Derek's Sicht:
Alexis und ich verbrachten noch zwei weitere Tage in dem Hotel. Sie schlief in dieser Zeit viel und ihre Wunde entwickelte sich gut. Gestern bekam ich einen Anruf von Mark. Sie kamen ohne Zwischenfälle ins Flugzeug und nun sind sie bei Jackson in Seattle. Er meinte wenn wir auch da sind, unterschreiben wir gemeinsam unsere Arbeitsverträge im dortigen Krankenhaus.
Am Morgen von unserem Abflug, weckte ich Alexis sehr früh. Sie sah mich verschlafen an und lächelte.
"Wie geht es deinem Arm? Hast du noch Schmerzen?" Fragte ich lächelnd und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht.
"Es tut nur noch selten weh." Antwortete sie verschlafen und setzte sich leicht auf. Ich nickte zufrieden und holte neue Verbände für ihren Arm. Als ich wieder ins Schlafzimmer kam, saß Alexis schon auf der Bettkante. Ihr Oberteil hatte sie schon ausgezogen. So dass sie nur im BH da saß. Jedes mal versuchte ich nicht zu sehr auf ihren Körper zu starren.
"Ab wann können wir die Verbände weg lassen?" Fragte sie. Dabei setzte ich mich neben sie und wickelte den jetzigen Verband ab.
"Wenn wir in Seattle sind lassen wir es nochmal untersuchen. Und dann brauchst du vielleicht keinen mehr." Erklärte ich ihr und sah mir die Wunde an.
"Deine Wunde sieht aber schon gut aus. Sie ist nicht entzündet oder ähnliches." Sprach ich und machte ihr dann den neuen Verband um.
"Ich gehe mich anziehen." Lächelte Alexis. Bevor sie aufstand küsste sie noch meine Wange. Ich packte in der Zwischenzeit unsere ganzen Sachen zusammen und zog meine Schuhe an.
Alexis kam aus dem Bad und zog ihre Schuhe ebenfalls an. Wir zogen unsere Jacken an und nahmen unsere Koffer. Gemeinsam verließen wir unser Hotelzimmer. In der Lobby checkte ich aus und zusammen verließen wir dann das Hotel. Wir stiegen in eines der Taxis ein und der Fahrer fuhr uns zum Flughafen.
Dort mussten wir die lange Prozedur des eincheckens über uns ergehen lassen. Als wir dann endlich durch alle Kontrollen durch waren, gingen wir zu unserem Gate. Dort mussten wir schlussendlich noch eine Stunde warten, da unser Flug Verspätung hatte. Wir setzten uns in den Wartebereich und unterhielten uns. Alexis merkte man an das sie nervös war. Unser Flug wurde nach längerer Wartezeit aufgerufen und wir gingen langsam Richtung Flugzeug.
Doch Alexis blieb ruckartig stehen und klammerte sich mit einer Hand an meinen Jackenärmel.
"Was ist los?" Fragte ich besorgt und sah sie an.
"Da ist unser Vater." Flüsterte sie. Ich folgte ihrem Blick und sah ihn dort mit zwei anderen Männern stehen. Einer deutete auf uns und sie kamen auch gleich zu uns gelaufen.
"Renn." Flüsterte ich und rannte dann auch schon los. Alexis folgte mir. Jedoch kamen wir nicht so schnell voran, denn wir mussten uns durch die Menschenmassen quetschen.
Immer wieder mussten wir irgendwelchen Hindernissen ausweichen. Ich nahm während des Rennens Alexis ihre Hand um sie nicht zu verlieren. Wir kamen an dem Schalter an. Zum Glück war keiner vor uns. Wir zeigten der Stewardess schnell unsere Tickets. Diese nickte und ließ uns rein.
Alexis sah immer wieder hinter uns. Doch ihre Schritte verlangsamte sie dabei nicht.
"Ohne Ticket kommen sie hier nicht durch." Sprach die Stewardess laut und stellte sich vor den Durchgang.
"Wir haben es gleich geschafft." Sagte Alexis außer Atem.
