16.Kapitel
Ich fand es nicht unheimlich oder beängstigend, dass Cole von den Tanti kam. Er war ja auf unserer Seite, er war ja einer der „Guten“. Hoffte ich. Nein, ich wusste einfach, dass er nicht böse war. Ich schlief schnell ein, doch dieses Mal war mein üblicher wunderschöner Traum mit Chris auf der Blumenwiese (und MIT Kuss) ziemlich verschwommen. Ich konnte mich kaum noch daran erinnern, geträumt zu haben. Als ich aufwachte war ich schrecklich müde, und fühlte mich nicht wirklich ausgeschlafen. „Bestimmt hab´ ich Augenringe“ murmelte ich, und sofort begann Chris sein Chris- Grinsen zu grinsen, und Cole lächelte milde. „Wir befinden uns hier in der Dunkelheit, umgeben von negativer Energie und unzähligen Gefahren. Und das erste woran du denkst, wenn du aufwachst, ist ob du Augenringe hast?“ Chris Grinsen und Coles Lächeln wurden breiter. Da musste ich auch grinsen. „Ich bin nicht wirklich ausgeschlafen, mein Traum war so… trüb…“ sagte ich müde. Sofort verhärtete sich Chris´ Miene. Cole hörte auch auf zu lächeln. Doch sein Gesichtsausdruck war neutral, und nicht besorgt wie Chris´ Miene. „Wir müssen uns beeilen! Deine Traumenergie löst sich langsam auf!“ „ also 1.) Wieso heilst du meine Traumenergie nicht? Und 2.) Das ich verschwommen träume, wenn meine Traumenergie kaputt ist, aber wieso bin ich dann müde?“ ich hatte das Gefühl, seit Cole da war, wurde Chris wieder verschlossener, und ich musste ihm wieder alles aus der Nase ziehen. „ 1.) Kann ich deine Traumenergie nicht noch mal heilen, das geht nur einmal, sonst würde sich die positive Energie in negative umgewandelt werden. Deshalb müssen wir uns beeilen, und Somniorbis von der negativen Energie befreien. Denn man kann keine Traumenergie öfter heilen. Und 2.) Steckt deine verseuchte Traumenergie deine Lebensenergie an. Also hopp hopp jetzt“ Bei seinen letzten Worten grinste Chris. Wir liefen schweigend nebeneinander her, was wahrscheinlich an Cole lag. Ich war müde, und wurde immer müder. Ich wollte nur noch schlafen! „Ich will ´ne Pause machen! Bitte!“ quengelte ich. „Das geht nicht, wir müssen uns beeilen, damit deine Energien nicht noch mehr verseucht werden. Ich schleppte mich weiter und weiter. Ich hatte wirklich überhaupt keine Lust mehr, irgendwas anderes zu tun, als zu schlafen! Ich gähnte. Während dem Laufen betrachtete ich zuerst Chris. Seine blonden Haare wippten bei jedem Schritt etwas, und seine grünen, wunderschönen Augen, waren nach vorne gerichtet. Sie glänzten, und ob man’s glaubt oder nicht, ich verlor mich schon wieder in ihnen, obwohl ich sie nur von der Seite ansah. Weil ich nicht sonderlich auf den Weg achtete, stolperte ich über einen Stein, der auf dem Boden lag. Chris und Cole hielten mich beide nahezu gleichzeitig, noch rechtzeitig fest, damit ich nicht auf den Boden fiel. Chris Grinste sein Chris- Grinsen, wobei ich wieder seine Grübchen erkennen konnte. „ Pass lieber auf, mein kleines Dödelchen“ lachte er. Dann betrachtete ich Cole. Seine schwarzen Haare bildeten einen krassen Kontrast zu seiner makellosen weißen Haut. Seine Eisblauen Augen blitzten hervor. Ihn umgab eine dunkle, mysteriöse, aber nicht kalte Stimmung. Ganz anders wie Chris, er war fröhlich, gutgelaunt und immer warmherzig. Der „softe Sunnyboy“, würde ich mal sagen. Cole wäre eher der „ geheimnisvolle Mädchenschwarm“. Ich gähnte wieder. „können wir nicht gaaaanz kurz bitte bitte eine mini-kleine Pause machen???“ fragte ich, und klimperte spaßeshalber mit den Wimpern. Chris grinste wieder sein Grinsen, und ich schmolz nur so dahin. Beide schwiegen, bis ich noch mal fragte. Cole seufzte, und Chris stimmte endlich zu. Er meinte, es war sowieso schon ziemlich spät, und wir könnten hier unser Nachtlager aufschlagen. Ich lies mich einfach auf den Boden fallen, und war kurz davor, einzuschlafen. Chris ging die Umgebung nach möglichen Gefahren, wie Monstern absuchen. Ich war besorgt. „Geh lieber nicht alleine!“ riet ich ihm, aber er grinste nur und erwiderte: „Ich bin nicht so schwach, wie ich aussehe!“ Dann verschwand er.
