Der Abend der Party ist gekommen. Meine Gedanken drehen sich im Kreise. Alec wird dort mit ihr sein und garantiert wird sie ihre Finger nicht von ihm lassen können. Dann wird Alec sich betrinken und dann wird er sie in dem gleichen Bett ficken, in dem er mich so oft schon geliebt hat. Scheiße!
Entweder fickt er heute mich, oder keinen. Ich wasche meine Haare mit dem Kokosshampoo, was Alec so liebt, dann setze ich meine Kontaktlinsen ein, tja und dann starre ich ziemlich lange den schwarzen Spitzenslip an, den mir Alec geschenkt hat.
„Scheiß drauf", sage ich zu mir selbst und tausche meine Boxershorts gegen den Slip. Ich wünschte Alec hätte ein bisschen mehr investiert, denn der Stoff kratz unangenehm über meine Haut und natürlich kann ich nur schwer alles darin unterbringen. Ich hoffe, dass sich dieses Opfer rentiert.
Als ich bei der Party ankomme, scheitere ich allerdings schon an der Tür. „Sorry, Kleiner, denke nicht, dass du eingeladen bist", sagt ein Schrank von einem Typen. „Er gehört zu uns." Finn einer aus dem Ruderteam, kommt gerade mit seiner Freundin an und nimmt mich mit rein.
„Danke", sage ich und lege ein triumphierendes Lächeln auf. Das vergeht mir allerdings ziemlich schnell, als ich Alec entdecke und das Mädchen neben ihm.
Tja, was soll ich sagen. Er bleibt seinem Stil offenbar treu, denn sie hat blonde Haare, braune Augen, einen zierlichen Körperbau und natürlich nur Augen für ihn. Bei ihm untergehakt steht sie da und Alec ist offenbar der lustigste Mensch auf dem Planeten, denn sie lacht pausenlos. Ich hasse ihr schrilles Lachen und ihre aufgesetzte Art. Ich hasse einfach alles an ihr.
Ich hole mir was zu trinken und verkrümmele mich in eine Ecke, von der aus, ich Alec beobachten kann. Er hat mich noch nicht bemerkt, ich glaube er rechnet gar nicht mit meinem Kommen.
Als er sich endlich von der Tussi los macht und zwei Getränke holt, bemerkt er mich und komm kurz zu mir. Noch bevor er irgendeinen blöden Smalltalk starten kann, flüstere ich ihm ins Ohr: „Ich trage die Unterwäsche."
Ich kenne Alec mittlerweile so gut, dass ich weiß welche Wirkung meine Worte auf ihn haben. Ich weiß, dass ihn allein der Gedanke an meinen Hintern schon hart werden lässt.
Doch dann tut er etwas mit dem ich nicht gerechnet habe. Er rempelt mich an und kippt mir und sich den kompletten Inhalt der Becher über den Körper. „Pass doch auf", schreit er mich an und fügt dann leiser für mich hinzu: „In zehn Minuten an der Turnhalle."
„So eine scheiße", flucht er, als er sich entfernt und zu seinen Freunden und seiner Begleitung zurückkehrt. Das Malöre mit den Getränken ist das perfekte Alibi sich von der Party zu verabschieden.
Ich verlasse vor Alec das Haus und bin somit auch vor ihm an der Turnhalle. Ich stehe da, wie auf dem Präsentierteller und sehe aus als hätte ich mir in die Hose gepinkelt.
Alec sieht hingegen, wie er so auf mich zugelaufen kommt, in seinem schwarzen Rollkragenpullover, der dunklen Jeans, sich die Haare aus dem Gesicht streichend, einfach nur umwerfend aus. Ein paar mal dreht er sich noch um, dann beschleunigt er seinen Schritt, schließt die Turnhalle auf und zieht mich hinein.
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Nur dein schmutziges Geheimnis
Romance„Ich hätte mich glücklich schätzen sollen, dass es etwas gab, was er nur mit mir teilte. Doch alles was ich wollte, war kein Geheimnis mehr sein." Michael und Alec besuchen zusammen das College. Dies scheint auch schon die einzige Gemeinsamkeit, den...
