Paulas Pov
Lia wurde auf einmal total panisch und fing an um sich zu schlagen und zu treten. Auch meine Versuche sie zu beruhigen hatte keinen Erfolg. Gerade als ich ihr ein Beruhigungsmittel verabreichen wollte wurde sie bewusstlos. „Lia! Mach mal die Augen auf! Schön bei mir bleiben!", sagte ich und setzte ihr einen Schmerzreiz, doch es half nichts. „Paula ich habe keinen Puls mehr.", sagte Marion zu mir. „Scheiße. Ben. Sofort Rea starten und Marion Monitoring und Defi vorbereiten.", wies ich die beiden ein und setzte mich selber mit einem Ampu-Beutel an ihren Kopf. „28...29...30", zählte Ben laut mit. Ich beatmete sie zweimal und dann drückte Ben weiter. „Was sagt das EKG?", fragte ich Marion. „Einen Moment noch. Bin sofort so weit.", meinte sie. „28...29...30", zählte Ben nun wieder und wieder beatmete ich Lia zweimal, damit Ben mit dem Drücken fortfahren konnte. „Paula. Wir haben Kammerflimmern.", sagte Marion. „Sofort Defi vorberieten.", meinte ich. „Schon bereit.", erwiderte Marion und drückte ihn mir in die Hand. „Okay. Alle weg vom Patienten. 1...2...3...Schock!", meinte ich und Lias Körper wölbte sich einmal nach oben. Ben fing sofort wieder an zu drücken. „28...29...30", zählte er wieder, woraufhin ich Malia wieder beatmete. „Lia!!!", hörte ich es schreien und blickte nun auf. „Julia kam zu uns gerannt und fiel genau neben Malia auf die Knie und fing an zu weinen. Gerade als ich sie beruhigen wollte unterbrach Marion mich. „Paula. Erneut Kammerflimmern.", sagte sie und von Julia konnte man nur ein lauten Schluchzen vernehmen. „Alle weg vom Patienten. 1...2...3...Schock!", sagte ich wieder und wieder wölbte sich Malias Körper. „Asystolie. Sofort weiterdrücken.", sagte Marion zu Ben und dieser tat dies auch gleich wieder. „Wie lange seid ihr schon dabei?", fragte Julia leise. Ich schaute sie einen Moment nur an. „Sie wird es schaffen.", sagte ich dann aber. „28...29...30", sagte diesmal Marion, die Ben abgelöst hatte, und ich beatmete Lia wieder. „Wie lange?!", fragte Julia nun etwas nachdringlicher. „Circa 20 Minuten.", antwortete ich ihr. Julia schüttelte leicht den Kopf. „Komm schon Malia. Bitte. Tu mir das nicht an.", flehte sie und wischte sich ein Träne von der Wange. Kurz danach konnte ich ein sehr langsamen Piepen vom Monitor vernehmen. „Wir haben einen Sinusrhytmus.", sagte Ben und Marion hörte auf mit der Reanimation. „Okay. Dann jetzt ganz schnell in den RTW und mit Alarm in die Klinik. Ich will nicht, dass sie mir hier nochmal zusammenklappt.", sagte ich und wir legten Malia auf die trage und schoben sie dann in den RTW. Julia wollte hinter mir in den RTW steigen, doch ich hinderte sie daran. „Ich denke nicht, dass es eine so gute Idee ist, wenn du mitfährst.", meinte ich zu ihr. „Ich bin ihre Schwester! Lass mich zu ihr! Ich will bei ihr bleiben!", schrie Julia mich an. Ich war ziemlich geschockt. Sie hatte mich noch nie zuvor angeschrien. Aber immerhin liegt ihre Schwester in meinem RTW und ihr Leben hängt quasi am seidenen Faden. Da ist es schon verständlich, dass sie zu ihr will. „Julia. Ich will dich nicht anlügen. Malias Zustand ist immer noch sehr kritisch und ich kann es echt nicht gebrauche, wenn sie nochmal zusammenklappt, dass du auch noch dabei bist. So leid mir das auch tut.", sagte ich ruhig. „Das kannst du doch nicht machen!", schrie sie nun und fing doller an zu weinen. „Shhht. Alles gut. Ich werde auf sie aufpassen und mich gut um sie kümmern. Versprochen.", meinte ich und nahm Julia vorsichtig in den Arm. Sie sank in meinen Armen zu Boden und fing immer doller an zu weinen. Ich strich ihr kurz immer wieder über den Rücken, bis ich dann losmusste. Ich winkte die zwei Polizisten zu mir, welche sich Julia annahmen und sie zu Malia in die Klinik brachten. Ich ging dann auch zurück in den RTW und wir fuhren zum Krankenhaus.
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Ich melde mich auch mal wieder. Es tut mir wirklich leid, dass die letzten Tage nichts kam, aber ich bin wirklich absolut im Prüfungsstress und habe dazu auch noch nicht wirklich unanstrengende Schichten, nach denen ich viel lieber gleich schlafen würde, als noch zu lernen.
Ich hoffe euch gefällt das neue Kapitel und ihr hattet einen wundervollen Tag!
Anregungen, Fragen, Kritik, Ideen, Probleme? Dann schreibt mir gerne.
- Clara
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Zurück ins Leben
Fiksi PenggemarEin normales Leben eines 16 jährigen Mädchen ist für Malia ein Fremdwort. Einen Nachmittag mit Freunden verbringen, verliebt sein, zur Schule gehen? All das kennt sie nicht. Doch wird sie es schaffen sich ihr eigenes Leben zurückzuholen?