Kapitel 10 (Part 4)

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Langsam folgte Draco seiner Freundin durch die mittlerweile dunklen Straßen Londons. Er hatte noch immer nicht sehr viel Lust den Abend auf einem Weihnachtsmarkt zu verbringen. So ansteckend Antheas Begeisterung für einen solchen auch war, in seinen Gedanken spielte sich immer wieder ein und dasselbe Szenario ab. Eine Gruppe Todesser die als Muggle verkleidet den Weihnachtsmarkt nach Zauberern und Hexen durchsuchten, dabei auf sie trafen und versuchen würden sie zu töten. Und was noch viel schlimmer war, es handelte sich um einen der größten, direkt im Herzen Londons. Wie sollten sie da all die Personen im Auge behalten die sich in ihrer Nähe befanden? Wie sollten sie potenzielle Todesser erkennen?

,,Draco bitte. Ich kann mir nicht vorstellen dass hier Todesser aufkreuzen.", spottete Anthea in seinen Gedanken, woraufhin er von dem Kopfsteinpflaster aufsah und einen Blick zu ihr nach vorne warf. Gerade in diesem Moment wandte sie sich zu ihm um und grinste ihn frech an. ,,Unsere neue Fähigkeit hat eindeutig sehr viele Vorteile findest du nicht auch?" ,,Was du nicht sagst.", erwiderte er mit ebenso viel Spott in der Stimme. Es war tatsächlich ein sehr großer Vorteil gedanklich kommunizieren zu können, besonders in Zeiten wie diesen. Allerdings musste er sich eingestehen dass er ebenso Antheas Gedanken genoss, die ihr immer dann durch den Kopf schossen wenn sie ihn ansah, ihn von hinten sah oder wenn er sie küsste.

Allerdings wusste sie jetzt auch dass er fest davon überzeugt war, dass sie den schönsten Hintern hatte der ihm je zu Gesicht gekommen war. Und dieses Wissen nutzte sie schamlos aus. Sie ging seid einer Viertelstunde vor ihm ohne sich im geringsten daran zu stören dass sie sich nicht unterhielten. Zumindest nicht verbal. Außerdem bekam er immer dann ihre Euphorie zu spüren, wenn sie anhand seiner Gedanken spürte dass er ihr wieder auf ihre Kehrseite schaute. Es war zum verrückt werden mit dieser Hexe. ,,Hey!", empörte sich die Slytherin da auch schon lautstark, blieb abrupt stehen und wandte sich zu ihm um, die Hände in die Hüften gestemmt. ,,Du wolltest es doch so, Riddle.", neckte er sie spielerisch, nahm eine ihrer vom Wind kalten Hände in die seine und setzte ihren Weg die Straße entlang fort. ,,Wie weit ist es noch?" ,,Nur noch da vorne um die Kurve dann sind wir da.", antwortete die junge Frau vergnügt. Leich schüttelte der junge Mann den Kopf. Über ihren eigens produzierten Schnee und diesen Weihnachtsmarkt schien sie sich zu freuen wie ein kleines Kind.

Als die Lichter der vielen verschiedenen Stände in Sicht kamen und der Duft von Schokolade, Alkohol und Tannen zu ihnen hinüberwehte, musste er sich eingestehen, dass es eine gute Idee gewesen war genau hier her zu kommen. Die fröhlichen Stimmen der Menschen und das ausgelassene Lachen waren wie Balsam für seine Seele. Erst jetzt wurde ihm bewusst wie sehr er es vermisst hatte. Wie sehr ihm ein Hauch Normalität zurzeit in seinem Leben fehlte. ,,Vielleicht hast du recht gehabt und es war tatsächlich gut heute Abend hier her zu gehen." Die Antwort auf sein Geständnis bildete ein warmherziges Lächeln und ein sanfter Kuss. ,,Lass das.", murmelte er angestrengt als sie sich von ihm löste und presste die Lippen zusammen. ,,Weshalb?" ,,Deine Gedanken.", entgegnete er und sah sie mit hochgezogenen Augenbrauen an. ,,Gut. Aber nur solange wir hier sind." Ihr neckischer Tonfall zauberte auch ihm ein Lachen ins Gesicht. ,,Jetzt komm schon,", sagte er als er sie hinter sich her über die Straße und auf die verschiedenen Stände zuzog, "du wolltest mir einen Weihnachtsmarkt zeigen."

*

,,Und das hier musst du auch probieren, das sind .." ,,Gebrannte Mandeln umhüllt von Schokolade und Puderzucker." Erstaunt sah Anthea ihn an. ,,Woher weißt du das?", fragte sie mit gerunzelter Stirn und begutachtete die Tüte in ihren Händen, als stünde der Inhalt außen auf dem Papier. ,,Ich kann lesen weißt du.", lachte er und nippte an seinem Punsch. ,,Aber hier steht nichts." Verwirrt kratzte die Slytherin sich am Kopf. ,,Hier nicht, aber bei dem Verkäufer. Weißt du er teilt den Menschen mit was er ihnen verkauft.", antwortete er in einem Ton, als würde er einem kleinen Kind erklären dass eins und eins gleich zwei ergab. ,,Mh, dann hast du gewonnen.", nuschelte Anthea und sah gespielt beleidigt umher, "dann müssen wir jetzt verschieden Punschsorten ausprobieren." ,,Was? Nein!", entgegnete er entgeistert. Merlin hätte er gewusst welches Tempo seine Freundin beim trinken von alkoholischen Getränken vorgab, hätte er sich den Besuch auf dem Weihnachtsmarkt noch einmal durch den Kopf gehen lassen.

The Slytherin DiariesGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt