Er kommt nicht mehr zurück

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Als wir zuhause angekommen waren ging ich einfach nur ins Wohnzimmer und legte mich sofort auf die Couch. Paula kam zu mir, deckte mich zu und setzte sich an mein Kopfende und strich mir einfach nur durchs Haar. „Willst du was essen?", fragte Julia mich aus der Küche. Ich antwortete ihr nicht, starrte einfach nur an die Wand, versuchte an nichts zu denken. „Willst du lieber hoch in dein Zimmer?", fragte Paula mich nun. Doch wieder antwortet ich nicht. „Komm ich trag dich hoch und du schläfst ein wenig.", sagte Franco nun und wollte mich auch schon hochheben. „Nein! Fass mich nicht an! Lass mich in Ruhe! Ich will nicht, dass du mich anfasst!", schrie ich ihn an und er wich sofort zurück. „Shht. Lia. Ganz ruhig.", meinte Paula, legte ihr Arme um mich und drückte mich fest an sich. „Alle Männer die mit mir was zu tun haben tun mir weh. Erst mein Vater, und jetzt...jetzt Elias.", meinte ich und fing an zu weinen. „Ich weiß. Das ist aber nicht bei alles so. Glaub mir.", meinte sie. „Ich will aber keine Anderen mehr haben. Ich will einfach nur Elias wieder!", schrie ich. „Ich weiß. Aber er wird nicht wiederkommen. Es tut mir leid Lia, aber Elias...er kommt nicht mehr zurück.", meinte sie, wobei letzteres deutlich leiser war. Ich fing noch doller an zu weinen. Immer wenn ich, oder jemand anders sagt, dass er tot ist, wird es mir immer wieder in Erinnerung gerufen. Es ist einfach so irreal. Wir saßen beide auf dem Motorrad, Elias ist tot, und ich sitze hier auf der Couch und habe nur ein paar Kratzer und Prellungen. „Komm. Ich bring dich mal hoch. Dann ruhst du dich ein bisschen aus. Es war wirklich ein anstrengender Tag heute.", meinte Paula, half mir langsam auf. Sie legte ihre Hand um meine Taille und stützte mich langsam die Treppe hoch in mein Zimmer. Ich ließ mich einfach wieder sofort auf mein Bett fallen und Paula deckte mich zu. Sie setzte sich kurz zu mir aufs Bett, als ihr Handy klingelte. „Sorry. Bin gleich wieder da.", meinte sie und verließ das Zimmer. „Phil?...Ne heute geht echt nicht...Ich erkläre es dir morgen.", war alles, was ich von dem Telefonat mitbekam. Dann kam Paula auch schon wieder zurück ins Zimmer und setzte sich wieder zu mir aufs Bett. „Ist schon okay. Du kannst ruhig zu Phil gehen.", meinte ich zu ihr. „Nein. Heute bin ich nur noch für dich da. Mach dir mal keine Sorgen und schlaf ein bisschen.", meinte Paula und strich mir über den Arm. „Willst du dich zu mir legen?", fragte ich und machte neben mir Platz. Paula zog nur kurz die Schuhe aus und legte sich dann neben mich ins Bett. Sie legte ihren Arm um mich und strich mir die ganze Zeit beruhigend über den Arm, sodass ich nach einer Weile tatsächlich in einen traumlosen Schlaf fiel. 

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