Amandas Sicht
Wir folgten Mark aus dem Zimmer. Er ging ins Wohnzimmer. Dort saß schon Derek. Er sah zu uns und lächelte uns an. Wir setzten uns auf die gegenüberliegende Couch.
"Was gibt es?" Fragte Alexis und wich Derek seinem Blick aus.
"Wir haben uns überlegt von hier weg zu gehen. Gemeinsam mit euch." Fing Derek an zu erzählen.
"Wir möchten nicht, dass ihr wieder nur in einer Wohnung leben müsst. Raus dürfte ihr gar nicht mehr, denn die anderen denken, dass ihr tot seid. Wir haben einen guten Freund kontaktiert. Er lebt in Seattle. Wenn es für euch ok ist, dann würden wir versuchen, dort hin zu kommen." Fügte Mark hinzu. Beide sahen uns an.
"Wir müssen doch aber durch mehrere Kontrollen. Wir werden spätestens dort scheitern." Sagte Alexis leise. Sie sah auf eine Landkarte, welche auf dem Tisch ausgebreitet war. Sie nahm Derek den Stift ab und markierte mehrere Punkte.
"Da sind überall Kontrollposten. Die Berge kommen wir nicht hoch. Diese sind einfach zu steil. Wir sind sozusagen eingekreist. Wir kommen nicht drumherum. Sie haben jedoch alle zwei Stunden eine Wachablösung." Erzählte meine Schwester und sah die Jungs an.
"Woher weißt du das alles?" Fragte Mark verwundert.
"Du glaubst gar nicht, wie oft ich schon geplant hatte abzuhauen." Sagte die Angesprochene leise und sah wieder auf die Karte.
"Also, wärt ihr dabei?" Fragte Derek nach.
"Es wird nicht einfach werden, aber ich denke das wir es schaffen." Antwortete Alexis und sah dann zu mir.
"Ich vertraue euch." Stimmte ich mit ein.
"Mark und ich würden in den nächsten Tagen alles vorbereiten. Das heißt Vorräte besorgen, Auto vorbereiten und so weiter. Ich werde mich regelmäßig mit Jackson in Verbindung setzen. Er wird uns Flugtickets kaufen. Wenn wir an den Kontrollpunkten vorbei sind, werden wir uns aufteilen. Mark checkt mit Amanda in einem Hotel ein und wir in einem anderen. Wir würden an verschiedenen Tagen dann nach Seattle fliegen. Wenn das für euch in Ordnung ist. Ich weiß, dass ihr euch ungerne trennt." Erklärte Derek. Dabei sah er erst zu mir und dann zu Alexis. Wir beide nickten.
"Es wäre aber schön, wenn wir über diesen Zeitpunkt in Kontakt bleiben würden." Sagte ich und sah zu Mark.
"Das bekommen wir hin." Antwortete er lächelnd.
"Können wir euch irgendwie helfen?" Fragte Alexis.
"Du wirst uns koordinieren. Du scheinst die Wege ja schon oft genug im Kopf durchgegangen zu sein." Meinte Derek.
"Ja das geht klar." Sagte meine Schwester und nickte dabei. Mark sah nachdenklich zu mir. Dies bemerkte ich und ich sah ihn fragend an. Er schüttelte nur leicht seinen Kopf und sah dann zu Derek.
"Was ist, wenn wir nicht durch die Kontrollen kommen?" Hakte ich nach.
"Ich hatte die Idee, dass wir einen von euch ein anderes Aussehen verpassen. Dabei denke ich an eine andere Haarfarbe, Schminken usw." Erzählte Mark.
"Darf ich? Ich wollte mein Äußeres schon immer mal verändern." Sagte ich freudig und sah alle drei an. Sie nickten lächelnd.
"Wir würden für dich dann Farbe und Schminke besorgen. Hast du eine Wunschfarbe?" Fragte Derek und schrieb dabei irgendwas auf einen Zettel.
"Blond mit rosa Spitzen." Grinste ich. Mark zog seine eine Augenbraue hoch und sah mich kritisch an. Derek nickte schmunzelnd und schrieb weiter.
