Kapitel 51 - Gute Nachrichten und Schwärmereien

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>>Freundschaft ist nicht nur ein köstliches Geschenk,
sondern auch eine dauernde Aufgabe<<

-Ernst Zacharias-

Andrew und Landon kamen mich beide am Sonntag besuchen, weil es mir besser ging und ich vor langeweise dahinraffte. Kyle war wieder beim Training und würde wie am Tag zuvor erst um 16 Uhr vorbeikommen können.

Ich setzte mich auf mein – mal wieder – frisch bezogenes Bett und sah meine Freunde auffordernd an. Andrew zögerte keinen Moment und schmiss sich neben mich aufs Bett aber Landon ließ sich auf den Stuhl vorm Schreibtisch nieder.

„Wie geht es dir?" fragte er und sah mich aufmerksam an.

Ich hob die Schultern „Besser als noch vor ein paar Tagen." Ich war mir unsicher, wie ich auf das Thema zu spreche kommen sollte, welches ich so gerne mit meinen beiden freunden besprochen hätte.

Im selben Moment in dem ich mit „ich muss euch was erzählen!" anfing, fragte Landon „Was ist denn das für ein Zettel?"

Wir sahen uns an und ich bemerkte wie Andrew sich aufrechter hinsetzte und zugleich aufmerksam und verwirrt drein sah. Beinahe hätte ich gelacht, weil er aussah wie ein Erdmännchen, das den Bau überwachte.

„Ist das nicht die Schrift von Kyle?" sagte Landon und hob den Zettel anklagend in die Höhe.

Ich nickte „Ja, aber nicht so laut, meine Mom!" mahnte ich und entriss ihm den Zettel.

„Das ist es auch, was ich euch erzählen möchte." Seufzend rutschte ich nach hinten und lehnte mich gegen das Bettende. „Kyle war hier."

„Du meinst heute?" Andrew hatte einen Ausdruck im Gesicht, den ich nicht deuten konnte.

Landon grinste „Nein, heute nicht, sondern in den vergangenen Tagen. Und wenn ich diesen Zettel richtig verstanden habe, dann war er auch morgens vor der Schule hier, was bedeutet..."

„...dass er hier übernachtet hat." Ergänzte Andrew kreischend und sprang auf die Knie. „Oh mein Gott! Ist das wahr? Ihr habt mehrere Nächte hintereinander miteinander geschlafen?"

Etwas sagte mir, dass er von mehr als dem Geschehenen ausging und ich wollte die Situation so schnell wie möglich klären.

„Wir haben nur nebeneinander und nicht miteinander geschlafen."

Landon sah nun auch aufmerksam zu mir und es war mir ein wenig unangenehm von den beiden so angestarrt zu werden. „Erzähl!" sagte Andrew wissbegierig.

Ich lächelte leicht und begann den beiden von dem Abend zu erzählen, als Kyle mir geholfen hatte und wie er die Nächte danach immer bei mir geschlafen und sich um mich gekümmert hatte.

Als ich erzählte, dass Kyle mich ohne BH gesehen hatte, klatschte Andrew aufgeregt in die Hände und Landon zog fast unmerklich die Augenbrauen ein wenig hoch. 

Ich erzählte den beiden nach kurzem Zögern auch, wie ich mittlerweile empfand. Ich wollte ihre Meinung und ihren Rat hören und mich vergewissern, dass ich das Richtige tat.

„Ich weiß nicht mal, wann das angefangen hat." Seufzte ich. „Ich meine, am Anfang habe ich ihn doch total gehasst, aber irgendwie.... ach, ich weiß auch nicht. Ihr müsstet ihn einfach manchmal sehen. Ich dachte immer, er wäre einfach nur ein arrogantes Arschloch, das Mädchen die Herzen bricht und jede Woche eine andere in seinem Bett hat, aber er ist so vollkommen anders."

Ich sah meine Freunde an. Während Andrew schwärmerisch aus dem Fenster starrte, hatte Landon einen besorgten und leicht misstrauischen Gesichtsausdruck.

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