Ich liege, mit meinem Kopf, auf Maeves Brust. Mit meinem Fingern, umspiele ich den Rand der Decke.
Maeves Arm liegt, unter mir und ihre Hand, liegt auf meiner Hüfte, unter meinem T-Shirt. Ihr Daumen streicht langsam, über meine Haut. Mein rechtes Bein liegt, über ihren.
Im Moment, will ich nichts mehr, als das. Ihre Hand, auf meiner Haut und ihre wärme und alles, was sie noch ausstrahlt, spüren.Inzwischen, hab ich mich daran gewöhnt, das es in meinem Bauch, seit gut einer Stunde, nur so von Schmetterlingen wimmelt. Ich höre Maeves ruhigem Herzschlag und ihrer tiefen Atmung zu.
"Deine Haare riechen gut." Stellt Maeve, aus dem nichts, fest.
"Ja, ich hab sie, als ich eben zu Hause war, gewaschen. Das fällt dir erst jetzt auf?"
"Nein." Lacht sie und legt ihre Nase erneut, an meinen Kopf.
"Sie riechen, wie immer." Flüstert sie, sodass man es kaum hören kann.
"Ich hab mein Shampoo auch nicht gewechselt." Sie dachte wohl, ich höre sie nicht, denn ich sehe wie sich röte, auf ihrem Gesicht breit macht."Wollen wir über deine Ansprache, von eben, reden?" Fragt sie irgendwann und blickt zu mir runter.
"Willst du über deine reden?"
Sie denkt kurz nach "Nein", kommt es dann von ihr.
"Also."
"Hast du denn alles ernst gemeint?"
"Es war alles nur die Wahrheit."
"Also auch das mit den wunderschönen Augen und das mit den Schmetterlingen? Denn ich hab so das Gefühl, nicht jeder sieht das so, nur jemand der..."
"Wer?"
"Du weißt schon."
"Dann erklär du mir das mal mit 'zu wenig Platz in meiner Wohnung für alle Trophäen', dem 'wunderschön und süß aussehen wenn ich etwas lese' und den 'bernsteinfarbenen Augen in denen man sich sehr schnell verlieren kann'."
"Das sind die Medikamente." Erklärt Maeve so schnell, als hätte sie die Antwort schon seit der Rede, im Kopf und wird dabei sehr rot.
"So viel Morphium bekommst du jetzt auch wieder nicht. Willst du mir nebenbei auch erklären, warum du gerade rot wirst und eben auch?"
"Es reicht."Sie dreht den Kopf zur Seite und fährt sich, mit beiden Händen übers Gesicht.
"Leg dich wieder hin." Versucht sie mir zu befehlen, aber ich höre in ihrer Stimme, wie peinlich es ihr gerade ist. Trotzdem tue ich, was sie sagt und lege mich wieder hin. Ihre Hand fährt wieder unter mein T-Shirt, zu meiner Hüfte. Eine Gänsehaut breitet sich auf mir aus. Mit ihrem Daumen, der über meine Haut fährt, macht sie es nur schlimmer. Ich versuche mir nichts anmerken zu lassen und umspiele mit meinen Fingern wieder die Decke.Plötzlich spüre ich Maeves warmen Atem, an meinem Ohr -das macht alles nochmal viel schlimmer.
"Du meinst wohl ich merke die Gänsehaut, auf deiner Haut nicht hm? Und das hier macht es auch nicht gerade besser, was?" Raunt sie, mir ins Ohr.
Ich drehe mich zu ihr und beuge mich auch zu ihrem Ohr vor. Bevor ich anfange zu reden atme ich noch einmal leicht aus.
"Du denkst auch, das ich nicht gemerkt habe, wie dein Herz sofort schneller geschlagen hat, als du meine Gänsehaut gespürt hast, oder? Und deine Atmung klingt auch nicht sehr toll, soll ich mal einen Arzt holen?"
Ich entferne mich wieder von ihrem Ohr und sehe in ihre Augen. Ihr Gesichtsausdruck ist ernst, aber ich merke die Lust, in ihren Augen. Außerdem, noch ihren kleinen Blick, auf meine Lippen, der nicht sehr lange anhielt. Leider. Ich lege mich zurück, in meine ursprüngliche Position und höre ihrem schnellen Herzschlag zu.Die Tür öffnet sich und Mary kommt rein.
"Hey, na ihr zwei?" Begrüßt sie uns, mit einem Lächeln.
"Hey." Geben wir beide zurück.
"Maeve, dein Puls ist etwas hoch. Geht's dir gut? Ist dir warm, oder so?"
"Nein, alles bestens." Grinst sie und ich verkneife mir ein lachen.
"Ok, dann lass ich euch wieder alleine. Aber drück auf den Notfallknopf, falls es dir doch nicht so gut geht. Ivy, du passt auf sie auf ja?"
Ich werfe Maeve einen Blick zu.
"Natürlich." Grinse ich und beiße mir leicht, auf die Unterlippe, um nicht zu lachen.
Ich merke außerdem Maeves Griff, an meiner Hüfte, der immer enger wird.Mary verlässt den Raum und wir sind wieder allein.
"Ich denke, es wird nicht besser, wenn du die Luft anhältst." Kichere ich und verkneife mir immer noch ein Lachen. Maeve lässt die Luft aus ihrer Lunge und fängt an wieder normal zu atmen.