"Was schreibst du da eigentlich?" Fragte Alexis nach und sah zu Derek.
"Ich schreibe schon mal auf, was wir alles benötigen." Antwortete dieser und sah kurz zu ihr.
"Kontrollieren Sie an den Kontrollposten das gesamte Auto?" Fragte ich nach.
"Ja. Das heißt, dass man im Auto nicht sehen darf, dass wir abhauen." Sagte meine Schwester und sah zu mir. Mark fing an mit lachen und sah dann zu Derek.
"Man gut das du so ein langweiliges Hobby hast. Das können wir als Ausrede nutzen." Lachte Mark weiter.
"Ey, Angeln ist nicht langweilig. Du bist nur zu ungeduldig." Verteidigte sich Derek. Dabei sah er Mark empört an.
"Na dann packen wir zwei Zelte, Schlafsäcke und die Angelausrüstung ins Auto." Meinte Alexis und sah uns an.
"Das ist eine gute Idee. Wir müssten uns dann aber auch passende Kleidung anziehen." Antwortete Derek.
"Wenn es sein muss." Seufzte Mark und ließ sich an die Lehne fallen.
"Und ihr Zwei kauft dann die Sachen für uns?" Hakte ich nach und zog eine Augenbraue hoch.
"Es geht ja nicht anders. Euch darf keiner in der Stadt sehen. Denn offiziell seid ihr ja tot." Erklärte Mark. Ich hörte ihm dabei zu und nickte dann schließlich.
Wir unterhielten uns noch den restlichen Tag mit den beiden. Wir planten unsere Flucht weiter und gingen verschiedene Szenarien durch. Alexis und ich übten nochmal verschiedene Selbstverteidigungsübungen. Mark und Derek brachten wir auch ein paar bei. Nach dem Abendessen, ging ich ins Bad um zu duschen. Das warme Wasser entspannte meinen Körper. Ich schloss meine Augen und atmete tief durch.
Eine Hürde haben wir nun geschafft. Ich hoffe, dass wir die zweite nun auch schaffen. Die Kontrollpunkte werden nochmal schwer werden. Vielleicht bringt uns meine äußerliche Veränderung da schneller und einfacher durch. Ich möchte nicht nochmal in ein Krankenhaus. Denn ich glaube nicht, dass wir nochmal solche Ärzte bekommen würden. Ich bin so froh über Mark und Derek.
Ich schäumte meinen Körper ein und wusch danach noch meine Haare. Ich spülte dann alles wieder aus, stellte das Wasser ab und ging aus der Dusche. Ich band mir ein Handtuch um meinen Körper und rubbelte meine Haare leicht trocken. Erst jetzt fiel mir auf, dass ich keine Sachen hatte. Ich tapste aus dem Bad und ging ins Schlafzimmer. Mark sah zu mir und musterte mich kurz.
"Ich habe keine Sachen." Sagte ich leise. Mark fing an mit lächeln und stand auf. Er ging zu seinem Kleiderschrank und kramte drinnen herum. Mit einem T-Shirt und einer Boxershort in der Hand, kam er dann auf mich zu.
"Wir kaufen euch morgen neue Klamotten." Sagte er lächelnd und gab mir die Sachen.
"Danke." Antwortete ich und verschwand wieder im Bad. Ich trocknete mich ab und zog mir dann Mark seine Sachen an. Sein T-Shirt ging mir bis zu meinen Knien. Ich ging wieder ins Schlafzimmer und krabbelte ins Bett. Ich kuschelte mich in die Bettdecke und sah dann zu Mark. Dieser sah mich belustigt an. Er rutschte näher zu mir und ich kuschelte mich an ihn.
"Schlaf gut." Flüsterte er lächelnd und küsste meinen Kopf.
"Du auch." Antwortete ich in der gleichen Lautstärke. Ich schloss meine Augen und schlief kurz darauf ein.
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The Twins
AdventureWie weit muss man gehen, um endlich frei sein zu können? Wie weit muss man gehen, um endlich ein normales Leben zu führen? Wie weit muss man gehen, um endlich lieben zu können?
