Julias Pov
Lia wurde in die Radiologie geschoben und ich wollt ihr natürlich sofort hinterher. „Julia. Bleib mal bitte hier.", meinte Paula zu mir und hielt mich an der Hand fest. „Was? Nein. Ich muss doch bei Lia bleiben.", sagte ich mit zittriger Stimme. „Ganz ruhig. Malia ist in guten Händen und wenn sie operiert wird, dann kannst du da eh nicht mit. Außerdem würde ich mir dich auch gerne nochmal anschauen.", sagte Paula und führte mich zur Trage. „Mit mir ist alles in Ordnung.", beteuerte ich nur. „Bitte Julia.", bat Paula mich. „Okay in Ordnung.", gab ich nach. „Gut dann zieh mal bitte deine Jacke aus.", sagte Paula und ich tat was sie mir sagte. Und unter meiner Jacke kamen erstaunlicherweise einige Hämatome zum Vorschein. Paula nahm meinen Arm und untersuchte ihn genau. „Was ist n mit deinem Arm passiert?", fragte sie mich. „Ich weiß nicht genau. Muss wahrscheinlich passiert sein, als ich Lia da rausgeholt habe.", antwortete ich ihr. Plötzlich klingelte Paulas Telefon. „Martinson...Gut okay...Danke.", sagte sie und legte dann auf. „Das war die Radiologie. Malia wird jetzt gleich in den OP geschoben.", sagte sie zu mir, woraufhin ich nur nickte. „Dann wieder zurück zu dir. Erzähl doch mal von vorne was passiert ist.", sagte sie. „Okay. Nachdem Malia abgehauen ist bin ich zu ihr nachhause gefahren und an der Haustür hab ich schreie gehört und habe dann geklingelt und geklopft. Unser Vater mir dann total betrunken die Tür geöffnet und wollte mich nicht zu Malia lassen. Ich hab dann ein bisschen mit ihm gerungen und bin dann schließlich ins Wohnzimmer und hab Lia da in diesem schlechten Zustand gesunden und sie dann schnellstmöglich hier in die Klinik gebracht.", erklärte ich ihr. „Und bei dieser Rangelei sind deine Verletzungen entstanden?", fragte Paula nochmal nach. „Ja denke ich mal. Er ist etwas grob geworden aber ist wirklich nur halb so schlimm.", meinte ich. „Das erklärt aber auch ihre Panikattacke als Franco gestern in den Raum gekommen ist.", meinte Paula. „Ja allerdings. Warum bin ich darauf denn nicht früher gekommen? Warum hab ich sie denn nur nachhause gehen lassen? Hätte ich das verhindert, dann wär ihr das nicht passiert. Hätte ich früher wieder Kontakt zu ihr aufgebaut, dann hätte ich sie viel früher retten können. Hätte ich doch bloß..." „Hey. Julia. Hey. Du kannst dafür nichts. Nicht du hast sie so verletzt. Nein. Du hast ihr geholfen.", redete Paula auf mich ein. „Aber..." „Da gibt es ein aber. Du hast alles richtig gemacht.", unterbrach sie mich gleich. Meine Augen füllten sich allmählich mit Tränen und ich fing schrecklich an zu weinen. „Es wird alles gut.", meinte Paula nur und nahm mich in den Arm. Sie strich mir die ganze Zeit sanft über den Rücken und versuchte ich zu beruhigen, doch helfen tat es nicht wirklich. „Julia? Schatz? Was ist den passiert?", fragte jemand von der Tür den Schockraums. Es war Franco. Ich hob meinen Kopf von Paulas Schulter und schaute ihn einfach nur an. Er kam auf mich zu und nahm mich jetzt auch in den Arm. Nach kurzer Zeit löste er sich aus der Umarmung und betrachtete mich dann auch genau. Dann nahm er meinen rechten Arm und strich mit seinem Finger einmal über die Hämatome. „Was ist passiert?", fragte er. Also erzählte ich auch ihm die ganze Geschichte. „Was ist mit Malia?", fragte er nun. „Sie wird gerade operiert.", meinte ich. „Lungenembolie durch Rippenfraktur.", ergänzte Paula mich. „Kann ich irgendwas für dich tun?", fragte Franco mich. „Sei einfach bei mir.", sagte ich und lächelte ich an. „Das bin ich. Das werde ich immer sein.", meinte er und gab mir einen Kuss. „Setzt euch beide doch vorne in den Wartebereich und ich sag euch dann bescheid, wenn Malia aus dem OP kommt.", sagte Paula. „Machen wir. Danke dir.", sagte ich zu ihr und ging mit Franco zusammen in den Wartebereich.
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Zurück ins Leben
Fiksi PenggemarEin normales Leben eines 16 jährigen Mädchen ist für Malia ein Fremdwort. Einen Nachmittag mit Freunden verbringen, verliebt sein, zur Schule gehen? All das kennt sie nicht. Doch wird sie es schaffen sich ihr eigenes Leben zurückzuholen?