Ich kann's nicht in Worte fassen. Wie bin ich bitte nochmal reingefallen?! „ Ayla beruhig dich du reagierst gerade durch Emotionen. Vielleicht ist ihm ja was vorgefallen." Sagte Merve am Telefon. Das war auch meine Gedanke. Aber bin ich nicht ein kurze naricht wert? Ich habe dort Stunden gewartet. „ Er hat mich so verletzt. Wieder. Ich bin so ein idiotin." sprach ich und meine Stimme brach leicht. „ Ayla? Nein nein nein stopp EY! Nicht weinen willst du das ich rüber komme? Meine Vater ist gerade sowieso weg und meine Mama schläft schon." Mein Herz tat weh und ich begann zu zittern.
Nicht wieder bitte. „ Ja, bitte."
Ich will mir einreden das es ihn bestimmt was vorgefallen ist aber nichts beruhigt mein Herz. Merve war bereits schon da und ich lag einfach nur wie Ihren Oberschenkeln. Meine Mama erzählte ich wir müsste schnell was für die Schule erledigen was sie Gott sei dank nicht hinterfragte. „Glaubst du er hat mich für jemand anderen hängen lassen? Für ley..Leyla?" sie klatschte leicht auf meinem Kopf weshalb ich mich wieder aufrecht setzte. „ Nein nein und wieder nein es-" mein Handy piepte. „ Ist das er?" fragte Merve. Ich starrte mur meinen Handy an. „ Es tut mir leid Ayla. Wenn wir uns sehen erkläre ich dir alles. Komm bitte morgen in Bäckerei." lieste ich vor. „ Ich werde nicht antworten." „ Das wollte ich gerade auch sagen. Lass ihn warten." kommentierte Merve. „ Ja, ich lasse ihn warten. Unzwar lange." „ Ja! Lass ihn bis morgen warten."
Ich hätte nicht kommen sollen. Das war mein erster Gedanke, als ich Azad in der Ecke der Bäckerei sitzen sah. Er hatte sich gegen die Wand gelehnt, die Hände um eine Tasse Kaffee geschlossen, und sah so aus, als hätte er schon eine Weile auf mich gewartet. Ich konnte das Unbehagen in seinen Augen sehen, den leichten Schatten von Müdigkeit, aber das ließ mich kalt. Ich erinnerte mich zu gut daran, wie ich mich gefühlt hatte, als er mich damals sitzen ließ, als er mich demütigte, als ich noch das unsichere Mädchen war, das viel zu viel auf ihn gegeben hatte.
Jetzt war er derjenige, der mir alles zerstört hatte und doch die Macht über mein Leben hielt—mein Chef, der Mann, der über meinen Job entscheiden konnte. Der Gedanke daran brachte mich dazu, meine Schultern straff zu ziehen, eine Mauer um mein Herz zu bauen, als ich mich ihm gegenüber an den Tisch setzte. Es war eine Mauer, die ich lange geübt hatte, hochzuziehen, eine, die mich schützen sollte.
„Du bist gekommen," sagte er leise, und seine Stimme klang fast überrascht, als hätte er damit gerechnet, dass ich ihm endgültig den Rücken kehre. Er sieht so gut aus. Seine Hände zitterten leicht um den Becher, aber ich tat so, als würde ich das nicht bemerken.
„Ja, ich bin gekommen. Aber keine Sorge, es ist nicht, weil ich mich plötzlich für deine Erklärungen interessiere." Ich lehnte mich in meinem Stuhl zurück, ließ meinen Blick kühl über sein Gesicht gleiten, ohne auch nur einen Funken Wärme zu zeigen. „Ich bin hier, weil ich neugierig war, welchen schlechten Grund du dir ausgedacht hast."
Azads Kiefer spannte sich an, und ich sah, wie er sich zusammenriss. Vor mir saß nicht mehr der Junge, der mich früher vor allen anderen bloßgestellt hatte, der mich das Gefühl gegeben hatte, wertlos zu sein. Aber ich konnte den Eindruck nicht loswerden, dass er immer noch irgendwo der gleiche war—auch wenn seine Worte jetzt vielleicht freundlicher klangen.
