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Alec meldet sich am nächsten Tag nicht bei mir. Ich fürchte schon fast, dass er die Sache aussitzen will. Aber nicht mit mir.

Wie verabredet - beziehungsweise wie angewiesen - finde ich mich um 17 Uhr unten am Fluß ein. Von Alec noch keine Spur, weshalb ich mich noch unwohler fühle als sowieso schon. Irgendein Typ drückt mir zwei Ruder in die Hand und motzt mich anschließend an, weil ich sie falsch auf dem Steg ablege.

Da wäre ich am liebsten schon gegangen, aber Gott sei Dank kommt gerade Alec auf mich zu gelaufen. „Hey...wie heißt du nochmal?" „Michael", presse ich mit zusammengebissenen Zähnen hervor.

„Ach ja, genau. Hast du die Ruder so hingelegt?" „Ja, ich-" „Das geht so nicht. Die Ruderblätter sind sehr empfindlich." „Ich bin auch sehr empfindlich", nuschele ich vor mich hin.

„Was? Du musst deutlicher sprechen." „Es hat mir niemand erklärt, wie ich sie hinlegen soll", sage ich nun lauter. „Hier ließ das", sagt er und hält mir ein Buch entgegen. „Wenn wir zurück sind, kannst du dich wieder nützlich machen."

Dann lassen sie die Boote zu Wasser und sind auch schon weg. Was an „mach mir das Leben nicht zur Hölle" hat er nicht verstanden?

Zwei Stunden später tragen die Jungs die Boote wieder ans Land und ich wische sie anschließend mit einem Microfasertuch trocken. Nicht in kreisenden Bewegungen, wie ich jetzt weiß. „Ich gehe noch an die Rudermaschine und schließe dann ab", ruft Alec seinen Kollegen zu. „Kommst du morgen zur Party?", fragt ihn ein groß gewachsener Typ. „Nein, ich fahre morgen meine Eltern besuchen."

Super, denke ich. Also macht er sich morgen aus dem Staub und wann bekomme ich dann meine Wiedergutmachung für all dies?

Alec schaltet das Licht an und schließt das große Rolltor. Dann spüre ich seinen muskulösen Oberkörper an meinem Rücken und seine Hand streicht erst über meinen Arm, bevor sie sich auf meine Hand legt und mit mir zusammen über das Boot wischt. „Das machst du wirklich schon sehr gut." „Danke, es war auch schon immer mein Traum, der Sklave vom Ruderteam zu sein." „Du bist nur mein Sexsklave, sonst nichts", flüstert er mir ins Ohr und schiebt wieder seine Hand in meine Hose.

Meine Selbstbeherrschung ist dahin. Ich öffne meinen Reisverschluss und verschaffe Alecs Hand somit mehr platz. Seine Finger legen sich um meinen Schwanz und er bewegt sie auf und ab. Aber mir dauert das zulange, deshalb stößt meine Hüfte seiner Hand nun immer wieder entgegen.

„Da ist wohl jemand ungeduldig. Magst du es meine Hand zu ficken?" Aber ich reagiere gar nicht drauf, ich bin zu fokussiert und seine versauten Worte treiben meinen Orgasmus nur noch mehr voran. „Das wird allerdings auch das einzige bleiben, dass du bei mir fickst."

Plötzlich ein lautes Knacken und das Rolltor setzt sich in Bewegung. Alecs Hand verschwindet umgehend aus meiner Hose und ich ziehe den Reisverschluss wieder nach oben. Dann steht auch schon sein Trainer in der Halle und Alex fällt nichts bessere ein, als mich anzuschreien. „Nicht in kreisenden Bewegung. Du machst den ganzen Lack kaputt. Trottel!"

Nur dein schmutziges GeheimnisWo Geschichten leben. Entdecke jetzt