Kapitel 26

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Alexandra

Ich setzte mich gegenüber meines Bruders. Zwei Tage war es nun her, dass Noah ihn verlassen hatte.

Verübeln konnte ich es ihm nicht.

Tyler war schon eine ganze Zeit nicht mehr für Noah da und Noah war in gewisser Weise auch auf Hilfe angewiesen.

"Er hat den Brief nicht zu Ende gelesen!", grummelte er und schenkte sich erneut Whisky ins Glas. "Trinken ist auch keine Lösung", meinte ich leise.

"Ach was weißt du schon!", motzte er mich an. "Tyler, du bist vor zwei Tagen aus dem Krankenhaus abgehauen und trinkst seitdem nur noch. Soll das für immer so weiter gehen?"

"Er hat den Brief nicht zu Ende gelesen!", schrie er betrunken. Seufzend stand ich auf und gib zu ihm. "Komm. Geh schlafen." Ich half meinem kleinen Bruder hoch und schaffte ihn ins Bett.

"Er soll den Brief zu Ende lesen...", murmelte er ins Kissen. "Ich hab doch extra für ihn gekündigt.. Noah mein Traum...". Sanft deckte ich ihn zu. "Das wird wieder", flüsterte ich und setzte mich zu ihm.

Oh Noah... was hast du nur getan?

Er hätte doch erst einmal mit jemandem reden können!

Leise verließ ich das Schlafzimmer und traf draußen auf Mum. "Schläft er?" Leicht nickte ich und legte meinen Arm um sie. "Und du solltest dich auch ausruhen."

"Mein Ziel ist es, dass Tyler wieder glücklich wird. Mit Noah und Tommy. Und ich möchte mein erstes Enkelkind deinerseits sehen. Mehr möchte ich nicht mehr." Ich setzte mich mit Mum auf die Couch.

"Du darfst die Hoffnung nicht aufgeben, Mum!" Ich nahm ihre Hände. "Oh Alex... ich habe mittlerweile Krebs im Endstadium. Das weißt du. Aber Tyler darf das nicht erfahren. Nicht jetzt. Versprich es mir!" Mir stiegen Tränen in die Augen.

"Ach Schatz." Mum nahm mich in den Arm. "Du wirst deine Enkel aufwachsen sehen. Das weiß ich. Die Chemotherapie hat dich erst so zugerichtet. Das wird wieder."

Finn

Erleichtert lief ich ins Wartezimmer. Dort saßen meine Eltern mit Lucy und Jamie, sowie meine ganzen Kollegen- sogar die, die im Dienst waren!

"Und?" Ich lächelte. "Beide Jungs sind wohlauf und Chrissy geht es soweit auch ganz gut", lächelte ich. Sieben Stunden hatte die Geburt gedauert! Und die Kleinen waren viel zu früh!

Alle jubelten und gratulierten. "Und wie sollen die beiden heißen?", fragte Mum aufgeregt. "Lucy und Jamie haben die Namen ausgesucht. Möchtet ihr sie sagen?"

Lucy grinste breit. "Ein Liam und ein Daniel!", rief sie und kam zu mir gerannt. "Darf ich sie sehen?" Ich hob meine Prinzessin hoch. "Und wann bekomme ich eine Schwester? Drei Brüder sind doof!" Ich lachte Leicht. "Das kann man sich nicht aussuchen. Aber wir gehen jetzt alle zu Mummy."

Jamie kam ebenfalls zu mir und wir drei rannten lachend durch den Gang. "Daddy!", quiekte Jamie fröhlich und ja hinterher gehopst. Lächelnd schnappte ich ihn mir und knuddelte meinen Sohn durch.

Dann öffnete ich die Tür. Chrissy lag im Bett und hatte ein Baby auf dem Arm. Die Schwester hatte das andere.

"Mummy!" Lucy rannte zum Krankenbett. "Ist das Liam oder Danny? Darf ich ihn mal halten?" Meine Tochter war auf das Bett geklettert.

Jamie auf meinem Arm streckte seine Ärmchen nach seiner Mutter aus, weshalb ich ihn auf die andere Seite des Bettes setzte. Anschließend gab ich Chrissy einen Kuss und sah Meinen Sohn Nummer eins an.

An seinem Ärmchen war ein Bändchen mit dem Namen Daniel.

Die Schwester überreichte mir lächelnd meinen anderen Sohn. Das war dann wohl Liam.

"Hallo du", lächelte ich den Winzling in meinen Armen an. "Die glotzen ja gar nicht", meckerte Lucy. "Lucy, sie sind nicht mal ein paar Stunden alt", seufzte ich und setzte mich auf das Bett.

Gerade rechtzeitig, damit ich Jamie auffangen konnte, da er wieder umkippte. Sofort kam meine Mutter zu uns geeilt und legte Jai zwischen Chrissy und mich.

"Darf ich ihn mal halten?" Lächelnd übergab ich ihr meinen Sohn, sah dann zu Jamie. Armer kleiner Spatz.

Glücklich sah ich zu Daniel. Es war wie jedes Mal ein unglaubliches Gefühl! "So ein Mädchen wäre doch noch was, oder?"

Chrissy sah mich genervt an. "Jetzt ziehen wir erst mal die vier Hosenscheißer richtig groß, ich sag es dir."

Eigentlich hatte ich nur Angst, meine Familie nicht versorgen zu können. Es war ja schon zu viert knapp, aber jetzt waren wir zu Sechst!

"Wie machen wir das jetzt mit Noah?", fragte ich sie leise. "Du gehst mit ihm zur Kur. Keine Widerrede. Sonst endet er so wie damals. Oder noch schlimmer."

"Aber wir haben jetzt vier Kinder. Die beiden sollten erst in Vier Wochen kommen." Seufzend legte ich meinen Kopf an Chrissys.

"Wenn Chrissy das in Ordnung findet, dann gehst du mit Noah. So lange helfe ich." Mum lächelte. "Und die anderen helfen garantiert auch." "Siehst du, es wird alles gut. Bei uns und bei Noah."

Trotzdem hatte ich ein schlechtes Gewissen. Immer ließ ich Chrissy alleine und sie nahm es so hin. Ohne Probleme. "Ich liebe dich", murmelte ich und gab ihr einen Kuss. "Ihhh!", meckerte Lucy.

"Keine Sorge, Lucy. Du bist schnell genug in dem Alter, wo du das nicht mehr eklig findest", grinste Chrissy. "Nein. Nur über meine Leiche. Ich lasse doch nicht irgendeinen Milchbubi an meine Tochter", sagte ich ernst.

"Ich gehe mal zu Noah und Berichte über alles", lächelte Dad und gab mir Liam in den Arm.

Whupdiwhup. Wer ist eigentlich jetzt euer Lieblingscharakter?

Und was erhofft ihr euch von der Story? -Außer das Nyler wieder zusammen kommt 😂

Ach und ihr erfahrt bald, warum Raven nicht mehr aufgetaucht ist. Hat jemand eine Vermutung?🧐

Deaf 3 | manxman ✔️Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt