Ich bleibe bei dir

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Malias Pov

Langsam konnte ich der Schwärze wieder entkommen und kam wieder zurück in meinen Körper. Ich öffnete langsam meine Augen und versuchte mich zu orientieren. Ich sah mich im Zimmer um und erkannte die Intensivstation wieder. Dann merkte ich, dass etwas auf meine Bein drückte. Ich schaute runter und sah Julias Kopf auf meinem Oberschenkel liegen. Sie schlief. Ich nahm meine Hand unter der Bettdecke vor und streichelte ihr über den Kopf. Sie öffnete langsam die Augen und setzte sich wieder auf. „Geh nachhause und schlaf ein bisschen.", sagte ich zu ihr. „Nein. Ich bleibe hier bei dir. Ich lasse dich nicht mehr alleine. Das verspreche ich dir.", meinte sie. Ich lächelte sie an  und rutschte in dem Bett so weit es ging zur Seite, um Julia platz zu machen. Ich klopfte leicht aufs Bett und Julia verstand die Geste und legte sich zu mir ins Bett. Julia legte ihre Arme um mich und ich kuschelte mich an sie ran. „Ich hab dich vermisst.", meinte ich du ihr. „Ich dich auch Lia. Ich dich auch. Aber jetzt bin ich bei dir.", meinte sie und zog mich noch näher an sich ran. „Ich hab dich lieb.", meinte ich und Julia gab mir daraufhin einen Kuss auf die Stirn. „Ich dich auch. Schlaf jetzt mal ein bisschen, damit du wieder zu Kräften kommst.", sagte sie. Ich schloss also meine Augen und schlief auch kurz darauf ein. Die Narkose und die OP haben mich echt noch ziemlich mitgenommen.

Julias Pov

Malia ist dann auch relativ schnell eingeschlafen und auch ich fiel dann wieder in meine Träume.

Als ich am nächsten Morgen wieder aufwachte schlief Lia noch. Ich nahm ihre Hand von meiner Taille, stand auf, und deckte sie dann wieder richtig zu. Ich setzte mich wieder auf den Stuhl neben ihrem Bett und beobachtete sie einfach ein bisschen. Wenn diese riesige Bettdecke auf ihr lag sah sie so unfassbar klein aus. So als würde sie darunter verschwinden. „Julia? Was machst du denn hier?", hörte ich plötzlich Paula hinter mir fragen. Ich drehte mich um und sie schloss gerade die Tür hinter sich und trat weiter ins Zimmer rein. „Wann bist du denn gekommen?", fragte sie nun. Ich antwortete ihr nicht, sondern schaute sie nur an. „Du warst gar nicht zuhause oder?", meinte sie nun mit einer ziemlichen Sicherheit in ihrer Stimme. „Ich kann sie doch nicht wieder alleine lassen.", meinte ich nur. „Du lässt sie doch nicht alleine. Sie ist hier in guten Händen. Du musst aber auch an dich denken.", meinte Paula und legte eine Hand auf meinen Arm. „Mir geht es gut.", sagte ich nur. „Das mag ja sein. Du siehst aber total fertig aus. Geh nachhause. Ruh dich aus. Ich ruf Franco eben an, damit er dich abholt. Ich passe auf Malia auf. Versprochen.", meinte Paula. „Gut okay.", gab ich nach und Paula ging kurz wieder vor die Tür, um Franco anzurufen. Ich setzte mich wieder auf den Stuhl und legte meine Hand auf Malias. Dann kam Paula auch schon wieder rein. „Franco ist gleich hier.", meinte sie. „Danke.", sagte ich nur. In diesem Moment wurde auch Malia langsam wach. „Hallo Malia. Wie geht es die denn?", fragte Paula sie gleich. „Ganz gut.", meinte sie nur. „Hast du irgendwo schmerzen?", fragte Paula nun. „Ne. Fühl mich nur noch ziemlich schwach.", antwortete sie diesmal. „Das klingt ja schonmal gut. Die Schwäche wird in der nächsten Zeit dann auch weggehen.", meinte Paula. „Danke.", flüsterte Malia und lächelte Paula an. „Nicht dafür.", erwiderte diese nur. Ich setzte mich wieder auf den Stuhl und nahm ihre Hand. Sie drehte sofort den Kopf zu meiner Seite. „Mäuschen, ich gehe gleich mal eben kurz nachhause, aber ich komme so schnell es geht wieder.", meinte ich zu ihr. „Alles gut Julia. Lass dir Zeit. Du bist echt fertig. Ich werde sowieso viel schlafen.", entgegnete sie mir sofort. Ich lächelte ihr zu. Dann öffnete sich die Tür und wir alle drei schauten dort hin.

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