Geora PoV
"...die dir helfen sollte, dein Element zu kontrollieren. Dein Vater und ich schickten dich auf diese Schule, weil wir dachten, sie würde helfen. Und nicht versuchen, dich zu kontrollieren...". Sie machte eine Pause, ich hörte ihr weiter gespannt zu. "Sie wollten, dass die Schüler zusammen mit den Lehrern die Menschen angreifen. Du wolltest nicht. So haben sie dich gefoltert, das sind die Narben an deinem Rücken...".
Ich schaute sie fassungslos an, dann fiel mir etwas ein. "Und die Narbe hier?", fragte ich während ich oberhalb meines Bauches, zwischen die Bögen meines Brustkorbs zeigte. Sie machte erneut eine Pause, dann redete sie weiter: "Ein Junge, er heißt Damian. Er war angeblich dein bester Freund, doch er hat dich verraten. Und verletzt... Du wärst fast gestorben...". Sie musste kurz durchatmen, das schien ihr sehr nah zu gehen...
"Er hat dir dort ein Messer hin gerammt, dann hat er dich zum Sterben im Wald zurück gelassen... Wir hatten Glück, dich so schnell zu finden, sonst-". Wieder. Sie schluckte. Ich kam näher und legte meinen Kopf auf ihre Schulter. Ich hatte das Gefühl, es würde helfen.
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Mittlerweile war es fast Abend, ich konnte die Uhr nicht wirklich lesen, weshalb ich meine Mutter gefragt hatte. "18:12 Uhr", hatte sie gesagt, für den Rest des Tages hatte sie nicht viel zu mir gesagt. Immer konnte man den Schatten auf ihrem Gesicht sehen, er verschwand nie... Und es war meine Schuld.
Um halb sieben ungefähr gab es Abendessen, wo ich zum ersten Mal meinen Vater sah; seine Haare waren dunkelbraun, fast schwarz und kurz. Augen ein helles braun und seine Haut war mittel und etwas vernarbt. Ob er auch angegriffen wurde? Ich wollte ihn jedoch nicht darauf ansprechen, dies würde die Stimmung unsererseits wahrscheinlich nur noch mehr nach unten ziehen...
Nach dem Abendessen sind wir alle nach oben gegangen, schlafen. Ich saß auf meinem Bett und schaute aus dem Fenster nach draußen;
Der Schnee auf den Baumspitzen glitzerte nun unter dem Licht des Mondes, ebenso wie der kleine See vor unserem Haus. Ich schaute nach oben, in den wunderschönen Himmel... Die Sterne schwammen in einem dunkelblauen Meer der Dunkelheit, es war wunderschön.
Langsam wurden meine Augen schwerer, irgendwann fiel ich um und in einen unruhigen Schlaf...
Ich schreckte hoch. Ich schaute mich etwas panisch um, doch ich befand mich nicht mehr in meinem Zimmer. Dunkelheit, weit und breit nichts anderes. Dann, plötzlich, eine Art Blitz. Ein Junge, braunhaarig, stand an der Stelle des Einschlags, seine Augen waren geschlossen.
Damian PoV
Ich war eingeschlafen. Ich träumte. Ich konnte spüren, dass ich erneut im schwarzen Nichts war. Doch ich hatte nicht das Gefühl, allein zu sein... Ich öffnete meine Augen und schaute mich um. Ich war wirklich nicht allein. Sie. Sie war hier. Und am Leben... Geora schwebte ebenfalls in der Dunkelheit, sie war hier. Ich war unendlich glücklich sie zu sehen, ich wollte zu ihr. Doch irgendetwas hielt mich davon ab. Ich kam nicht von der Stelle. Egal was ich tat, ich konnte mich nur drehen, blieb aber immer am selben Punkt. Dann würde ich es eben mit Sprechen versuchen...
"Geora, kannst du mich hören?", fragte ich in die Leere.
Sie schaute mich verwirrt an. "Wer ist Geora?".
Ins Gesicht. Ein Schlag mitten ins Gesicht. Sie wusste nicht wer sie war... Dann kannte sie uns auch nicht mehr... Ich streckte meine Hand aus, ich wollte zu ihr. Ihr zeigen, wer sie wirklich ist. Zeigen, wer sie liebt und respektiert... "Bitte, du musst dich an mich erinnern!", meinte ich verzweifelt, ihr Blick wechselte zu etwas traurigem und ängstlichem. "Ich weiß, dass ich das wahrscheinlich sollte. Aber ich kann nicht...".
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ACO - School of Elements (Book 2)
Fantasi{!Teil 2 der ACO-Reihe!} (Man sollte den ersten Teil gelesen haben) [Meine Eltern. Vor mir standen meine Eltern. Ich konnte mich an alles erinnern, wirklich alles... Ich spürte eine einzelne Träne meine Wange runterlaufen, weitere folgten. Ich umarm...
