Alec lässt sich auf meinen Oberkörper sinken und küsst mich dann so leidenschaftlich, dass ich ihn wegstoßen muss, weil ich befürchte keine Luft mehr zu bekommen. Nachdem er sich das Kondom abgestreift hat und ich mich gesäubert habe legt er sich glücklich neben mich auf die Matratze.
„Das war der Wahnsinn, oder? Geht es dir gut? Habe ich dir wehgetan?", fragt er besorgt. „Nein, mir geht es sehr gut." „Gott sei dank, mein erstes Mal war so furchtbar-" „Ich stütze mich auf meine Ellbogen auf und unterbreche ihn. „Dein erstes Mal? Du hast gesagt, es wäre auch dein erstes Mal", sage ich gekränkt. Jetzt fühle ich mich beschissen. Wie kann er mich bei so etwas Wichtigem nur anlügen?!
Er spielt mit einer widerspenstigen Locke, die mir ins Gesicht gefallen ist. „Michael, das war es auch. Ich war noch nie der Geber."
Ich weiß nicht, ob mich diese Antwort befriedigt. „Und wann hattest du dein erstes Mal?" „Letztes Jahr." „Bekomme ich ein paar mehr Infos?"
„Es war im Urlaub. Er war Anfang 40, naja und nicht gerade feinfühlig und falls das deine nächste Frage ist. Nein, ich habe nichts für ihn empfunden und ich verabscheue ihn, weil er erst dieses Verlangen in mir hervorgerufen hat."
Jetzt steigt Alec über mich aus dem Bett und zieht sich an. „Und empfindest du was für mich?" „Das weißt du doch."
Warum kann er es nicht einfach sagen? Es würde mir so viel bedeuten. Aber er ist gleich schon wieder bei einem anderen Thema.
„Magst du es der Bottom zu sein? Das wäre schon wichtig", fragt er und setzt sich zu mir auf die Bettkante. „Ja, es hat mir sehr gefallen." „Gott sei Dank. Ich fände es schrecklich, wenn wir das mit uns sonst beenden müssen, weil wir nicht zusammenpassen."
Seine Hand wandert über meine nackte Brust hoch zu meinem Hals. „Das mit uns" so nennt er es also.
„Möchtest du den Film weiterschauen? Ein bisschen Zeit haben wir ja noch." „Nein, lass uns einfach noch ein bisschen kuscheln." Ich will mich ebenfalls anziehen, aber Alec drückt mich wieder ins Bett. „Nein, bleib so. So ist es perfekt."
Dann legt er sich neben mich und seine Hände wandern über meinen nackten Rücken bis runter zum Hintern. „Michael, du musst aufwachen", flüstert er nach einer Weile und verteilt Küsse auf meinem Gesicht. „Oh nein, ich bin eingeschlafen. Warum hast du mich nicht abgehalten?" „Warum sollte ich?" „Weil unsere kostbare Zeit jetzt schon rum ist."
„Wir können uns doch jederzeit sehen." Ich stehe vom Bett auf und ziehe mich an. „Nein, nicht jederzeit, oder?" „Michael, jetzt sei nicht so. Willst du das der Abend so endet?" „Nein, will ich nicht. Ich würde mein Glück einfach nur gerne teilen-" Ich sehe die Panik in seinen Augen.
„Michael, du darfst es niemandem sagen. Du denkst vielleicht deine Freunde wären cool damit, aber so ist das nicht. Sie fänden es abartig...Es ist abartig und krank."
Ich schüttele den Kopf. Er ist Derjenige, der immer streiten muss. Es könnte so schön mit uns sein, wenn es ihm einfach egal wäre, was die Anderen denken.
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Nur dein schmutziges Geheimnis
Romance„Ich hätte mich glücklich schätzen sollen, dass es etwas gab, was er nur mit mir teilte. Doch alles was ich wollte, war kein Geheimnis mehr sein." Michael und Alec besuchen zusammen das College. Dies scheint auch schon die einzige Gemeinsamkeit, den...