Es ist schon witzig sie so zu ärgern. Es macht ernsthaft Spaß, um ehrlich zu sein. Das Problem ist nur, das sie dasselbe mit mir macht und es ist verdammt schwer da nicht rot zu werden, oder noch schlimmeres. Wir beide wissen, das wir viel schlimmeres mit dem anderen anstellen könnten, als ihn dazu zu bringen rot zu werden.Ich lege mich erneut, auf ihre Brust und sie bewegt ihren Daumen, auf meiner Haut. Diesmal hinterlässt sie 'nur' eine Hitze, an der Stelle. Ich höre, wie ihr Herz wieder langsamer schlägt und ihre Atmung wieder normal wird.
"Ich muss also doch keinen Arzt rufen, oder?" Frage ich und drehe mich ein wenig zu ihr.
Sie dreht mich wieder um und legte ihre Hand, von meiner Hüfte, auf meinen Bauch. Dort fängt sie an mit allen Fingern, über meine Haut zu streichen.
Ich spüre erneut ihren warmen Atem, an meinem Ohr.
"Halt doch endlich mal die Klappe Süße."Ich schlucke einmal schwer und bin still. Erstens, weil ich kein Wort rausbekomme -wenn doch, dann nur Gestotter- und zweitens, weil ich nicht weiß, was ich sagen könnte.
Die Schmetterlinge wandern, aus meinem Bauch, überall hin und befallen vor allem meinen Kopf. Ich kann nicht mehr klar denken. Das einzige was, wie in meinem Kopf hallt, ist der Satz, den Maeve mir gerade ins Ohr geraunt hat. Es ist, wie ein Echo, in meinem Kopf und meinen Ohren, das allerdings nicht leiser wird.Ich fahre, mit meiner Hand, unter mein T-Shirt und greife, nach Maeves Hand. Ich verschränke meine Hand in ihrer.
Schon wieder dieses furchtbar gute Gefühl, das sich in mir ausbreitet, als ich ihren Atem, in meinem Nacken spüre.
"Hast dus nicht mehr ausgehalten, meine Finger auf deiner Haut zu spüren, die diese Gänsehaut bei dir auslösen?"
Ich drehe meinen Kopf ein Stück zu ihr und löse dann unsere verschränkten Hände.
"Doch, alles bestens." Grinse ich, ihr entgegen und drehe mich wieder zurück.Nach einer kurzen Stille, in der man wirklich nichts hörte -außer die Monitore neben uns- spüre ich ihre Hand wieder an meiner. Ein lächeln macht sich schon auf meinem Gesicht breit, aber es verschwindet wieder, als sie meine Hand, unter meinem T-Shirt hervorholt und neben mich legt.
Auf einmal schiebt sie mich, von sich runter und auch runter vom Bett."Hey!" Rufe ich und halte mich am Bett fest, um nicht auf dem Boden aufzuprallen.
Genervt setze ich mich, auf den Sessel, neben dem Bett und verschränke die Arme, vor der Brust.
Mary betritt den Raum. Sie mustert erst mich und dann Maeve, die auch mit verschränkten Armen im Bett sitzt. Dann huscht ihr Blick ein paar mal zwischen uns hin und her.
"Sorry, soll ich später wiederkommen, wenn ihr euren Beziehungsstreit beendet habt?"Wir bleiben beide leise und blicken genervt zur Seite.
"Maeve? Ivy? Was ist hier los?"
"Ich hab nichts gemacht! Sie hat mich einfach aus dem Bett geworfen!"
"Du weißt genau, was du gemacht hast!"
"Achja? Was denn?" Frage ich ein wenig arrogant.
"Du hast..."
Sie bricht mitten im Satz ab. Wahrscheinlich, weil Mary hier ist.
"Also, ich weiß nicht, ob wir sowas haben, aber ich kann mal fragen, ob wir Doppelbetten haben, wenn sowas in der Art das Problem ist."
"Ich denke, wenn sie mich aus dem Bett wirft und sauer auf mich ist, liegt es nicht an der Größe, des Bettes."
"Ok, gebt mir 10 Sekunden, dann bin ich weg und ihr könnt das hier" sie zeigt mit ihren Händen auf uns und das Bett "ausdiskutieren. Ok?"Ich lasse mich zurück, in die Lehne, fallen und schnaufe einmal. Mary verlässt den Raum und wir blicken uns an.
"Was hab ich gemacht?" Ich beuge mich im Sessel nach vorne und öffne meine Arme.
"Du hast meine Hand losgelassen!"
"Ernsthaft? Das ist dein Problem?" Rufe ich und stehe vom Sessel auf.
"Ja. Du hast sie erst, aus freien Stücken, genommen und das was ich gesagt habe, hat dich irgendwie umgestimmt und dann hast du sie wieder losgelassen. Ich wollte das aber nicht. Fuck, das ganze macht mich emotional." Faucht sie mich an und wendet ihren Kopf von mir ab.Ich gehe auf dass Bett zu und setze mich wieder neben sie. Ihr Kopf ist immer noch von mir weggedreht. Ich nehme ihr Gesicht, in meine Hände und blicke ihr tief in die Augen.
"Du hast mir gefehlt, du Trottel." Flüstere ich schon fast.
"Du mir erst, Süße." Murmelt Maeve mir entgegen und legt ihre Hände, auf meine Hüften.

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My cutie
RomanceIvy Johnson wohnt in einer Wohnung über ihres besten Freundes, dessen Mutter ihre Adoptivmutter ist, die sie im Alter von 12 Jahren aufgenommen hat. An ihrem 16. Geburtstag begegnet sie auf einer Party einem Mädchen die noch einiges in ihrem Leben ä...