,,Voldemort.", entfuhr es ihm unwillkürlich. ,,Du dummer Junge.", sagte Voldemort mit hoher, kalter Stimme und richtete nun seinen Blick auf Draco. Kurz. Nur einen Augenblick, ehe er weiter zu Blaise sah, welcher zu einer Salzsäule erstarrt zu sein schien. Doch dieser kurze Moment genügte und Dracos Kopf begann schmerzhaft zu pochen als Bilder vor seinem inneren Auge aufflammten. Bilder von ihm. Und Anthea. Von ihnen beiden. Zusammen. Als sie sich küssten, als sie Potter und Granger getroffen hatten, als sie Blaise in ihr Zimmer geholt und ihm alles über ihren Plan erzählt hatten, als er sie vor sich aufs Bett stieß kurz bevor er sie... Halt! Das reichte. Mit aller Macht drängte Draco Voldemort aus seinen Gedanken.
,,Mehr bekommst du nicht zu sehen.", knurrte er und erhob drohend seinen Zauberstab. ,,Du glaubst ich wüsste nicht, dass du dich gegen mich verschworen hast?", zischte der dunkle Lord, und ein höhnisches Lachen entwich seiner Kehle. ,,Draco Malfoy. Du hast zugelassen dass ich deine Eltern gefangen nehme. Du hast mich um meine treuste Dienerin gebracht. Glaubst du wirklich, ich würde dich töten weil du so töricht warst dich in meine Tochter zu verlieben?" Erneut hallte das kalte Lachen durch den Raum und von den Wänden wieder. ,,Ich habe viele Gründe dich zu töten. Euch alle drei. Aber dieser, ist keiner davon"
Mit diesen Worten richtete er seine roten Augen wieder auf Anthea. ,,Und du. Dachtest du wirklich du könntest mich aus deinem Geist fernhalten? So schwach. Du bist so schwach Anthea. Hättest du dich mir angeschlossen, hätte ich bestimmt einen Platz in meinen Reihen für dich gefunden. Aber Liebe macht verwundbar. Liebe macht schwach. Du bist schwach. Und heute Nacht, hast du deine Freunde in den Tod geführt."
,,Das habe ich nicht! Und ich bin nicht schwach.", entgegnete die junge Frau mit eiskalter Stimme und Draco konnte spüren wie sich die kleinen Härchen in seinem Nacken aufstellten, "Ich werde dir niemals gehorchen. Vater." Die letzten Worte spie die Slytherin gerade so, wie eine Schlange ihr tödliches Gift. ,,Meine eigene Tochter. Was für eine Schande. Eine Verschwendung. Stirb." Mit diesen Worten riss Voldemort seinen Zauberstab empor und richtete ihn direkt auf seine Tochter. ,,Nein!", rief Draco als der dunkle Lord zum sprechen ansetzte und warf sich vor die junge Frau. Ihm war klar dass er gegen ihn keine Chance hatte. Niemand war den Künsten des Lords gewachsen. Sie konnten ihm nicht entkommen. Weglaufen war zwecklos. Die Reihen waren so lang dass er sie mit einer Vielzahl von Flüchen treffen konnte, ehe sie nur den Gang erreichten der sie zurück zur Tür führte.
Für einen kurzen Moment schien Voldemort jedoch zu zögern. Sein wütender Blick wanderte zu Draco und im nächsten Moment über ihn hinweg. In dem fahlen Gesicht welches vor wenigen Sekunden noch wutverzerrt gewesen war, liefen nun eine Vielzahl von Emotionen ab. Zorn, Verblüffung, Hohn, Misstrauen. Doch zu guter Letzt blieb nur ein Ausdruck auf dem schlangenähnlichen Gesicht. Freude.
Verwirrt warf Draco Anthea einen fragenden Blick zu, den diese ebenso verblüfft erwiderte. Noch ehe er sich jedoch ganz umdrehen konnte und sah was den dunklen Lord so ablenkte, zerriss eine ihm bekannte Stimme die Stille und erneut überkam Draco eine Gänsehaut. Abermals begann sein Herz zu rasen. Doch dieses Mal hatte es nichts mit der Angst um das Leben Antheas und seiner selbst zu tun. Dieses Mal, ging es um seinen Vater.
,,Fass meinen Sohn nicht an." Entsetzt rang der junge Mann nach Luft und wirbelte zu der dunklen Stimme herum, die direkt hinter ihm erklungen war. Er wagte kaum seinen Augen zu trauen. Vor ihm stand sein Vater. Mit wutverzerrtem Gesicht und drohend erhobenem Zauberstab. ,,Lucius.", erneut hallte die kalte Stimme Voldemorts von den Wänden wieder, "wie ich sehe bist du Wurmschwanz entkommen." ,,Pettigrew ist tot.", kam die tonlose Antwort Malfoys. ,,Schade. Dann war er am Ende doch zu töricht." Die Emotionslosigkeit mit der Voldemort das sagte, ließ Draco erzittern. Für einen kurzen Moment suchte er den Blickkontakt zu seinem Vater. Dieser bedeutete ihm mit einem kurzen zucken seiner Augen aus dem Weg zu gehen.
DU LIEST GERADE
The Slytherin Diaries
FanfictionDraco Malfoy verzweifelt. Um das Leben seiner Eltern zu retten, muss er das Verschwindekabinett aus dem Raum der Wünsche reparieren. Die Mission scheint jedoch zu scheitern ehe sie richtig begonnen hat. In seiner Verzweiflung weiht Draco seine beste...
