Zuerst wollte ich nichts von dem glauben, was Ashley sagte, aber nach und nach verstand ich, wieso Violet mir nicht gesagt hatte, was Mark für ein Kerl war. Das mit der Schwangerschaft hatte ich gewusst, aber das war es dann auch gewesen.
Und selbst jetzt, wo ich wusste was Sache war, konnte ich nicht für sie dasein.Ich hätte sie natürlich besuchen können, immerhin wusste ihre Mutter wo ich steckte, aber was war, wenn Ashley dann plötzlich vor der Tür stand?
Wie also wurde ich diesen Typen los, bevor er etwas rausfinden konnte?Und plötzlich stand sogar die Lösung vor mir, fast als hätte ich danach gerufen.
Chris.Wieso war ich da nicht schon eher drauf gekommen? Chris himmelte mich an und er war nun nicht wirklich von schlechten Eltern. Außerdem, wenn ich mir einen anderen Kerl nahm, dann würde Ashley vielleicht denken, das ich kein Interesse an ihm hatte.
Alles war ein weig kompliziert, aber dennoch nicht schlecht, weswegen ich ernsthaft mit dem Gedanken spielte etwas mit Chris anzufangen. Vielleicht war es blöd, da die zwei sich Heute verstanden, aber früher hatten sie sich auch nicht leiden können. Wieso sollte ich das also nicht einfach nutzen?Sicher würde Jinxx versuchen mir diese Idee auszureden, aber wenn ich ihm nichts davon sagte, dann konnte er es mir auch nicht verderben.
Ich nahm also einfach meinen Mut zusammen, auch wenn es nicht unbedingt viel Mut erforderte, und setzte mich neben Chris.
Dieser saß auf der Wiese hinter dem Haus und blickte diese entlang. Alles grünte und die Pflanzen blühten in wundervollen Farben, weswegen es einfach nur ein schönes Bild war.Chris hatte seine Arme auf den Beinen abgelegt, welche er angewinkelt hatte. Die Sonnenbrille auf siner Nase schützte seine Augen vor der Sonne und war so dunkel, das ich nicht erkennen konnte, wohin er sah. Vielleicht blickte er gar nicht in die Ferne, sondern sah mich an, oder hatte die Augen geschlossen.
Ich begann genauer ihn zu mustern. Auch er hatte jetzt Tattoos, wenn auch nicht so viele wie Ashley. Und er war noch immer so dünn und schlaksig wie damals. Seine Haare waren länger, aber das war ja nun wirklich nicht schwer. Und er hatte noch immer diese lockere Art an sich, bei welcher ich mich manchmal fragte, ob er Drogen konsumiert hatte.
Er war einfach Chris und hatte sich nicht großartig verändert. Aber dafür mochte ich ihn - auch wenn er und ich keine schöne Vergangenheit hatten.,,Ich würde dich ja fragen, ob du Lust hast mit mir einen Kaffee trinken zu gehen, aber ich schätze, dass Ashley mich dann hassen wird, wenn er das wüsste." Er geinste vor sich hin, sein Gesicht noch immer geradeaus gewandt. Mitlerweile spielten seine Finger miteinander und das ließ ihn ziemlich nervös erscheinen. Scheinbar war er dies auch.
,,Ich würde es gern tun, aber Bruder geht nunmal vor Luder." Seufzend richtete er sich jetzt auf, zumindest versuchte er es, denn er kam nicht wirklich weit, als ich ihn an seiner Hand festhielt und ihn zu mir zurück zog.Chris geriet dadurch, wer hätte es gedacht, ins Taumeln und es kam wie es kommen musste und er landete direkt auf mir. Er konnte sich zwar noch rechts uns links von mir auf dem Rasen abstützen, nur war jetzt auch ich nach hinten gefallen.
Für einen Augenblick sahen wir uns an. Doch dieser Augenblick hielt nicht wirklich lange, denn Chris nutzte seine jetzt entstandene Chance und legte seine Lippen auf meine.
Irgendwie konnte ich nicht genau definieren ob es gut war oder nicht. Ich wusste nicht was ich von dieser Aktion von ihm halten sollte, aber irgendwie passte es ja in mein Konzept.
Zwar sah Ashley jetzt nicht was passierte, aber das war nicht so schlimm, den sicher würde mich Chris wieder küssen.Und nachdem ich die Augen noch aufgerissen hatte, schloss ich sie als ich einen Schaffen in unserer Nähe erkenne. Erst jetzt ließ ich mich auf den Kuss ein und Chris brachte es dazu, den Kuss zu intensivieren.
Erst als sein Cap rutschte und mir somit ins Gesicht fiel löste er sich von mir und ich realisierte die Situation.Irgendwie hatte es sich nicht richtig angefühlt ihn zu küssen, irgendwie war es wie eine Blockade, die mich davon abhielt, mich richtig darauf einzulassen. Das konnte doch nicht sein!
Das war jetzt meine Chance um Ashley zu zeigen, dass ich kein Interesse an ihm hatte und dann soetwas.Chris sah mich unsicher an, bevor ein Lächeln auf seine Lippen huschte. Doch unsere traute Zweisamkeit wurde genau von dem gestört, von dem ich es mir erhofft hatte. Aber genau das fühlte sich jetzt so falsch an und versetzte mir einen kleinen Stich.
Ashley stand, nicht gerade weit weg von uns, an die Hauswand gelehnt. Sein Cowboyhut war in sein Gesicht gezogen und verhüllte deswegen den Blick auf dieses und seine Augen.
Seine Arme hatte er vor der Brust verschränkt und dadurch wirkte er ziemlich angespannt.,,Wie schön zu wissen, dass du so eine bist." Seine Worte hatten so einen herablassenden Unterton, dass ich mich beinahe vor mir selbst zu ekeln begann. Ich schämte mich für diese blöde Aktion und fragte mich, wie ich nur so tief sinken konnte.
,,Ash, es war nicht ihre Schuld. Ich hab sie geküsst." Versuchte Chris tatsächlich gerade mich zu verteidigen?
,,Sah aber so aus als hätte es ihr gefallen." Mit diesen Worten drückte sich der Schwarzhaarige von der Hauswand ab und wandte sich zum gehen. Kurz blieb er stehen und schüttelte den Kopf, bevor er seinen Weg fortsetzte.
Was blieb war das Klalpern seiner Stiefelketten bei jedem Schritt den er tat und mein verdammt schlechtes Gewissen.

DU LIEST GERADE
Magnetic (Ashley Purdy FF) ~ Electric Band 2
FanfictionEs ist jetzt acht Jahre her, dass Ashley von seiner großen Liebe verlassen wurde. Acht Jahre, in denen er versuchte sie zu vergessen, sie aus seinen Gedanken zu verdrängen. Sein Leben ging weiter und sie hatte ihm dabei sogar etwas geholfen, immerhi...