Ich nickte und wurde langsamer als wir die letzten Meter zum Flugzeug hinter uns gebracht hatten. Nachdem wir drinnen waren, wurde auch schon die Tür geschlossen. Wir wurden zu unseren Plätzen gebracht und setzten uns hin. Wir schnallten uns an und Alexis nahm wieder meine Hand.
"Wir haben es geschafft. Ich bin frei." Flüsterte Alexis und sah mich lächelnd aber auch mit Tränen in den Augen an.
"Ich hab es dir ja versprochen." Flüsterte ich und küsste ihre Stirn.
"Jetzt ruhe dich noch etwas aus. Der Flug dauert einige Stunden." Lächelte ich. Alexis nickte lächelnd und lehnte ihren Kopf gegen meine Schulter.
Ich schloss leicht erschöpft meine Augen und schlief auch kurz danach ein.
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"Derek wir sind da." Weckte mich Alexis ihre freudige Stimme.
Ich machte meine Augen auf und sah mich kurz um. Alexis lächelte ich verschlafen an und dann verließen wir das Flugzeug.
"Euer neues Leben kann beginnen." Sagte ich lächelnd als wir unsere Koffer holten.
"Unser neues Leben." Erwiderte Alexis und sah mich an. Ich nickte lächelnd und nahm wieder ihre Hand. Wir verließen das Gebäude und riefen uns ein Taxi heran. Wir legten unsere Koffer in den Kofferraum und stiegen ein. Ich nannte dem Fahrer die Adresse von Jackson und er fuhr auch gleich los.
"Willkommen in Seattle." Grinste ich und sah zu Alexis herüber.
"Unsere neue Heimat." Antwortete sie grinsend und sah zu mir. Ich nickte lächelnd und nahm ihre Hand in meine. Alexis verschränkte unsere Finger und sah dann lächelnd aus dem Fenster.
Nach einer Stunde Fahrt kamen wir an unserem Ziel an. Wir stiegen aus und ich nahm unsere Koffer aus dem Taxi. Ich bezahlte den Fahrer. Wir liefen dann die Treppen zu dem Haus hoch. Ich klingelte und nach ein paar Sekunden war Gepolter von innen zu hören. Durch das Glas in der Tür sah man, wie Amanda zur Tür gelaufen kam und sie mit Schwung öffnete.
"Endlich." Strahlte Amanda und schloss ihre Zwillingsschwester in die Arme.
"Wir haben es geschafft." Quietschten beide gleichzeitig und hüpften leicht auf und ab.
Mark kam lachend auf uns zu und begrüßte mich mit einem Handschlag. Wir vier gingen in das Haus und Jackson kam uns entgegen.
"Hey ihr Zwei." Lächelte er. Er schloss Alexis und mich in eine Umarmung. Wir stellten unsere Sachen ab und er zeigte uns sein Haus. Alexis bedankte sich mehrmals bei ihm. Dafür das wir bei ihm wohnen können.
"Ich kenne Derek und Mark schon jahrelang und habe sie schon immer versucht zu überreden das sie herkommen sollen." Lächelte Jackson. Alexis nickte lächelnd und sah sich in jeden Raum um. Amanda kam kurze Zeit später zu uns und sah uns beide an.
"Ich würde gerne weiterhin mit Mark in einem Zimmer schlafen. Falls es für euch ok ist." Meinte sie und konnte sich ihr Grinsen nur schlecht verkneifen. Alexis sah mich an.
"Es würde mich nicht stören." Antwortete ich grinsend.
"Du kannst ruhig weiter mit ihm in einem Zimmer schlafen." Lächelte Alexis.
"Solange ihr nicht mehr so laut seit wie in den letzten Nächten." Meinte Jackson und verschränkte seine Arme grinsend.
Alexis sah überrascht und mit offenem Mund zu ihrer Schwester.
"Ich glaub wir müssen mal noch reden." Meinte Alexis überrascht und ihre Schwester nickte grinsend.
"Ach ja. Willkommen in eurem neuen Zuhause." Lächelte Jackson.
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The Twins
AdventureWie weit muss man gehen, um endlich frei sein zu können? Wie weit muss man gehen, um endlich ein normales Leben zu führen? Wie weit muss man gehen, um endlich lieben zu können?
