,,Und du glaubst du bist fit?" Argwöhnisch musterten die beiden Männer Anthea. ,,Ich bin fit. Ehrlich. Mir geht's gut." Hilfesuchend sah die junge Frau den blonden an. ,,Du weißt wie wichtig es ist die Prophezeiung zu finden. Ich war eine ganze Woche lang k.o. Wir haben schon viel zu viel Zeit verloren." Nachdenklich nickte der Slytherin. Sie hatte recht. Er und Blaise hatten sich zwar einige Male über ihre bevorstehende Mission unterhalten und darüber dass sie Anthea so viel Zeit geben wollten wie möglich, jedoch saß auch er auf glühenden Kohlen. Immerhin ging es ebenso um das Leben seiner Eltern und er wollte die Gefangenschaft der beiden um jeden Preis beenden. ,,In Ordnung.", sagte er schließlich und auf dem Gesicht der Frau machte sich ein dankbares Lächeln breit.
,,Dann ist es also beschlossen?", fragte sie vorsichtig und Draco nickte. ,,Heute Nacht werden wir ins Ministerium einbrechen." ,,Sollten wir uns nicht einen genauen Plan überlegen?", wandte Blaise mit erhobener Hand ein, "ich meine, wir haben keinen Tarnumhang und keinen Vielsafttrank." ,,Da hast du recht.", gab Draco zu bedenken, "allerdings sitzt uns die Zeit im Nacken und wir wissen im Gegensatz zu Potter, dass wir keine der Türen schließen dürfen, dass die Etage neun die Mysteriumsabteilung ist und dass wir womöglich nicht alleine sein werden.
,,Nicht alleine?" ,,Todesser.", antwortete Anthea dem schwarzhaarigen kühl und bedachte diesen mit einem nachdenklichen Blick. ,,Du hast es Eliza verraten oder?" ,,Was habe ich ihr verraten?" ,,Was wir vorhaben." ,,Na und? Sie versteht das sowieso nicht. Und woher weißt du das?" ,,Ich dachte es mir. Du hast so hin und hergerissen ausgesehen als du zurück gekommen bist." ,,Sie ist meine Freundin. Ich vertraue ihr. Ich hatte nur Sorgen ihr eventuell zu viel Angst gemacht zu haben.", entgegnete Zabini achselzuckend.
Den Blick den seine beiden Freunde sich zuwarfen, sah er nicht. Draco wusste was Anthea dachte. Er war ebenso wie sie der festen Überzeugung gewesen, dass mit Eliza etwas nicht stimmte. Blaise hatte den beiden ganz stolz einen Stapel unbeweglicher Muggelfotos von sich und einer blonden Schönheit gezeigt, deren grausiges Lockenhaar dem von Hermine Granger glich und die mit ihren blassgrünen Augen und dem ovalen Gesicht so gar nicht zu den bisherigen Errungenschaften Zabinis passte. Außerdem war der Blick von Eliza Rudolphus keineswegs klar und fröhlich sondern leicht verwirrt und träumerisch gewesen. Blaise hatte jedoch all dies auf ihre Verliebtheit geschoben und den beiden pikante Details erzählt, die nicht nur bewirkt hatten dass Anthea das Thema schnell fallen, sondern sie und Draco auch ebenso schnell das Zimmer verlassen hatten. So gut sie auch befreundet waren, alles wollten die beiden nicht von der Beziehung ihres Freundes erfahren.
,,Wann sollen wir aufbrechen?", fragte Draco um das Gespräch von Eliza wegzulenken. ,,Ich denke so schnell wie möglich. Das Ministerium ist ab acht Uhr geschlossen." ,,Das wäre in einer halben Stunde. Wir müssen erst einmal nach London apparieren und die Telefonzelle nutzen. Bis dahin sollte es nach acht sein und wir alleine.
,,Dann los, wir haben keine Zeit mehr zu verlieren.", entgegnete Anthea und machte eine auffordernde Handbewegung in Richtung der beiden Männer. Diese warfen sich einen schnellen, unsicheren Blick zu, ehe Zabini aufsprang und begann das Zelt aufzuräumen. Draco hingegen ging mit Anthea noch einmal alles durch was sie auf dem Weg in die neunte Etage beachten mussten und wie der Raum der Mysteriumsabteilung aussah.
Wenige Minuten später standen die drei mitten auf der Lichtung, das Zelt vor ihnen klein gehext und in der Hosentasche Zabinis verstaut. ,,Dann los. Auf ins Ministerium.", murmelte Anthea, packte die beiden Männer an den Händen und noch ehe Draco die Augen geschlossen hatte, wurde er an seinem Bauchnaben nach vorne gerissen. Mitten in die Dunkelheit hinein.
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The Slytherin Diaries
FanfictionDraco Malfoy verzweifelt. Um das Leben seiner Eltern zu retten, muss er das Verschwindekabinett aus dem Raum der Wünsche reparieren. Die Mission scheint jedoch zu scheitern ehe sie richtig begonnen hat. In seiner Verzweiflung weiht Draco seine beste...