Ich saß auf dem Boden, alleine mit Cole, der gegenüber von mir auf dem Boden hockte, und mich eindringlich anstarrte. Seine Augen wirkten wie die eines Huskys. Meiner Lieblingshunde! Auch sein restliches Aussehen erinnerte mich an die Schlittenhund Sie hatte weiß-graues oder weiß-schwarzes Fell. Genau wie Coles blasse (weiße) Haut und seine schwarzen Haare. Dazu noch diese stechend blaue Augen. Cole war unglaublich gut aussehend, eben auf eine andere Art wie Chris. „Cole, wie kommt es eigentlich, dass du eigentlich gut bist, aber so tust als wärst du einer von den Tanti?“ platzte es aus mir heraus. Ich war einfach zu neugierig! Trotzdem hörte sich meine Frage an wie die eines Kindes, und mir war es peinlich, so direkt gefragt zu haben. Ich wurde knallrot im Gesicht, und schaute zu Boden. „ Hey, dafür brauchst du dich doch nicht schämen!“ sagte Cole, und ich konnte genau aus seiner Stimme heraushören, dass er lächelte. Ich schaute ihn wieder an. „Zuerst war ich ein gewöhnlicher Traumelf, und Chris war mein bester Freund. Wir haben alles zusammen gemacht. Aber dann wurden seine Eltern entführt. Er wohnte von da an bei mir und meinen Eltern. Nach und nach verschwanden immer mehr Traumelfen. Keiner weiß bis jetzt, ob sie tot sind, oder irgendwo gefangen gehalten werden. Auch mein Onkel und meine Tante verschwanden spurlos. Meine Tante war, genau wie Chris´ Mutter ein Mensch. Und sie waren die einzigen Menschen, die in Somniorbis lebten. Aber auch viele Traumelfen, vor allem Sendatus, verschwanden. Als die Tanti meine Eltern entführen wollten, schlief ich gerade, doch Chris weckte mich. Er meinte, wir müssen verschwinden. Ich war 13, und glaubte, meine Eltern retten zu können. Chris wollte mich dazu bringen, mich mit ihm zu verstecken, aber ich wollte meine Eltern nicht im Stich lassen. Ich schickte Chris in den Wald, er sollte nicht in Gefahr sein, aber ich blieb. Sei nahmen auch mich gefangen, aber getrennt von meinen Eltern. Die Ungewissheit, ob sie noch am Leben sind, bringt mich bis heute fast um. Sie sagten, entweder ich lasse mich zu einem Tanti ausbilden, oder muss sterben. Ich wollte keiner der Bösen sein, aber ich hatte meinen Plan. Ich wollte meine Eltern befreien. Und wenn ich tot war, würde dass wohl schlecht gehen. Natürlich weiß ich nicht, ob sie noch leben, aber es steht 50-50. Okay, wohl eher 1-99, denn ich kann mir keinen Grund erklären, wieso die Tanti sie am Leben lassen sollten. Aber diese 1% Hoffnung die noch in mir sind haben bewirkt, dass ich immer noch lebe.“ Er blickte zu Boden. Es tat mir ungeheuer Leid für ihn. „Aber hey, du bist doch jetzt da, um sie zu retten! Ich weiß einfach, dass sie noch leben, ich könnte sagen, ich spüre es“ Diesmal war es Cole, der errötete. „Ich weiß irgendwie auch, dass meine Eltern noch leben“ sagte ich ziemlich leise. Damit war unser Gespräch auch schon wieder beendet, denn Chris tauchte hinter Cole auf, zeigte einen Daumen in die Luft, und sagte: „Alles Okay, keine Monster im Umkreis von gefühlten 120 Kilometern!“ Er lies sich zu uns auf den Boden plumpsen, und schaute Cole eindringlich an: „Nicht flirten, Kumpel, sie gehört mir!“ Auch Cole sah ihn ernst an. Nach 3 Sekunden prustetet beide los, und konnten sich nicht mehr einkriegen. Ich wusste nicht, was so witzig sein sollte, aber sie steckten mich mit ihrem Lachen an.
Hey Leute!!! Ich freue mich total, dass ihr meine Geschichte lest!!! Vielen Dank!!! Bitte schreibt mir in die Kommis, wie ihr meine Story bis jetzt so findet, und was ich besser machen soll!!! Danke schon mal!!! Eure dreaming_fairy
Ich widme dieses Kapitel keep0calm, weil sie immer so nette Komentare schreibt, und voll lieb ist! xD
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never-never land -die Welt der Träume-
FantasyDie 15-jährige Luana entdeckt in einem geheimen Garten den Eingang zu Somniorbis, der Welt der Träume. Dort findet sie heraus, dass diese Welt, und somit auch die komplette Menschheit zerstört werden soll. Luana ist die einzige, die das noch verhind...