Kapitel 19

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PoV. ~ Leon

Mein Blick huschte zu dem Blutbeutel, welcher mit Luca's Arm verbunden war. Langsam begann er wieder regelmäßiger zu atmen, doch das Gift war nach wie vor in seinem Körper.

Ich näherte mich ihm, stellte mich zwischen seine Beine und zog langsam seinen Körper zu mir hoch.

Er keuchte auf, vor schmerzen. Das war das erste Geräusch das er von sich gab, seit er bewusstlos geworden war, dann war er wieder still.

„Hör zu Luca." ich schlang einen Arm um seinen Rücken, den anderen legte ich auf seinen Hinterkopf, wohl darauf bedacht den Blutzufluss nicht zu stoppen.

„Du wurdest vergiftet." flüsterte ich in sein Ohr und hörte das er seufzte „ich werde versuchen das Gift aus deinem Körper zu ziehen und die Wunde anschließend mit meinem Blut verschließen."

Ich drehte sanft seinen Kopf, sodass die Wunde direkt vor meinen Augen war. Nach wie vor rann Blut aus der Wunde, aber es wurde langsam weniger. Verbluten konnte er somit schonmal nicht.

„Es tut mir leid." murmele ich und fuhr meine Zähne aus. Ich hatte ihm gesagt ich würde ihn nicht beißen, doch genau das war ich im Begriff zu tun.

Langsam bohrte ich meine Zähne in sein Fleisch. Luca spannte sich unter mir an und verkrampfte sich in meinen Armen. Ich massierte seinen Nacken, versuchte so ihn bisschen zu beruhigen.

Sein Blut benetzte meine Lippen und sofort fiel ich in eine Art Rausch. Das Gift, aber auch sein süßes Blut floss in meinen Mund.

Es vernebelte meinen Kopf und drohte mir die komplette Kontrolle zu entreissen. Ich wollte ihn so sehr. Ich wollte dieses himmlische Blut einfach trinken, auch wenn es ihn töten würde.

Mein Verstand schaltete ab. Ich grub meine Hand fester in seine Seite und Luca keuchte auf.

Le kam zurück in die Küche und betrachte mich.
„Leon du musst es wollen, sonst wirst du ihn umbringen." sagte sie und eilte zu uns.

Flink schloss sie einen neuen Blutbeutel an und wollte meine Hand umfassen, doch ich drückte Luca enger an mich und knurrte sie an. Er ist meins.

Das Gift war fast vollständig aus seinem Körper verschwunden, langsam schmeckte ich nurmehr den Geschmack seines Blutes, welchen ich so sehr schmecken wollte.

Damals hätte ich ihn einfach getötet und auch jetzt war ich auf dem besten Weg genau das zu tun.

„L.. Leo... n." hauchte Luca's Stimme. Ich knurrte und saugte weiter das Blut gierig in meinen Mund.

„B... Bitte." er hob langsam die Hand und legte sie auf meinen Hinterkopf.

Sofort zog ich meine Zähne aus seinem Hals, ließ ihn los und stolperte zurück.

Le fing ihn noch auf, bevor er unsanft auf den Tisch knallte.

Ich atmete hektisch ein und aus, auch wenn ich nicht zu atmen brauchte.
Mit dem Unterarm wischte ich mir über den Mund und biss mir selbst in die Hand, um den Versuch zu unterdrücken mir wieder zu nehmen was ich wollte.

„Le." knurrte ich und Helena kam zu mir, nachdem sie Luca wieder hingelegt hatte.

Sie hielt mir eine kleine Schale unter den Arm, ich zog meine Zähne aus meiner Haut und ließ mein Blut hinunter tropfen.

„Gut gemacht Lez und jetzt verschwinde." murmelte sie, stand auf und versorgte Luca mit meinem Blut.

Ich stürzte fast schon fluchtartig aus dem Raum.

Ich wollte ihn nicht beißen und auch nicht verletzen. Denn auch wenn ich es nie zugeben würde, bedeutete mir der Junge wohl mehr als ich mir eingestehen wollte.

Love me, VampireWo Geschichten leben. Entdecke jetzt