Kapitel 33

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Melody kam kurze Zeit später in Pauls Zimmer. Es war jetzt halb eins mittags. Das Konzert der Band war für heute Abend um acht angesetzt, die Proben dafür sollten um vier anfangen. Paul traf sich vor dem Hotel mit Brian, um wie vereinbart zur Polizei zu gehen. Die anderen Jungs gingen mit Melody in die Stadt. Eigentlich wollten sie ihr nur einen Bikini kaufen, doch als sie kurz vor halb vier zurück kamen, trugen sie ihr jeder mindestens drei prall gefüllte Tüten von verschiedensten Boutiquen hinterher. "Mel, was willst du eigentlich mit den ganzen Klamotten?" Seufzte John als er die Taschen abstellte. "Na anziehen. Oder was machst du mit Klamotten?" Darauf konnte John nicht mehr antworten weil Paul in dem Moment völlig außer Atem ins Zimmer gestürmt kam. Er fiel Melody um den Hals als wäre er erleichtert sie zu sehen. "Oh Gott sei dank geht es dir gut!" Keuchte er. "Was ist den los? Ist was passiert?" Fragte Melody überrascht. "Der Kerl dem wir angeklagt haben ist bereits Polizeibekannt! Er ist ein Stalker der jungen Frauen auflauert, um sie zu Vergewaltigen und anschließend um zu bringen. Bis jetzt konnte er noch nicht verhaftet werden, weil er immer zu schnell für die Polizei war. Bisher wusste immer niemand, wer sein nächstes Opfer ist. Man fand es erst heraus, wenn sie nackt und erwürgt irgendwo gefunden wurden." Diese Worte waren in einer Atemberaubenden Geschwindigkeit aus seinem Mund gekommen und er machte kurz eine Pause um Luft zu holen, dann redete er weiter: "Die Polizei ist froh dass wir ihn rechtzeitig bemerkt haben. Neben den Bodyguards haben wir jetzt noch Polizeischutz. Wenn der Typ hier also irgendwo auftaucht, schnappen sie ihn." John meldete sich zu Wort: "Das bringt doch nichts. Solange wir dabei sind, kommt der Typ eh nicht her. Der ist schlau genug um zu wissen dass er jetzt, wo ihr von ihm wisst besser aufpassen muss. Deswegen lebt Melody auch noch. Er hat immer lieber zweimal abgewartet ob nicht doch jemand kommt. Wenn ihr ihn kriegen wollt, müsst ihr ihm eine Falle stellen. Etwas, dem er nicht widerstehen kann. Etwas, wofür er das Risiko eingeht, der Polizei in die Arme zu laufen." Er sah zu Melody. Paul verstand, und sprang vor sie. "Unter gar keinen Umständen!" Zischte er John an. "Es ist der einzige Weg ihn schnell genug zu bekommen! Oder willst du dir den ganzen Urlaub über Sorgen um sie machen? Sieh doch ein dass heute der perfekte Tag ist, weil wir heute Abend nicht da sind. Sie muss nur allein hier im Zimmer bleiben und möglichst verlockend aussehen aber das tut sie ja sowieso. Und du hast doch erzählt dass hier überall Polizeileute sind die aufpassen." Antwortete der. "Nein!" Zischte Paul erneut. "Nein! Nein! Nein! Niemals! Nein!" "Paul," sprach Melody plötzlich. "Ich bin der gleichen Meinung wie John. Ich sollte es machen. Mir macht der Gedanke daran, die ganze Zeit beobachtet worden zu sein schon so eine Angst. Ich will nicht weiter mit dieser Angst leben. Es ist natürlich nicht schön mich heute Abend dieser Gefahr auszusetzen, aber ich muss es tun." Paul drehte sich zu ihr um und sie sah ihn mit ihren großen Braunen Augen an. Er sah nicht glücklich aus, doch schließlich gab er ihr nach. "Du bist so tapfer, Schatz." meinte er und Sofort schickte er John auf die Suche nach einem der Polizisten, um ihn in ihren Plan einzuweihen. George und Ringo, die die ganze Zeit regungslos dagestanden hatten, gingen John nach und halfen ihm beim Suchen. Paul und Melody waren jetzt allein im Zimmer. "Wir müssen um vier bei der Probe sein und ab um Acht geht unser Konzert zwei Stunden. Das bedeutet, dass ich mir mindestens sechs Stunden lang Sorgen um dich machen muss." Meinte er und versuchte zu Lächeln. Das gelang ihm allerdings nicht, da seine Augen traurig und Sorgenerfüllt waren. "Ich würde ja gerne sagen sorge dich nicht, aber dafür habe ich selbst zu viel Angst." Sagte Melody.

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