„Ayla, ich weiß, dass ich viel falsch gemacht habe," begann er, und ich konnte die Reue in seiner Stimme hören, die sich wie ein bitterer Nachgeschmack auf meine Zunge legte. „Aber es tut mir wirklich leid, dass ich dich habe warten lassen-" „ Stopp, sag einfach wieso du verdammt noch mal so eine Scheiße ausgerechnet mit mir abziehst? Bin ich Leyla? Oder denkst du immer noch ich sei die alte schüchterne die einfach ihre fresse hält während du das machst was du willst? Azad du warst ein verdammter Arschloch und wirst es auch immer bleiben." er begann wieder zu sprechen aber ich war nicht fertig. „ Ayla mein-"
Ich hob eine Hand, um ihn zu unterbrechen. „Spar dir die Erklärungen, Azad. Glaubst du wirklich, dass ich nicht weiß, wie du bist?" Meine Stimme war schneidend, kalt, und ich merkte, wie sich seine Schultern bei meinen Worten versteiften. „Jedes Mal, wenn ich denke, dass ich dich vielleicht falsch eingeschätzt habe, schaffst du es, mich daran zu erinnern, warum ich dir nicht trauen kann."
Ich atmet durch weil ich endlich alles was auf meine Herzen lag ausgesprochen hatte. Als ich ihm in seine Augen sah schaute er nur leer auf dem Tisch. „ Mein Bruder, er hatte einen allergischen Schock, und ich musste ihn ins Krankenhaus bringen." Beendet er seine Satz was ich abgebrochen hatte.
Direkt spürte ich die schlechten Gefühl was durch meinen Körper ging. Wieso hast du es nicht ausgehalten 2 weitere Minuten deinen scheiß Mund zu halten Ayla?! Sagte meine innere Stimme. Ich bin gerade das Arschloch nicht er. Ich wusste nicht was ich sagen soll.. Ich war versteinert. „ Es tut mir leid Ayla." kam aus seinem Mund.
Er sah mich an, und ich konnte in seinen Augen einen Ausdruck sehen, den ich dort früher nie erwartet hätte—Verletzlichkeit. Es war, als wäre er tatsächlich verletzt von dem, was ich sagte, als hätte er gehofft, dass ich ihm glauben würde. „Aber ich weiß, dass ich nicht derjenige bin, dem du vertrauen solltest, Ayla. Und ich verstehe, wenn du mir nicht glaubst. Aber ich wollte dir das erklären. Ich wollte, dass du weißt, dass ich es nicht absichtlich getan habe." Ich war wie versteinert.
Er schloss kurz die Augen, als würde er versuchen, die aufkommenden Emotionen zu unterdrücken. „Wenn zwischen uns nichts mehr als Freundschaft sein kann, dann will ich lieber gar nichts mit dir zu tun haben." Mein Herz blieb für einen kurzen Moment stehen. Er sprach weiter: „Ich habe es versucht, Ayla. Wirklich versucht. Und ich wollte diesmal, dass es klappt. Aber wenn du diesen Weg gehen willst, dann will ich dich am besten gar nicht mehr sehen." Moment.. träume ich gerade? Nach paar Sekunden realisierte ich was er damit meint.
Er hat mich gekündigt.
Ich spürte, wie etwas in mir zitterte – ein kleiner Riss in der Kälte, die ich um mich herum aufgebaut hatte. Doch ich ließ mir nichts anmerken, zwang mich, hart zu bleiben, obwohl seine Worte wie leise Schläge auf mein Herz wirkten. „Alles klar. Leb wohl", war das Einzige, was ich hervorbrachte.
Er sah mich an, und in seinem Blick erkannte ich etwas, das mich beinahe erschreckte. Es war nicht mehr das Überhebliche von früher, sondern echte Reue, vielleicht sogar ... Einsamkeit.
„Leb wohl." Seine Stimme brach leicht, und ich konnte sehen, wie schwer es ihm fiel, diese Worte auszusprechen.
Ich stand auf. Meine Hände zitterten leicht, als ich nach meiner Tasche griff. „Ich hoffe, deinem Bruder geht es besser."
Azad sah mich an. Doch ich drehte mich um und verließ die Bäckerei. Ich ließ ihn hinter mir, so wie er mich damals hinter sich gelassen hatte.
Draußen schlug mir die kühle Luft entgegen, und ich atmete tief ein, um die Schwere abzuschütteln, die sich in mir ausgebreitet hatte. Vielleicht war es unfair, ihm keine zweite Chance zu geben. Aber ich hatte gelernt, mich zu schützen – und er kam damit wohl nicht zurecht.
Warum fühlte es sich an wie eine Trennung, obwohl wir nie wirklich etwas miteinander gehabt hatten?
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i hate you
RomanceAyla durchlebte eine anspruchsvolle Schulzeit, in der jemand, den sie zutiefst liebte, ihr Herz Stück für Stück brach. Im Laufe der Zeit wandelten sich ihre Gefühle zu Hass, und sie setzte alles daran, ihn in der Zukunft zu vermeiden. Dennoch hatte...
