Kapitel 77

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Gespannt warteten Cathy und ich bis unsere Jungs endlich auf den Platz kommen. Seit langem haben wir es wieder mal geschafft, dass wir zusammen ins Stadion gehen um unsere Männer zu unterstützen. Wir waren einfach beide der Meinung, das es keine gute Idee wäre mit Babys ins Stadion zu gehen, da man erstens nie weiß wann sie zu schreien beginne und zweitens es auch irgendwie sinnlos ist, weil sie sowieso noch nicht verstehen, was wir hier eigentlich genau machen. Mit Lukas ist es etwas anderes, denn er ist schon alt genug und versteht auch was sich dort unten auf dem Feld abspielt.

„Passt Mats´ Mutter auf euren Kleinen auf?“,fragte ich Cathy.
„Ja, eigentlich sollte er ja bei seinen Eltern übernachten, aber heute Nacht hatte er ein wenig Fieber und deswegen ist Ulla zu uns gefahren und passt jetzt auf ihm auf“
„War es bei euch eigentlich auch so schlimm, dass ihr kaum Sex hattet als Lukas auf die Welt kam?“, kam es nach einer Weile von ihr.
„Doch wir hatten schon Sex, nur eben nicht mehr so oft“
„Bei Mats und mir läuft gerade ziemlich wenig. Jetzt wo ich wieder aussehe wie vor der Schwangerschaft sieht er mich nicht mal mit dem Arsch an“,jammerte sie.
„Aber Timo ist doch noch ein Baby, da könnt ihr es eigentlich ständig treiben“,sagte ich und erntete dafür einen verwirrten Blick von Cathy.
„Wie jetzt? Ihr hattet Sex auch wenn Lukas zu Hause war?“ Gott, was dachte sie denn, dass wir nur miteinander schliefen wenn die Kinder woanders waren? Ich denke, dass würde ich nicht überleben.

„Ihr solltet die Zeit ausnützen solange Timo noch noch klein ist. Ist euer Kleiner erst mal älter wird das ganze sowieso schwieriger weil du nie weißt ob er nachts vielleicht wach wird und in euer Schlafzimmer platzt oder wie früh er morgens wach wird“, erklärte ich ihr. Noch immer etwas überrascht sah sie mich an und schien über das nachzudenken, was ich ihr eben gesagt habe.
„Wir überlegen und planen wann wir Zeit haben und ihr treibt es einfach“,meinte sie lachend.
„Etwas leiser Cathy. Es muss doch nicht jeder wissen“,flüsterte ich.

***

„Komm schon“, fieberte Cathy mit und rutschte nervös auf ihrem Sitz hin und her. Es stand leider immer noch 0:0 . Wir wussten, dass die Bayern keine einfachen Gegner waren und wir hatten auch einige gute Chancen nur ein Tor wollten den Jungs einfach nicht gelingen.
„Das kann doch nicht war sein“, rief sie und raufte sich die Haare. Zurecht, denn Mario hat seinem Gegenspieler den Ball regelrecht vor die Füße geschossen und dieser war gerade dabei auf unser Tor zu stürmen.
„Komm schon, Erik“,murmelte ich und richteten meinen Blick auf den Bildschirm, der Erik zeigte wie er versuchte dem Gegenspieler den Ball wieder wegzunehmen. Ich kniff meine Augen fest zusammen und knetete aufgeregt meine Hände, die in meinem Schoß lagen.

„Fuck“,rief Cathy und schlug ihre Hände über den Kopf zusammen.
„Was ist passiert?“,fragte ich sie verwirrt, da ich keine Jubelschreie der gegnerischen Mannschaft hörte, also konnten sie kein Tor geschossen haben und da stellt sich die Frage was so schlimmes passiert sein konnte ,dass Cathy zu fluchen beginnt.
„Das sieht nicht gut aus“,murmelte sie und schenkte mir einen mitleidigen Blick.

„Was sieht nicht gut aus?“,rief ich aufgebracht und überflog das Spielfeld mit meinen Augen. Cathy deutete mit ihren Kopf auf den Bildschirm, der wieder Erik zeigte.
„Oh mein Gott“,stieß ich geschockt aus und versuchte die aufkommenden Tränen weg zu blinzeln.
„Steh auf“,flüsterte ich und starrte auf den Bildschirm. Doch Erik blieb mit schmerzverzerrten Gesicht am Boden liegen und hielt sich sein Knie.

Ich ahnte nichts Gutes, denn Erik hatte zuvor schon des öfteren Probleme mit seinem Knie und es sieht so als als hätte es genau wieder das gleiche Knie erwischt. Außerdem war Erik nicht einer von diesem der sich wegen jedem kleine Kratzer vom Feld tragen ließ. Er gehörte zu diesem die eigentlich gleich wieder aufstand und weiterspielten nur konnte er wahrscheinlich nicht mehr aufstehen, weil es ihn wirklich übel erwischt hat . So sehr ich auf hoffte er würde gleich wieder am Platz auf und ab laufen ,musste ich mitansehen wie er vom Platz getragen wurde.

„Ich muss zu Erik“,meinte ich zu Cathy und drängelte mich durch die Masse um so schnell wie möglich zu Erik zu kommen. Es hatte schon seine Vorteile wenn einen die Leute kannten, sodass ich problemlos zu den Kabinen kam.
„Erik“,rief ich laut und lief wie ein aufgescheuchtes Huhn auf und ab, weil ich nicht wusste wo er war.
„Beruhigen Sie sich. Erik wird gerade zum Krankenwagen gebracht“,versuchte mich einer der Security Typen zu beruhigen, doch das ging eher nach hinten los.
„Und wieso sagt mir das niemand? Sie bringen mich jetzt auf der Stelle dorthin“,schrie ich.
„Gerade aus und dann rechts“,meinte er und schon lief ich wieder los und sah wie ein Sanitäter gerade den Wagen schloss.
„Stopp“,schrie ich doch die Sanitäter ignorierten mich und fuhren davon.

„Verdammter Mist“,fluchte ich und fuhr mir gestresst durch die Haare.
„Fluchen bringt in diesem Fall auch nicht viel. Soll ich dich vielleicht mitnehmen?“,fragte mich jemand und ich denke es war der Mannschaftsarzt.
„Nicht nötig. Ich kann auch selbst fahren“.lehnte ich sein Angebot ab.
„Ich bin mir sicher, dass Erik nicht begeistert davon ist, dass du in deinem Zustand mit dem Auto fährst“,behauptete dieser und hatte damit vollkommen Recht.
„Das stimmt wohl“ Er gab mir ein Zeichen ihm zu folgen, was ich auch tat, denn ich wollte so schnell es geht zu Erik.

„Es sieht nicht gut aus, oder?“
„Um ehrlich zu sein, nein, aber ich sehe eben auch nicht hinein. Im Krankenhaus wissen wir dann mehr“
„Bitte lass es nichts schlimmes sein“,murmelte ich.

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Hey :)
Ich hab das Foto von Erik eben auf Insta gefunden und musste es einfach in diesem Kapitel hinzufügen:) ich meine will er mich mit dem Foto umbringen ?
Ich hoffe ich bin nicht die einzige, die dieses Foto mehr als nur hot findet😍

A little too much | Erik DurmGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt