Stimmungsschwankungen und eine neue Freundin

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Ich drehe den Schlüssel im Schloss , mit einem ,Klack´ springt die Tür auf . Automatisch suchen meine Augen die Schuhe meines Vaters im kleinen Schuhregal gegenüber vom Wandspiegel . Erleichtert stelle ich fest , dass er nicht da ist und ich somit meine Ruhe habe , die Erinnerung des letzten Tages nur allzu gut in Erinnerung . Ich ziehe mir meine Schuhe aus und gehe ins Bad , meinen Einkauf stelle ich auf eine Kommode im Flur . Ich schaue in der Küche nach ob mein Vater mir eine Aufgabe hinterlassen hat . Überrascht stelle ich fest , dass kein Zettel da ist . Normalerweise liebt er es doch , mich die Drecksarbeit erledigen zu lassen , irgendwas ist doch da faul . Seiner Meinung nach habe ich nie genug zu tun , deswegen habe ich fast keine Zeit für Hausaufgaben und die Schule , ich bin nur die Dumme , die immer die Schuld hat , Mädchen sind unnütz . Es ist fast schon ein Wunder , dass ich trotzdem eine Klasse überspringen sollte . Und es war kein gutes , mein Vater war ziemlich sauer . Und immer wenn mein Vater wütend ist , bin ich diejenige die es ausbadet , es ist ein riesiger Teufelskreis . Ich falle auf , er schlägt mich , ich falle deswegen noch mehr auf usw. Wieso kann er sich nicht einfach aus meinem Leben raus halten ? Wieso immer ich ?

Ich nehme die Tube Make-up und gehe in mein Bad , ich bin verdammt froh , dass ich mein eigenes habe . Ich spritze mir kaltes Wasser ins Gesicht und betrachte mein Spiegelbild , nachdem ich meine Kapuze vom Kopf genommen habe . Müde blau – graue Augen schauen mir entgegen , mein hüftlanges , blondes Haar wirkt schlaff und glanzlos . Allgemein sehe ich ziemlich angeschlagen und kränklich aus . Das blaue Auge und die Augenringe machen es nicht besser , genauso wenig wie die rote Wange . Angewidert starre ich mein Spiegelbild an . Wieso wehrst du dich nicht ??!!!! Ich wende meinen Blick von meinem erbärmlichen selbst ab und gehe unter die Dusche , mein Bauch hat (welch Überraschung ) auch einen blau-lila Fleck . Ich wasche mir meine Haare und meinen Körper , besonders vorsichtig an den Stellen , die mein Vater markiert hat . Die Haare stecke ich zu einem Turban nach oben und wickele meinen Körper in ein flauschiges Handtuch ein . Ich bin zu nichts zu gebrauchen , das ist mir schon lange klar geworden . Alle sollen mich einfach in Ruhe lassen , dann würde mein Vater vielleicht etwas nachsichtiger sein . Was interessiert auch die beliebtesten Leute der Schule an mir ? Mir , der Verrückten , mir , die sie ewig ablehnt . Sollen sie doch bitte jemand anderen in Schwierigkeiten bringen . Den Rest des Tages verbringe ich damit meinen Kleiderschrank und mein Zimmer aufzuräumen , nebenbei überlege ich mir Optionen wie ich einfach weiterhin allein sein kann , ohne jemanden der meint sich in meine Angelegenheiten einzumischen . Wie sehr man Personen doch unterschätzen kann .

Ein nervtötendes Piepen reißt mich aus meinem traumlosen Schlaf . Müde reibe ich mir über die Augen und krieche aus dem Bett . Ich zittere leicht und taumle Richtung Bad . Ich putze mir die Zähne und binde meine Haare zu einem Knoten zusammen . Die Blessuren sind zwar etwas verblasst aber noch deutlich erkennbar . Seufzend greife ich nach dem Make-up , und reibe mein Gesicht damit ein . Drei Minuten später schaut mir ein hübsches Mädchen , im Spiegel entgegen . Ich schnaube abfällig , ich hasse es mich verstecken zu müssen , mich als jemand auszugeben der ich nicht bin . Jemand der ich auch nie sein werde , alle sehen immer nur auf das Aussehen , niemand schaut hinter die Fassade , wie es im inneren aussieht . Ich selbst bin von Grunde auf kaputt und wertlos . Besonders Jungs achten nie darauf wie du wirklich bis , sie halten sich immer für etwas besseres und Mädchen lasse sich zu gerne ausnutzen . Aber auch Mädchen manipulieren , selbst ihre so genannten Freundinnen , in was für einer kranken Welt leben wir eigentlich ? Menschen manipulieren , töten und weiteres für Geld . Gewalt ist eines der schlimmsten Dinger die es gibt , mit der ich aber trotzdem jeden Tag konfrontiert werde . Zehn Minuten später verlasse ich fluchend die Wohnung Richtung Schule . Warum bin ich auch so blöd und renne gegen den Türrahmen ?

Mit Kopfhörern in den Ohren , blende ich erfolgreich den Rest der Welt aus und gehe zur Schule , oder persönliche Hölle . Hoffentlich lassen mich heute alle einfach nur in Ruhe , auch wenn das sehr unwahrscheinlich ist , man darf ja wohl noch hoffen . Leise vor mich hin summend gehe ich durch die Straßen . Eine Hand auf meiner Schulter lässt mich zusammenzucken , rein aus Reflex ( versteht sich ) schlage ich demjenigen meinen Ellenbogen ins Gesicht . Langsam drehe ich mich um und nehme die Stöpsel aus meinen Ohren . Verärgert blicke ich nach oben in Ace ´grinsendes Gesicht , hatte ich ihm nicht gerade eine verpasst ? „Willst du mich umbringen?!“ , fahre ich ihn an . „Nein , nur erschrecken.“ , grinst er , oh Vorsicht ich bin kurz davor dir wieder weh zu tun . Ich schnaube und wende mich ab , der hat mir gerade noch gefehlt . Ich gehe unbeirrt weiter , doch der Schwarzhaarige denkt gar nicht daran mich in Ruhe zu lassen . Lässig geht er an meiner linken Seite und Marco an meiner rechten , wie habe ich den nur übersehen können ?

One Piece: Wundervolles Chaos  Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt