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Die Tage nach unserem ersten Mal sind nicht gerade leicht. Jetzt, da wir miteinander geschlafen haben, merke ich erst wie viel er mir bedeutet und dass es nicht nur eine kleine Verknalltheit ist, sondern ich über beide Ohren in ihn verliebt bin.

Meine Freunde versuchen mich weiterhin auszuquetschen. Ich hätte dieses Grinsen im Gesicht, was man nur hat, wenn man Sex hatte. Da ist sich Ben ziemlich sicher, denn er ist der einzige neben mir, der keine Jungfrau mehr ist.

In ihrer Vorstellung sehen sie aber wahrscheinlich nicht, wie ich mich von einem anderen Typen in den Arsch ficken lasse. Ich weiß, harte Worte und eigentlich auch nicht meine, aber Alec hat denke ich recht.

Sie würden bestimmt nicht mehr so doofe Sprüche reißen, wenn sie es wüssten, sondern betreten zu Boden schauen und Theo würde wahrscheinlich nur noch mit dem Rücken zur Wand schlafen.

Alec und ich sehen uns ein bis zwei Mal die Woche. Je nachdem, wie es bei ihm passt. Die Gefahr entdeckt zu werden ist allgegenwärtig und nicht gerade der Kick den ich brauche.

Wenn wir uns sehen, machen wir meistens rum, oder haben Sex, der sich wirklich bei jedem mal besser anfühlt. Aber den größten Teil der Nacht liegen wir da und reden.

Dann ist Alec einfach nur der Alexander, der es leid ist, dass Vorbild für seine jüngeren Geschwister zu sein. Der auch mal gerne aus der Reihen tanzen würde und nicht der ganze Stolz seiner Eltern sein muss. Er tut mir leid. Ist bestimmt nicht leicht, mit so einer Erwartungshaltung seiner Eltern zu leben.

Inzwischen sind wir schon drei Monate zusammen. Naja zusammen, so nenne ich es, Alec spielt es gerne runter und so überrascht es mich sehr, als er mir plötzlich nach dem Sex eine keine Schachtel unter die Nase hält.

„Was ist das?", frage ich. „Mach es auf." Schnell reiße ich das Papier darum ab und öffne dann die Schachtel. Ein kleiner silbernen Millennium Falke kommt zum Vorschein.

„Danke Alec, womit habe ich das verdient?" „Die Party auf der ich dich aufgegabelt habe, ist jetzt drei Monate her."

Natürlich hätte er auch sagen, können, dass wir unser Dreimonatiges haben, aber Alec benennt die Dinge nicht gerne beim Namen. Auf alle Fälle nicht das zwischen uns.

„Jetzt habe ich gar nichts für dich?", stelle ich peinlich berührt fest. „Oh, du kannst dich auch anders erkenntlich zeigen." „Das hättest du wohl gerne", sage ich und lasse meine Fingerspitzen über seine Flanken tanzen.

Seit ich herausgefunden habe, dass er dort kitzelig ist, quäle ich ihn damit nur zu gerne. Außerdem ist es das einzige Mittel, mal die Oberhand zugewinnen, weil Alec mir sonst körperlich immer überlegen ist. Schließlich bedanke ich mich mit einem tiefen innigen Kuss.

„Jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen", sage ich, als ich mich wieder in seinen Arm kuschele und immer noch das kleine Raumschiff in meiner Hand halte.

„Das brauchst du nicht. Ich musste-" „Nein, du musst jetzt dringend die Klappe halten. Wenn du jetzt sagst du musstest über nen bestimmten Wert kommen, um die Versandkosten zu sparen, dann gibt es einen Monat keinen Sex."

Daraufhin grinst er nur, denn er weiß genau so gut wie ich, dass wir es beide nicht aushalten würden. „Hast du an mich gedacht, als du es bestellt hast?" „Ja, das habe ich", sagt er und drückt einen Kuss auf meine Haare. „Gut, dass ist alles was ich wissen muss."

Nur dein schmutziges GeheimnisWo Geschichten leben. Entdecke jetzt