Kapitel 24

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Noah

Seufzend sah ich den Arzt an. Er sah gut aus... Er erinnerte mich an Tyler.

Dann drehte ich mich doch lieber auf die Seite. Wenn ich im Krankenhaus war, begrüßte ich es immer, Gehörlos zu sein. Sonst war es eine Qual.

Mein Blick fiel auf meinen Verlobungsring, dann erinnerte ich mich, dass die Schwester einen Zettel hinterlegt hatte.

Ich sah also auf meinen kleinen Tisch und da lag er. Vorsichtig hob ich meinen Arm an und schnappte mir den Zettel.

'Noah,

Es tut mir leid. Alles! Ich weiß nicht, wieso ich so ein Arsch bin. Keine Ahnung, von wem ich das habe. Ich habe dich verletzt und es tut mir unendlich leid. Ich würde es gern wieder gut machen, aber ich weiß leider nicht, wie ich es wieder gut machen kann... All die Wochen ging es dir so schlecht, doch ich habe es nicht bemerkt. Ein guter Freund hätte es gemerkt, ich als dein Verlobter jedoch nicht. Das kann ich mir nicht verzeihen.'

Ich las nicht weiter. Zu sehr verschwamm meine Sicht durch meine Tränen.

So gerne würde ich sagen, dass ich mich nicht versucht habe, umzubringen, jedoch war ich mir nicht sicher.

ICH KONNTE MICH EINFACH NICHT ERINNERN!

Es war alles einfach nur schwarz. Leer.

Tyler

Vorsichtig öffnete ich die Tür zu Noahs Zimmer. Seine Familie saß hier im Flur und beobachteten mich.

Als ich Noah dort so sah, schluckte ich. Er lag auf der Seite, schien nachzudenken. Vorsichtig humpelte ich zu ihm. Noah erschrak, als er mich mitbekam.

"Hey. Finn lässt mich endlich zu dir", lächelte ich. "Was tust du hier?" Noahs stimme war rau, träge. Gebrochen.

"Ich wollte dich sehen." Wortlos spielte Noah mit seinen Fingern, dann hielt er mir plötzlich seinen Ring hin. "Ich möchte eine Auszeit. Sie schicken mich wieder zum Psychiater." "Noah was..." Verwirrt sah ich ihn an. " "Aber du musst doch nicht gleich Schluss machen."

"Ty... du liebst die Arbeit mehr als mich." Stumm nahm ich den Ring in die Hand. "Du hast den Brief nicht zu Ende gelesen", flüsterte ich und starrte auf den Ring in meiner Hand.

Stumm und mit Tränen in den Augen verließ ich das Zimmer und schloss die Tür. "Er hat den Brief nicht zu Ende gelesen", Sagte ich leise, sah noch immer den Ring an.

"Tyler-" Ich sah Finn an. "Lass mich bloß in Ruhe!" So schnell ich konnte, humpelte ich in Richtung Fahrstuhl. Mein Knie pochte, als würde es gleich explodieren.

"Ah!" Ich kniff die Augen zusammen, biss die Zähne zusammen und sackte nach unten, hielt mein Knie. "Sir?" Eine Schwester kam zu mir. Als ich etwas.. klebrig-feuchtes bemerkte, hob ich meine Hand.

Blut.

"Wir brauchen einen Arzt!", rief Sie. "Nein! Mir gehts gut!" Ich versuchte weiter zu laufen, doch versagte.

Und dann kam mein Untergang. "Mr McKenzie?! Wie schwerhörig sind Sie eigentlich?!" Mein Arzt.

"Mir gehts gut!" "Schwester, holen Sie bitte einen Rollstuhl." "Mir gehts gut..., mir gehts gut..", murmelte ich leise und kniff meine Augen zusammen, weinte stumm.

Finn

Als Tyler den Ring in der Hand hielt, war ich sprachlos. Hatte Noah sich wirklich freiwillig von ihm getrennt?!

"Er hat den Brief nicht zu Ende gelesen", flüsterte er immer und immer wieder. "Tyler-", versuchte ich anzusetzen.. "Lass mich bloß in Ruhe!"

Humpelnd lief Tyler davon. Sofort stand ich auf und lief in Noahs Zimmer, hörte ihn leise schluchzen.

Mitfühlend sah ich meinen Bruder an und legte mich zu ihm.

Er erschrak, nahm jedoch meine Hand fest in seine. "Ich bin bei dir", sagte ich leise, auch wenn No mich nicht hören konnte.

Stundenlang betreuten wir meinen Bruder. So lange, bis der Arzt kam. Er bat meine Eltern zu gehen, doch ich dürfte bleiben. Bei Noah.

Doch was war mit Chrissy und den Kindern? In letzter Zeit war ich kaum für die beiden da, doch Noah war mir doch auch wichtig!

"Verdammte scheiße", murmelte ich. "Wie bitte?" Der Arzt sah mich an. "Ich kann meine Hochschwangere Frau mit meinen zwei Kindern doch nicht alleine lassen", seufzte ich. "Nicht schon wieder."

Widerwillig stand ich vorsichtig auf, damit Noah nicht aufwachte. "Sagen Sie ihm, ich komme morgen wieder."

Mit einem letzten Blick zu meinem schlafenden Bruder verließ ich das Zimmer und stand auf dem trostlosen Flur des Krankenhauses.

Seufzend suchte ich den Ausgang und stand auf dem Parkplatz neben meinem Auto.

Noah würde das schaffen, da war ich mir sicher. Er war noch so jung. Voller Leben.

Diese dunkle Zeit in seinem Leben würde er überwinden können!

Sorry, ich wusste nicht, was ich schreiben soll, deswegen die ganzen sichtwechsel. Aber besser als nichts 🤷🏼‍♀️

Schaut bitte bei Heartbeat vorbei😬

Deaf 3 | manxman ✔️Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt