🌶️
Es war mein achtzehnter Tag auf Turners Anwesen und mittlerweile verstand ich mich wirklich gut mit Luke. Wir waren mittlerweile per Du, eine förmliche Angelegenheit die meine Eltern selbst nach 25 Jahren Ehe nicht ablegen konnten. Wir redeten viel, lernten uns kennen.Er brachte mich zum Lachen und man hatte wirklich Spaß mit ihm. Erst Recht das letztere habe ich von dem Favoriten meines Vaters nicht erwartet. Es waren angenehme Tage und Nächte. Wir schliefen zwar in einem Bett, doch passiert war bisher nichts. Er hörte auf wenn ich es wollte und ich ließ es noch zu nichts kommen. Die Gedanken rund um Kilian hatten sich deutlich verringert, es war einfacher in einer fremden Umgebung als im vertrauten Elternhaus, geplagt von gemeinsamen Erinnerungen. Zurück in das Hier und Jetzt.
Ich stoppte und schaute kurz um mich.
Wo war er nur? Ich lief die Treppen weiter herunter und bog in den Speisesaal: „Luke?" Seine konzentrierte Stimme drang ein wenig genervt aus dem angrenzenden Arbeitsraum: „Was?" Ich fing an zu lächeln und durchquerte den Raum: „Ich geh aus und wollte dir nur Bescheid geben" Sein Körper tauchte im Türrahmen auf: „Nein- ich meine nicht jetzt." Er hatte einen komisch dominanten Ton drauf und ich betrachtete ihn verwirrt: „Wieso?" Er räusperte sich und wollte mich küssen doch ich wich zur Seite. „Ich hab dir die Badeanlage noch nicht gezeigt- ich dachte dass könnten wir heute machen" Ich versuchte einen Blick in das Zimmer hinter ihn zu werfen: „Aber du arbeitest doch gerade" Er schloss die Tür in deren Rahmen er stand und drückte mir seinen Mund auf meine Lippen: „Kann warten, komm mit"
Ein wenig enttäuscht darüber, dass ich mir heute wieder nicht die Stadt ansehen konnte trottete ich ihm hinterher. Da viel mir auf, dass momentan garkeine Badeklamotten in meinem Besitz waren: „Warte- Ich hab keine Schwimm-Mode eingepackt!" Er blieb stehen und lächelte etwas höhnisch: „Ist es dir etwa peinlich vor deinem Ehemann nackt zu sein?" Meine Wangen wurden heiß und ich schaute zu Boden. „Aber ich habe daran gedacht, hier bitte." Er überreichte mir eine kleine Tüte die er von dem kleinen Tisch neben ihm geschnappt hatte. Neugierig fischte ich den Stoff heraus und begutachtete es schließlich empört: „Das ist beinahe weniger als meine Unterwäsche! Was soll das sein?" Er drehte die Tüte in meiner Hand um und wies auf den kleinen Hinweis an linken Rand hin: „le bikini, la première bombe an-atomique - die neuste Mode aus Frankreich, man nennt es Bikini, ein Zweiteiler."
Ich rang ein wenig mit mir selbst ob ich diesen Fetzen nun wirklich anziehen sollte, doch ich rief mir in das Gedächtnis, dass er mich so oder so irgendwann komplett nackt sehen würde, ich fand es beinahe kindisch, dass ich mich so zugeknöpft verhielt: „Na gut. Aber dreh dich um" Luke schüttelte grinsend seinem Kopf und drehte sich mit dem Rücken zu mir.
Ich zog mir schnell mein königsblaues Kleid über den Kopf und tauschte in Windeseile meine Unterhose gegen die rote Bikini Hose. Sie lag unangenehm eng und bedeckte noch weniger als ich vermutet hatte, ich seufzte. Warum sollte sowas in Mode kommen? Verwirrt betrachtete ich das Oberteil des Badeanzugs und tauschte auch das gegen meinen normalen BH. Man sollte es oben am Nacken und am Rücken binden, doch irgendwie kriegte ich es einfach nicht auf die Reihe.
Ich hielt mit meinen Händen den Stoff am Oberkörper an den richtigen Stellen fest: „Luke? Hilfst du mir bitte?" Er drehte sich und ein Schimmer der Lust spiegelte sich in seinen Augen wieder: „Du siehst umwerfend aus und es passt auch noch perfekt." Er band mir die Streifen zusammen und führte mich zu der Badeanlage: „Das ist der beheizte Pool und der da hinten ist kalt, mach es dir gemütlich ich komme gleich wieder"
Ein wenig überfordert blieb ich stehen und schaute mich um, blieb der Fetzen überhaupt an meinem Körper wenn ich jetzt ins Wasser stieg? So dünn wie er war fühlte es sich an als würde er sich demnächst auflösen. Vorsichtig schritt ich die Treppen des beheizten Pools herunter und blieb auf der 5 Stufe auf Hüfthöhe stehen. Sobald das Höschen nass wurde legte es sich beinahe noch enger um meinen Körper und war wie eine zweite Haut, Ich zog ein wenig an ihm herum und versuchte es verzweifelt über mein ganzes Gesäß zu kriegen doch es rutsche von einer Pobacke zur anderen.
DU LIEST GERADE
Kitten
RomanceDas neunzehnte Jahrhundert, die „gute alte Zeit" ist Averys Realität. Das Mädchen, das von einem Leben voller Freiheit und Abenteuer geträumt hatte, findet sich plötzlich in einer vermeintlichen Welt der Etikette und Konventionen wieder, als sie mit...
