„Hi Blacki, wie geht's?", fragte Marlene und warf mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht ihre Haare über die Schulter.
„Blacki?", fragte ein Junge mit etwas längeren schwarzen Haare und hob eine Augenbraue. Er sah wirklich gut aus, das konnte man nicht leugnen. Er erinnerte mich an jemanden, aber ich war mir nicht sicher an wen.
Ein anderer Junge mit einer Brille fing an zu lachen. „Blacki! Den Namen wirst du so schnell nicht mehr los!"
„Wehe!", rief Blacki. „Dann nenne ich dich Potti!"
„Ja, das haben wir auch schon festgelegt!", mischte ich mich ein und es schien als würden sie mich erst jetzt bemerken.
Interessiert musterten sie mich von oben bis unten. „Und wer bist du, meine Schöne?", fragte Blacki und führte meine Hand, die ich ihn zur Begrüßung hingestreckt hatte, an seine Lippen und drückte einen sanften Kuss drauf.
Lachend schüttelte ich den Kopf. „Befinden wir uns im selben Jahrhundert?"
„Die Manieren eines Gentlemans bleiben über die Jahrhunderte hinweg die Gleichen."
„Du bist also ein Gentleman, so so.", erwiderte ich grinsend. „Also schön, gnädiger Herr, Ihr gestattet, dass ich mich vorstelle: mein Name ist Lina Springer, die Erste meines Namens. Es ist mir eine Ehre eure Bekanntschaft zu machen."
„Die Ehre liegt vollständig auf meiner Seite, Milady.", antwortete er. „Ich bezweifle, dass ein solch bezaubernder Antlitz, wie das Ihrige aus meinem Gedächtnis verschwinden könnte, daher stellt sich mir die Frage, welche Winde euch hier hergeflogen haben."
„Verzeihen Sie, mein edler Herr, Sie in Ungewissheit zu belassen, liegt gänzlich außerhalb meines Beliebens. Mit einem Schiff verließ ich das fränkische Reiche und segelte über den Ozean an die Küste Schottlands. Eine Kutsche geleitete mich an dieses prächtige Schlosse, doch bevor ich zu sehr in Erinnerungen schwelge, drängt sich mir bedauerlicherweise die Frage auf, ob Ihr euch für euer frevelhaftes Benehmen nicht schämet. Mir Eure Begleiter nicht vorzustellen erscheint mir außerordentlich unziemlich!"
Blacki und ich wurden von den anderen lachend beobachtet, aber ein großer, etwas schlaksiger Junge fand als erstes Worte: „So amüsant eure Vorstellung auch ist, beende ich den Spaß lieber mal: Mein Name ist Remus Lupin und keiner von euch sollte auf die dumme Idee kommen, mich Lupi oder sonst wie zu nennen. Potti heißt übrigens James Potter und das hier" Er zeigte auf einen kleineren etwas rundlicheren Jungen. „ist Peter Pettigrew. Der Name deines Unterhaltungspartners ist Sirius Black."
„Sirius Black.", wiederholte ich. „Dann bist du ein Nachfahr von Phineas Nigellus Black."
Sirius runzelte die Stirn. „Also ich werde ja häufig auf meine Familie angesprochen, aber nach ihm wurde ich noch nie gefragt."
Ich zuckte mit den Schultern. Zumindest wusste ich jetzt, woher er mir bekannt vorkam. Ich hatte oft genug mit seinem Portrait in Albus Büro diskutiert.
Gonnie tauchte kurz in der großen Halle auf, um uns alle zu bitten uns zu setzen, weil die Erstklässler gleich da waren.
Neben uns auf der Bank war kein Platz mehr für die Jungs und Remus zog seine Freunde weiter nach Vorne zu freien Plätzen, aber James drehte sich noch einmal um. „Was ich eigentlich fragen wollte: Evans, gehst du mit aus?"
„Nein, nein und nochmal nein!", rief sie. „Fang doch nicht schon wieder damit an! Bitte lass uns dieses Jahr nicht das gleiche Spiel von Vorne anfangen! Ich habe keine Lust mehr! Lass mich doch ein für alle Mal in Ruhe! Ich möchte nicht mit dir ausgehen!"
„Vielleicht änderst du ja morgen deine Meinung!"
„Der gibt wohl nie auf.", meinte Alice und lachte kurz auf.
Lily verdrehte die Augen. „Leider nicht."
„Und das Interesse liegt nur auf seiner Seite?", fragte ich.
„Absolut.", stellte Lily fest.
Ich zuckte mit den Schultern und schaute zu den Jungs. „Schlecht sieht er ja nicht aus."
„Das war es dann aber auch schon!"
Mein Magen knurrte, aber durch mein Lachen hörte das keiner. Die Tür glitt auf und McGonagall trat ein, gefolgt mit einer Horde kleiner Kinder.
Einer nach dem anderen wurde aufgerufen und in eines der Häuser eingeteilt. „Ich bin sehr froh, dass ich da nicht auch vorne stehen muss."
„Wieso eigentlich nicht?", fragte Alice.
„Ach, Professor Dumbledore hat mich vorhin abgefangen und ich wurde in seinem Büro eingeteilt. Dieses ganze Theater ist ja nur für die Erstklässler.", berichtete ich.
Noch ein paar weitere Erstklässler wurden zugeteilt, aber ich hörte nicht hin. Stattdessen stellte ich mir sehnsüchtig das Festmahl vor. Ich hatte einen Bärenhunger!
Albus hielt noch eine Rede, aber meine Aufmerksamkeit kam erst zurück, als auf zauberhafte Weise das Essen auf dem Tisch auftauchte. Mir lief das Wasser im Mund zusammen und ich griff direkt zu.
„Das ist so lecker!", stieß ich nach einer Weile aus und nahm mir gleich noch eine Portion. Die Mädels beobachteten mich mit großen Augen. „Was gibt's?"
„Kann es sein, dass du schon mehr gegessen hast als wir alle drei zusammen?"
Ich zuckte mit den Schultern und lud mir weitere Kartoffeln auf den Teller. „Möglich."
„Ich hätte nie gedacht, dass jemand wie du, so viel essen kann!", stellte Marlene fest.
„Was soll das heißen, jemand wie ich?", fragte ich, aber grinste. Ich wusste worauf sie hinaus wollte.
„Du bist so zierlich! Da passt doch gar nicht so viel Essen rein!"
Erneut hob ich meine Schultern. „Ja, aber ich esse soviel ich will und das ist wahrscheinlich mehr als der Durchschnitt!"
DU LIEST GERADE
Eisphönix (Harry Potter - Rumtreiber - FF)
Fiksi PenggemarEin Mädchen, in dem viele Geheimnisse schlummern. Ein Mädchen, das sich vor der Welt versteckt. Ein Mädchen, das grauenhafte Dinge erlebt hat. Ein Mädchen, in dem die Macht steckt die Welt in Schutt und Asche zu verwandeln. Ein Mädchen, das Angst...
