,,Guten Abend. Mr. Malfoy, Mrs. Riddle, Mr. Zabini." Die Kälte mit der sein Namen ausgesprochen wurde, ließ ihm kalte Schauer den Rücken hinunterlaufen. Wie angewurzelt stand er da, unfähig sich zu bewegen, unfähig sich dem durchdringenden Blick zu entziehen, der ihn zu durchbohren schien. ,,Guten Abend Professor." Die ruhige, bedrohliche Stimme Antheas war es die, die aufkommende Stille durchbrach, und Dracos Herz einige Schläge aussetzten ließ...
,,Ich verbiete mir diesen Ton Mrs. Riddle,", entgegnete Professor McGonnagall mit geschürzten Lippen und bedachte Anthea mit dem Blick eines Falken welcher sich jeden Moment auf seine Beute stürzte. ,,Ich gehe recht in der Annahme dass sie gerade ihr bestmögliches getan haben um die Schule zu schützen. Nun, sie sind dabei nicht sehr unauffällig vorgegangen, ich hoffe das ist Ihnen klar. Ebenso wie ihnen bewusst sein sollte dass ich dazu verpflichtet bin der Schulleitung zu melden was hier vor sich geht." Abwehrend hob Draco die Hände. Allem Anschein nach schien die Professorin nicht sonderlich gewillt zu sein ihre Drohung in die Tat umzusetzen denn ihr darauf folgendes Zögern räumte ihnen die Chance ein sich zu erklären, was Draco ihr hoch anrechnete und seinen Herzschlag wieder auf eine gesunde Geschwindigkeit senkte. ,,Professor, wir helfen Potter. Wir sind nicht hier um irgendwelche Todesser in die Schule zu lassen.", sagte Draco und musterte die alte Hexe vor ihm. ,,Das werden sie mir genauer erklären müssen Mr. Malfoy. Ich nehme an sie wissen was der Tagesprophet über sie drei geschrieben hat? Die Tatsache dass sie alle drei Anhänger des dunklen Lords sind...oder waren, wie auch immer, macht es mir nicht gerade leicht ihnen zu glauben, auch wenn ich mir wünschen würde sie auf unserer Seite zu wissen. Und gerne dazuzähle, dass ich ihren sehr gelungenen Versuch die Schule zu schützen mit eigenen Augen gesehen habe."
,,Professor, bitte glauben sie uns.", flehte nun auch Anthea, die sich offensichtlich wieder von ihrem Schock über den ungebetenen Gast erholt hatte, "wir müssen in die Kammer des Schreckens. Potter ist auf dem Weg hier her. Aber wir brauchen die Zähne eines Basilisken um...nun...um etwas zu zerstören ehe wir meinen Vater vernichten können." Der erschrockene Ausdruck im Gesicht der Hexe entging Draco nicht, als Anthea die Worte „mein" und „Vater" gebrauchte. ,,Gut. Nun schön, und was gedenken sie danach zu tun? Potter wird hier ebenso wenig mit offenen Armen empfangen werden wie sie drei fürchte ich. Was haben sie vor?"
,,Professor wie ich bereits gesagt habe, wir müssen etwas zerstören. Vorher wird jeglicher Versuch meinen Vater zu stürzen scheitern. Was wir brauchen ist Zeit." ,,Sie sprechen als wäre er bereits auf dem Weg hier her." ,,Um ehrlich zu sein,", meldete sich nun auch Zabini zu Wort, "gehen wir genau davon aus Professor. Er wird es spüren wenn wir die Gegenstände zerstören und nichts unversucht lassen den in Sicherheit zu bringen, welcher sich hier in Hogwarts befindet. Er wird kommen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit." Mit einem Mal konnte Draco etwas anderes als Zorn und Misstrauen in den Augen Professor McGonnagalls aufblitzen sehen. Angst. ,,Was sollte in unserer Schule versteckt sein was Voldemort unbedingt haben will?", fragte sie mit zittriger Stimme. ,,Ein Teil seiner Seele.", antwortete Draco und das erschrockene Keuchen McGonnagalls war es , was ihm ihre prekäre Lage wieder einmal vor Augen führte.
,,Aber wie...", setzte die alte Frau an, jedoch wurde sie barsch von Anthea unterbrochen. ,,Keine Zeit für Erklärungen Professor. Sie sollten versuchen so viele Schüler wie möglich aus der Schule zu geleiten. Bringen sie so viele in Sicherheit wie sie können." ,,Mrs. Riddle, gestatten sie mir die Frage. Wie wahrscheinlich ist es dass ihr Vater uns diese Nacht angreifen wird?" ,,Ich würde meine Hand dafür in ein Dämonenfeuer legen." ,,Nun gut. Nun schön. Tun sie was auch immer sie zu tun haben. Ich werde dem Kollegium Bescheid geben und die Schüler in der großen Halle versammeln. Wir werden die Schule evakuieren müssen ehe es zum äußersten kommt. Für den Hogwartsexpress bleibt keine Zeit mehr." Mit diesen Worten wandte sie sich zu der Holztür um, die direkt zu der Wendeltreppe führte. ,,Ach und Professor.", rief Draco, ehe die alte Frau aus ihrem Sichtfeld verschwinden konnte. ,,Schicken sie jemanden in den siebten Stock. Es ist sehr wahrscheinlich dass eine Gruppe Todesser durch den Raum der Wünsche nach Hogwarts gelangt." Mit einem entsetzten Aufschrei wirbelte die Professorin zu dem blonden Slytherin herum. ,,Was wollen Sie mir damit sagen Mr.Malfoy?" ,,Dass ...ich...in den Winterferien an einem Auftrag gearbeitet habe. ...Welcher mir gelungen ist.", antwortete Draco und konnte spüren wie das Blut ihm in die Wangen schoss. Beschämt blickte er zu Boden. Das Schweigen welches auf seine Beichte folgte, war schlimmer als eine Schimpftirade oder ein Fluch den sie auf ihn hätte abfeuern können. ,,Ich verstehe nicht was sie meinen.", murmelte die Professorin mit bebender Stimme. ,,Was ich damit sagen will ist, es wird eine Pforte geben. Sie führt aus der Nocturngasse direkt in den Raum der Wünsche. Ich habe das Verschwindekabinett zum repariert." Seine Stimme klang von weit her zu ihm und er war angeekelt von sich selbst. Erst jetzt wurde ihm das gesamte Ausmaß seiner Tat klar. Was hatte er getan? Er hatte unschuldige Schüler dem Tode geweiht. Er hatte sie alle verraten.
DU LIEST GERADE
The Slytherin Diaries
FanficDraco Malfoy verzweifelt. Um das Leben seiner Eltern zu retten, muss er das Verschwindekabinett aus dem Raum der Wünsche reparieren. Die Mission scheint jedoch zu scheitern ehe sie richtig begonnen hat. In seiner Verzweiflung weiht Draco seine beste...
