Ich weiß nicht was in Alec gefahren ist. Er weiß ganz genau, dass ich nichts für das Rudern übrig habe. Einzig und alleine den tollen Muskeln, die er davon bekommt, kann ich etwas abgewinnen. Nachdem der erste Wutanfall abgeklungen ist, schreibe ich Alec eine Nachricht.
Was soll das?
Komm heute Abend zu mir. 23 Uhr.
Geht es nicht früher?
Nein und lösch den Chat.
Ich stöhne genervt auf. „Alles okay?", fragt Theo und ich zucke zusammen, weil ich ihn nicht habe kommen hören. „Ach, ich bin da in so eine Sache reingeraten. Aber ich werde das klären."
„Oh man Michael, das klingt irgendwie spannend, ich beneide dich wirklich. Erst hast du ne Freundin und jetzt das." „Glaub mir, du willst ganz bestimmt nicht mit mir tauschen."
Irgendwie belustigt mich die Vorstellung wie Alec Theo nimmt, aber je später der Abend wird, desto weniger habe ich zu lachen.
Einfach ätzend wach im Bett zu liegen, wenn der Mitbewohner schon das Licht gelöscht hat und man zwanghaft versucht nicht einzuschlafen. Wenn ich mich wenigstens auf nen Quickie freuen könnte, aber ich fürchte, dass es zwar kurz wird, aber weniger erfreulich.
„Michael?", flüstert Theo, als ich gerade die Türklinke nach unten gedrückt habe. „Schlaf weiter", flüstere ich zurück. „Gehst du wieder zu ihr?" „Ja", sage ich nur und mache mich dann auf den Weg. Ich kenne ihn inzwischen blind, so oft habe ich mich nachts zu Alec geschlichen.
Ich schreibe ihm, als ich vor der Tür stehe und er öffnet sie wie immer umgehend. Sofort legt er seine Hände an mein Gesicht und will mich küssen. „Da bist du ja, mein Süßer." Ich drücke ihn, noch bevor seine Lippen meine treffen, von mir weg. „Nein, ich bin nicht dein Süßer. Was sollte das heute?"
„Ach Michael, komm schon. Tut mir leid, wegen des Tonfalls." Ich verschränke die Arme und drehe ihm den Rücken zu. So leicht kriegt er mich nicht rum. Aber er schmiegt sich von hinten an meinen Rücken und schlingt die Arme um meinen Oberkörper.
„Was ist denn so schlimm daran, wenn ich will, dass du in meiner Nähe bist?" „Nichts, aber du hättest mich vorher fragen können." „Du hast recht, das war egoistisch. Wie kann ich das wieder gut machen?", fragt er und verteilt Küsse auf meinem Hals. „Mach mir einfach nicht das Leben zur Hölle, okay?"
Er schiebt seine Hand vorne zwischen Haut und meiner Boxershorts und seine Finger bahnen sich ihren Weg an der feinen Haarlinie weiter nach unten. „Warum sagst du das?" flüstert er in mein Ohr und knabbert dann an meinem Ohrläppchen. „Weil du ein echter Kotzbrocken, außerhalb dieser vier Wände, sein kannst. Und nur weil ich jetzt hart bin, musst du nicht glauben, dass ich dir verziehen habe."
„Und nach dem Versöhnungssex, meinst du, dann kannst du mir verzeihen?" Ich packe seine Hand am Handgelenk und ziehe sie aus meiner Hose. „Nein, du lässt dir was richtiges als Entschuldigung einfallen." Dann gehe ich zur Tür, werfe einen kurzen prüfenden Blick über den leeren Flur und lasse Alec einfach stehen.
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Nur dein schmutziges Geheimnis
Romance„Ich hätte mich glücklich schätzen sollen, dass es etwas gab, was er nur mit mir teilte. Doch alles was ich wollte, war kein Geheimnis mehr sein." Michael und Alec besuchen zusammen das College. Dies scheint auch schon die einzige Gemeinsamkeit, den...
