Wie ein aufgeschrecktes Huhn ...

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Mal schauen was so raus kommt , bis Montag ud ein schönes Wochenende ,
Icebloom <3



Ein fröhliches Lied vor mich hin summend gehe ich durch die Stadt . Die schweren Einkaufstaschen sind das einzige was mich im Moment stört , …...schön wär ´s . Im Moment bin ich ein einziges Nervenbündel , morgen beginnen die Prüfungen und ich habe immer noch das Gefühl , dass ich nicht genug gelernt habe . Scheiß Sorgen , die braucht keiner , ich erst recht nicht und trotzdem sind sie da . Dabei bin ich der einzige der überhaupt gelernt hat . Ich weiß nicht wie sie es schaffen so locker zu sein . Ich meine davon hängt deine komplette Zukunft ab ! Die Aussage als ich Marco darauf angesprochen habe war wirklich lachhaft : „Wir haben schon einen Job , der Vertrag ist unterschrieben und das Studium ist nur Nebensache .“ , phh , lachhaft! Als ob es eine Arbeitgeber egal wäre , ob man studiert hat oder nicht, sicher nicht . Die heiße Julisonne strahlt gnadenlos auf mich herunter , dafür das es erst Juni ist , ist es meinem Geschmack nach schon viel zu warm . Auf dem Marktplatz herrscht das übliche wilde Treiben , Mütter mit Kinderwagen schieben sich durch die Menge Kinder lachen und ein paar Jugendliche sitzen am Springbrunnen der Stadt und trinken . Wie kann man an einem Sonntag um 12 Uhr schon trinken , und das obwohl wir morgen Abschlussprüfungen schreiben . Wie kann man nur so nachlässig sein ? Seufzend stelle ich die Taschen voller Lebensmittel ab und streiche mir meine Haare hinters Ohr . Natürlich hatten Ace und Marco besseres zu tun als ich erwähnt hatte , dass jemand einkaufen gehen muss . Beide mussten ihre Videospiele aussortieren , wer´s glaubt . Sicher finde ich die beiden zockend davor . Schnaufend nehme ich die beiden Tüten wieder hoch und gehe weiter , vorbei an den besoffenen Jugendlichen . Doch mein Blick wird von etwas angezogen, ein mieses Gefühl macht sich in meinem Bauch breit . Wieso fühle ich mich so komisch . Meine Augen begegnen kalten grauen . Nein das kann nicht sein ! Es ist als wäre alles u mich herum eingefroren . Panik steigt kalt in mir auf . Meine Atmung setzt aus . Entsetzt starre ich ihn an , was macht er hier ? Sollte er nicht ganz weit weg sein , bitte . Mit eine boshaftem Grinsen mustert er mich , wie schockgefroren stehe ich da . Ich schreie mich innerlich an mich zu bewegen , weg zu rennen , mich in Sicherheit zu bringen . Es ist so als ob ich mit ihm reden wollte , dabei will ich einfach nur weg , weit weg . Langsam hebt mein Gegenüber seine Hand und fährt mit einem Finger an seinem Hals von rechts nach links . Als wäre das das Zeichen für irgendwas renne ich los , so schnell mich meine Beine tragen . Die schweren Taschen bohren sich in meine Schulter , mir ist es egal . Mir ist es egal , dass ich viele Leute anrempele . Es ist mir egal , dass ich Seitenstechen habe und keine Luft mehr bekomme . Ich will einfach nur weg , weg von meinem Vater .

Total aufgelöst komme ich daheim an , außer Atem knalle ich die Türe zu und lasse mich an ihr herunter rutschen . Das darf doch nicht wahr sein , er müsste doch eingesperrt sein . Schluchzend ziehe ich meine Beine an und vergrabe mein Gesicht an meinen Knien . Ich will nicht wieder geschlagen werden . So sehr hatte ich mich noch nie gefürchtet , klar hatte ich schon mal Angst als ich etwas angestellt habe und mein Vater davon erfahren hat . Aber da wusste ich was kommt , er schlug mich immer und immer wieder . Jetzt weiß ich nicht was er vor hat , mit mir oder meinen Freunden . Panisch versuche ich wieder Luft zu holen , gar nicht so leicht unter all den Tränen . „Hey , was hast du den schönes gekauft?“ , die fröhliche Stimme von Ace geht an mir vorbei . Ich bleibe einfach sitzen und weine , weine all meinen Schmerz und meine Angst hinaus . Die Fragen von Ace und Marco was ich den hätte gehen an mir vorbei , selbst als mich Marco an den Schultern packt realisiere ich es nicht . Seine starken Arme umschließen mich , normalerweise hätte ich diese typische Kribbeln gespürt , wäre rot geworden oder sonstiges . Doch jetzt spüre ich seine Berührung nur durch Watte . Der Gedanke daran Schuld zu sein , dass Haruta Ace oder ihm etwas passiert , lässt mich erneut aufschluchzen . Panisch vergrabe ich meine Fingernägel in seinem Rücken , versuche Halt zu bekommen . Und Marco versteht es , er meckert nicht als meine Nägel sich in sein Fleisch graben , er hält mich einfach nur fest und gibt mir halt . Ace steht blöd daneben und betrachtet sichtlich perplex unsere Umschlungene Gestalt . Nach einiger Zeit beschließt er sich nützlich zu machen , er streift mir die Taschen ab und trägt sie in die Küche . Bei seiner Berührung , war sie auch noch so kurz und zärtlich , zuckte ich zusammen und weinte noch heftiger . Marco strich mir mit einer Hand beruhigend über den Rücken . Ich presste mich an seine tröstliche Wärme und heulte . Nach einer halben Stunde , in der ich ihn als Taschentuch missbraucht hatte , beschließt er , dass ihm diese Position zu unbequem ist . Kurzerhand hebt er mich hoch , erschrocken schlinge ich meine Beine um seine Hüfte und klammere mich noch ein Stückchen mehr an ihn . Er trägt mich in mein Zimmer und legt mich auf mein Bett , so vorsichtig als hätte er Angst ich würde jeden Moment in meine Einzelteile zerspringen . Auch er setzt sich zu mir aufs Bett und schließt mich wieder in seine Arme . Langsam werde ich müde und mein Kopf tut auch weh , vorsichtig lege ich meinen Kopf in seinen Schoss . Überrascht hört er auf meinen Rücken zu streicheln , aus Angst etwas falsches gemacht zu haben , will ich mich wieder aufrichten . Doch mit sanfter Gewalt drückt er meinen Kopf zurück in seinen Schoss . Langsam streicht er mir über meinen Kopf „Es ist alles in Ordnung , ich bin da . Ich lass dich nie alleine , niemals.“ , flüstert er , während er mich weiterhin beruhigt . Erschöpft schließe ich meine Augen und lasse mich in die Schwärze fallen , doch das letzte was ich sehe ist das boshafte Grinsen meines Vaters .

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