gesagt habe wieder zurück genommen hast. Dafür,dass du mich immer unterstützt und für mich da bist. Dafür,dass du mich vor schlechten Entscheidungen abhältst, obwohl ich immer so sturköpfig bin. Danke,dass du mich einfach liebst so wie ich bin",flüsterte ich und konnte danach nicht anders als ihn einfach zu küssen.
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A little too much | Erik Durm
FanfictionFortsetzung von 'Das Leben ist nicht einfach '
